Stellenabbau

Thyssen-Krupp streicht Stellen in Bremen-Farge

Der angeschlagene Konzern will 385 Stellen sozialverträglich abbauen. Der Großteil soll an den Standorten in Bremen und Sachsen wegfallen.
19.11.2020, 11:49
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Thyssen-Krupp streicht Stellen in Bremen-Farge
Von Stefan Lakeband
Thyssen-Krupp streicht Stellen in Bremen-Farge

Thyssen-Krupp baut Stellen im automobilen Anlagenbau ab.

Guido Kirchner

Der Stahl- und Industriekonzern Thyssen-Krupp hat beim Anlagenbau für die Autoindustrie mit den Arbeitnehmervertretern die Bedingungen für den sozialverträglichen Abbau von 385 Stellen in Deutschland geregelt. Auch in Bremen werden Stellen wegfallen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Konzern spaltet seinen Anlagenbau für die Automobilindustrie in zwei eigenständige Unternehmen auf, in eine Geschäftseinheit für Karosseriemontage und eine Einheit für Antriebs- und Batteriemontage. In der Karosseriemontage werden insgesamt 157 Stellen wegfallen. Auf die Antriebs- und Batteriesparte entfällt ein Abbau von 228 Stellen. Das betrifft auch Bremen, wo der Konzern Montage- und Testanlagen für Verbrennungs-, E-Motoren und Brennstoffzellen entwickelt. Die wegfallenden Stellen verteilen sich auf die Standorte in Farge und Sachsen.

Für die insgesamt sieben betroffenen Standorte sei ein Sozialplan vereinbart worden. Insgesamt sind in Deutschland derzeit knapp 3000 Mitarbeiter im automobilen Anlagenbau bei Thyssen-Krupp beschäftigt.

Der Stellenabbau war offenbar nicht mit der IG Metall abgesprochen. „Kostenreduzierungen, die sich auf Personalabbau und Mitarbeiterbeiträge konzentrieren, lehnen wir ab. Ein solches Vorgehen ist kontraproduktiv für die Motivation in den einzelnen Geschäften von Thyssen-Krupp“, sagte Jürgen Kerner, Hauptkassierer der Gewerkschaft und Vize-Chef des Aufsichtsrats von Thyssen-Krupp, der „Rheinischen Post“.

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