Standort Fährer Flur im Gespräch

Vegesack nimmt Flüchtlinge auf

Fähr-Lobbendorf. Die Sozialbehörde plant, im Ortsteil Fähr-Lobbendorf eine provisorische Unterkunft für Flüchtlinge einzurichten. Nach Informationen der NORDDEUTSCHEN ist dafür der frühere Sportplatz an der Fährer Flur im Gespräch. In einem Komplex von Wohncontainern könnten 100 bis 120 Personen für einige Zeit untergebracht werden. Aus dem Ressort von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) war gestern für den konkreten Standort keine Bestätigung zu erhalten. Sprecher Bernd Schneider sagte allerdings, dass Vegesack neben Hemelingen und Obervieland als einer von drei Stadtteilen ins Auge gefasst sei, in denen kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden sollen. "Wir stehen mit dem Beirat in Kontakt und bitten um Unterstützung", so Schneider.
25.06.2013, 05:00
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Vegesack nimmt Flüchtlinge auf
Von Jürgen Theiner

Fähr-Lobbendorf. Die Sozialbehörde plant, im Ortsteil Fähr-Lobbendorf eine provisorische Unterkunft für Flüchtlinge einzurichten. Nach Informationen der NORDDEUTSCHEN ist dafür der frühere Sportplatz an der Fährer Flur im Gespräch. In einem Komplex von Wohncontainern könnten 100 bis 120 Personen für einige Zeit untergebracht werden. Aus dem Ressort von Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) war gestern für den konkreten Standort keine Bestätigung zu erhalten. Sprecher Bernd Schneider sagte allerdings, dass Vegesack neben Hemelingen und Obervieland als einer von drei Stadtteilen ins Auge gefasst sei, in denen kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden sollen. "Wir stehen mit dem Beirat in Kontakt und bitten um Unterstützung", so Schneider.

Die Sozialbehörde steht unter erheblichem Handlungsdruck. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erwartet für das laufende Jahr gut 90000 Menschen, die in Deutschland um Asyl bitten. Nach einem vereinbarten Schlüssel hat Bremen davon 0,95 Prozent aufzunehmen, also rund 900 Antragsteller. Legt man die Entwicklung der fünf ersten Monate dieses Jahres zu Grunde, braucht die Stadtgemeinde allein 2013 knapp 500 Plätze zusätzlich zu den 867 derzeit vorhandenen Plätzen."Wenn wir diese Plätze nicht einrichten, müssten wir Flüchtlinge schon bald in Turnhallen oder in Zelten unterbringen, und das wollen wir definitiv nicht", so Anja Stahmann.

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