Besitzer will kein Flüchtlingsheim Vulkan-Zentrale ist nicht verfügbar

Fähr-Lobbendorf. Das frühere Verwaltungsgebäude des Bremer Vulkan steht als Unterbringungsmöglichkeit für rund 120 Flüchtlinge nicht zur Verfügung. Das hat der Eigentümer der Immobilie, der Mönchengladbacher Geschäftsmann Janosch Kaskowi, im Gespräch mit der NORDDEUTSCHEN deutlich gemacht. Wie berichtet, hatte der Vegesacker Beirat in der vergangenen Woche die Sozialbehörde aufgefordert, nach Alternativen zu einem Containerdorf auf dem früheren Sportplatz Fährer Flur Ausschau zu halten. Insbesondere die SPD regte in diesem Zusammenhang an, Teile der einstigen Vulkan-Zentrale als Wohnraum für die Asylbewerber herzurichten.
08.07.2013, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Vulkan-Zentrale ist nicht verfügbar
Von Jürgen Theiner

Fähr-Lobbendorf. Das frühere Verwaltungsgebäude des Bremer Vulkan steht als Unterbringungsmöglichkeit für rund 120 Flüchtlinge nicht zur Verfügung. Das hat der Eigentümer der Immobilie, der Mönchengladbacher Geschäftsmann Janosch Kaskowi, im Gespräch mit der NORDDEUTSCHEN deutlich gemacht. Wie berichtet, hatte der Vegesacker Beirat in der vergangenen Woche die Sozialbehörde aufgefordert, nach Alternativen zu einem Containerdorf auf dem früheren Sportplatz Fährer Flur Ausschau zu halten. Insbesondere die SPD regte in diesem Zusammenhang an, Teile der einstigen Vulkan-Zentrale als Wohnraum für die Asylbewerber herzurichten.

Doch das ist kein gangbarer Weg. Selbst wenn man einen Flügel des Gebäudes mit rund 5000 Quadratmetern Nutzfläche räumlich abtrennte, wäre dies immer noch "viel zu groß" für die genannte Personenzahl, sagte Kaskowi. Sein Ziel sei zwar eine Wohnnutzung für Teile der Immobilie, aber nicht als Provisorium für Flüchtlinge. "Das wäre dem Image des Objektes nicht zuträglich", so Kaskowi.

Der SPD-Ortsverein Vegesack hat sich unterdessen zum Verlauf der emotional aufgeladenen Beiratssitzung geäußert, bei der am Donnerstag vergangener Woche rund 150 Anwohner aus Fähr-Lobbendorf gegen die geplanten Mobilbauten Sturm gelaufen waren. "Bei der Frage des Standorts sind, wie viele Wortbeiträge von Bürgerinnen und Bürgern zeigten, von der Sozialsenatorin Fehler gemacht worden. Sie wurden nicht vorher einbezogen, ebenso wenig wie Beirat, Polizei oder Ortsamt", so Ortsvereinsvorsitzender Jochen Windheuser. Dadurch habe sich der Ton der Debatte verschärft. Windheuser: "Diese Zuspitzung hätte nicht sein müssen." Denn grundsätzlich hätten viele Vegesacker Verständnis für die notleidenden Flüchtlinge aus Kriegsund Krisengebieten.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+