Fußball-Lottopokal Zwillinge schießen Farge in Runde zwei

Die TSV Farge-Rekum gewann daheim zwar knapp, aber hoch verdient mit 6:5 gegen OT und muss nun in der zweiten Runde des Lottopokals am 20. August beim SV Grambke-Oslebshausen (Kreisliga A) antreten.
12.08.2019, 15:21
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald

Farge. Das Zwischenergebnis nach rund 70 Minuten Spielzeit offenbarte einen Klassenunterschied. Doch nicht der Landesligist OT Bremen, sondern der Bezirksligist TSV Farge-Rekum führte mit 5:1. Am Ende gewannen die Nordbremer Kicker daheim zwar knapp, aber hoch verdient mit 6:5 und müssen nun in der zweiten Runde des Lottopokals am 20. August beim SV Grambke-Oslebshausen (Kreisliga A) antreten.

Die Farger durchlebten hier zwei höchst unterschiedliche emotionale Welten. Bis zur 72. Minute konnten sie sich an dem hoch überlegen geführten Spiel der ihrer Mannschaft erfreuen, die den Gästen läuferisch überlegen war und und deren wackelige Abwehr vor erhebliche Probleme stellte. „Bis zum 5:1 in der 58. Minute waren wir das spielbestimmende Team“, bilanzierte TSV-Coach Malte Golla. Vor allem in der Schlussphase aber habe man graue Haare bekommen. Grund: Sein Team offenbarte insbesondere bei Standards Abwehrschwächen, weil es den Gegenspielern zu große Bewegungsfreiheit ließ.

Zuvor aber konnten sich die Farger einmal mehr auf die spielerische Klasse und den Torinstinkt der Zwillingsbrüder Christian und Philip Bohnhardt verlassen. Sie rissen nicht nur immer wieder mit schnellen Vorstößen Löcher in die OT-Abwehr, sondern erzielten auch fünf der sechs Farger Buden. Philip Bohnhardt eröffnete das Torfestival auf dem Rasenplatz in der siebten Minute mit einem Kopfballtreffer, dem Dennis Zäbe schnell das 2:0 folgen ließ, indem er den Ball gekonnt über OT-Keeper Sumir Dixit ins lange Toreck lupfte. Nach dem Gegentreffer durch Sven Hartmann (18.) schöpften die klassenhöheren Gäste zwar wieder Hoffnung, doch kurz vor dem Pausenpfiff stellte Christian Bohnhardt den alten Abstand wieder her. Der offensive Mittelfeldmotor war im Strafraum vom OT-Torwart regelwidrig zu Fall gebracht worden und verwandelte den Strafstoß sicher zum 3:1 (44.).

Sofort zu Beginn der zweiten Halbzeit knüpfte Farge da an, wo man vor der Pause aufgehört hatte: Schnell und präzise wurden Angriffe generiert. Und Malte Golla wunderte sich, wie leichtfüßig seine Schützlinge die schwerfällige OT-Abwehr überliefen. Die Folgen für die Gäste stellten sich schnell ein: Christian Bohnhardt erhöhte auf 4:1 (56.), sein Bruder Philip ließ 120 Sekunden später das 5:1 folgen. Und wiederum zwei Minuten danach standen die Gäste nur noch mit zehn Spielern auf dem Platz. Wegen Nachtretens hatte ein Osterholzer die Rote Karte von Schiedsrichter Bastian Norden gesehen. Kurz vor Spielende sorgte Norden auch dafür, dass der zwei Minuten zuvor eingewechselte Farger Gianluca Capoferri schon wieder den Platz verlassen musste. Seinen Einsatz gegen einen OT-Akteur wertete der Schiri ebenfalls als rotwürdig.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Farger darüber hinaus für graue Haare gesorgt, wie ihr Trainer es formulierte. Zunächst verkürzten Marcel Ciszewski per Foulelfmeter (72.) und Sören Hartmann (75.) auf 3:5 aus OT-Sicht. Dem ließ Christian Bohnhardt zwar erneut vom Elfmeterpunkt das 6:3 folgen, nachdem er abermals vom OT-Keeper regelwidrig vom Ball getrennt worden war. Dann aber sorgten Ismail Özdemir (83.) und Denis Bledowski (85.) für das Zittern beim Farger Anhang, bevor sich die Spieler jubelnd in die Arme fallen durften.

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