Fußball-Bremen-Liga

Blumenthaler SV ist weiterhin auf Trainersuche

Wann der Ball im Burgwallstadion wieder rollt, ist ungewiss. Und auch über die Frage, wer in der nächsten Bremen-Liga-Saison den Blumenthaler SV coacht, darf weiter spekuliert werden.
10.04.2020, 16:27
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald
Blumenthaler SV ist weiterhin auf Trainersuche

War bei den Bremen-Liga-Kickern des Blumenthaler SV schon mehrfach als Trainer im Einsatz: Peter Moussalli.

Christian Kosak

Wann der Ball im Burgwallstadion wieder rollt, ist ungewiss. Und auch über die Frage, wer in der nächsten Bremen-Liga-Saison den Blumenthaler SV coacht, darf weiter spekuliert werden. Favorisiert werde nach wie vor eine klubinterne Lösung, sagt der stellvertretende Vereins-Vorsitzende Peter Nowack. Vorstellen kann er sich allerdings auch die Berufung eines Fußball-Trainers, der schon einmal zur Zufriedenheit von Vorstand, Spielern und Fans für den Blumenthaler SV gearbeitet hat.

Viel Lob hatte auch Denis Spitzer zunächst für seine Arbeit mit der ersten Herren-Mannschaft geerntet. Der 33-Jährige war am 1. Januar 2017 vom TB Uphusen als Abwehrspieler zu den Blumenthalern gewechselt und übernahm dort am 1. Juli 2018 das Amt des verantwortlichen Trainers. Als Neuling in dieser Position erfüllte er in der vergangenen Saison die Erwartungen der Verantwortlichen uneingeschränkt, blieb aber in der aktuellen Serie bislang hinter dem selbst gesteckten Ziel (Rang eins bis drei) zurück. Resultat: Als die Vertragsverlängerung auf sich warten ließ, folgte Spitzer dem Ruf des TuS Schwachhausen, in der nächsten Saison den freiwerdenen Trainerposten zu übernehmen, den der bisherige Coach Benjamin Eta räumt, um beim Bremer SV anzuheuern.

Die Ausgangslage für die Vorstandsriege des Blumenthaler SV um den ersten Vorsitzenden Peter Moussalli und dessen Stellvertreter Peter Nowack ist seit Anfang März klar: Sie muss einen neuen Trainer für das Bremen-Liga-Team finden. Und der soll konkrete Vorgaben erfüllen.

Peter Nowack: „Wir wollen eine starke Bremen-Liga-Mannschaft ins Rennen schicken, die einen offensiv ausgerichteten Fußball spielt und Fairplay als wichtige Richtschnur beherzigt.“ Hinter dieser Vereinsphilosophie soll der künftige BSV-Trainer uneingeschränkt stehen. Und deshalb genießt die vereinsinterne Suche Priorität, weil sie nach den Worten von Peter Nowack am wenigstens Konflikt-Potential birgt. Langjährige Stammspieler des Bremen-Ligisten wie Sven Landwehr oder Daniel Rosenfeldt wurden denn auch schon als potenzielle Kandidaten genannt, zumal sie bereits Traineraufgaben beim Blumenthaler SV wahrnahmen – oder nehmen. Beide besäßen die erforderliche Qualifikation, unterstreicht Nowack, schränkt aber ein: Beide sind beruflich stark beansprucht.“

Die Chef-Etage des Blumenthaler SV beschäftigt sich dennoch weiterhin intensiv mit der Suche in den eigenen Vereinsreihen, erwägt aber laut Nowack auch die Möglichkeit, ehemalige Trainer des nordbremischen Bremen-Ligisten auf die Kandidatenliste zu setzen. Seit 2011 spielte der Blumenthaler SV in der Bremen-Liga nach den Vorgaben folgender Trainer: Peter Moussalli, Michael Müller, Uwe Meyer-Porsch, Björn Reschke, Peter Moussalli, Michél Kniat, Peter Moussalli, Malte Jaskosch und Denis Spitzer. Neben Spitzer dürfte dürften allerdings drei weitere der genannten Fußball-Lehrer ebenfalls kaum in Frage kommen: Mit Björn Reschke gab es 2014 langwierige arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen, Jaskosch fand nicht zu allen Spielern einen Draht und warf 2018 das Handtuch. Und Peter Moussalli wäre zwar nach den Worten seines Vizes eine optimale Lösung.

Doch der Vereinsvorsitzende wolle angesichts der sensationellen Erfolge mit den C-Junioren in der Regionalliga seine dortige Trainerarbeit fortsetzen und sich weiterhin verstärkt für die Jugendförderung im Verein engagieren. Nowack: „Um in Bremen mit den ersten Herren erstklassig zu bleiben und höhere Ziele im Auge zu behalten, müssen wir auf den eigenen Nachwuchs setzen, weil uns Geldquellen, von denen andere Vereine profitieren, nicht zur Verfügung stehen.“ Überschattet wird die Trainersuche beim Blumenthaler SV natürlich von der allgegenwärtigen Coronavirus-Lage. Ob die Fußball-Saison beendet wird, wie Spitzer unlängst empfohlen hatte, steht in den Sternen.

Käme es so, würde der Blumenthaler SV als Siebter zu den acht Teams gehören, die am winterlichen Hallenspektakel in der ÖVB-Arena teilnehmen könnten, während Nachbar SAV als Tabellenneunter nicht dabei wäre. Denkbar ist für Peter Nowack auch noch, die drei Spiele um den Lottopokal auszutragen. Der Blumenthaler SV müsste im Halbfinale beim FC Huchting antreten, der FC Oberneuland beim SC Borgfeld. Wahrscheinliche Finalpaarung: Blumenthal gegen Oberneuland.

Das vorläufig letzte Punktspiel hat die Burgwall-Elf am 8. März mit 4:2 bei der Leher TS gewonnen. Seitdem herrscht Corona-Stillstand in der Bremen-Liga. Sollten noch sämtliche Partien absolviert werden, müsste der Blumenthaler SV noch neun Mal antreten: gegen die BTS Neustadt, beim Habenhauser FV, in Hemelingen, gegen FC Union 60, gegen SFL Bremerhaven, beim SV Werder Bremen III, gegen ESC Geestemünde, beim Brinkumer SV und gegen SC Borgfeld.

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