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Baubeginn für Feuerwache 7 im August

Wenn es brennt, muss es schnell gehen. Das fordern die Borgfelder Beiratsfraktionen jetzt unisono in einem Antrag an Innensenator Ulrich Mäurer. Sie fordern den unverzüglichen Baubeginn der Feuerwehrwache 7 .
18.02.2020, 09:34
Lesedauer: 2 Min
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Von Petra Scheller
Baubeginn für Feuerwache 7 im August

Die neue Feuerwache soll nach Angaben der Feuerwehrspitze ab August entstehen.

Patrick Pleul/dpa

Borgfeld. Wenn es brennt, muss es schnell gehen. Das fordern die Borgfelder Beiratsfraktionen jetzt in einem Antrag an Innensenator Ulrich Mäurer. In zehn Minuten soll die Feuerwehr eigentlich am Ziel sein. Das klappt in Bremen nicht immer. Vor allem in Borgfeld, Horn-Lehe und Oberneuland wird dieses Brandschutzziel oft nicht erreicht. Mit dem Bau der Feuerwache 7 am Hochschulring soll sich das zukünftig ändern. Die Frage ist nur, wann?

Geplant war der Baubeginn eigentlich bereits im vergangenen Jahr. Nun hat der Borgfelder Beirat von einem Termin für die offizielle Grundsteinlegung im März 2021 erfahren und prompt einen Antrag verfasst, in dem Senator Mäurer aufgefordert wird, „für einen unverzüglichen Baubeginn und Fertigstellung der neuen Brand- und Rettungswache Ost zu sorgen.“ Und die „geplante Grundsteinlegung im März 2021 vorzuziehen“, heißt es weiter.

Bremens Branddirektor Karl-Heinz Knorr hat von diesem Termin bislang noch nichts gehört, sagt er auf Nachfrage. Ende Januar habe er den aktuellen Zeitplan aus der Innenbehörde erhalten. „Laut Zeitstrahl sollen die Erdarbeiten am Hochschulring in diesem August beginnen.“ Mitte September starten danach die Rohbauarbeiten, sagt Knorr. „In der Regel findet die Grundsteinlegung dann zwei bis drei Wochen später statt. Wir sprechen von 2020, versteht sich“, unterstreicht der Branddirektor.

Wie es zu dem Gerücht für den Termin der Grundsteinlegung im März 2021 gekommen ist, könne er sich nicht erklären. Die Voraussetzung für den Baubeginn sei natürlich ein entsprechender Haushalt. Knorr geht davon aus, dass das Geld bewilligt werden wird. Für das Bauvorhaben sind rund 15 Millionen Euro vorgesehen.

Knorr hat bereits 2017 eingeräumt, dass die Brandschutzziele in Borgfeld nicht eingehalten werden könnten. „Das Bremer Schutzziel aus dem Jahre 2016, welches bis heute Bestand hat, nämlich in 95 Prozent aller Einsätze innerhalb von zehn Minuten mit acht Feuerwehrleuten vor Ort zu sein, wird seit Jahren nicht erreicht“, beklagen auch die Fraktionssprecher im Beirat. „Gerade in der Hauptverkehrszeit ist eine Einhaltung des Schutzzieles utopisch“, kritisieren sie.

„Der letzte Brand in Borgfeld, auf dem Bührmannhof am Hamfhofsweg, konnte nur dank des schnellen Eingreifens unserer Freiwilligen Feuerwehren Borgfeld und Lehesterdeich zügig bekämpft werden“, begründen die Ortspolitiker ihren Antrag an den Innensenator. Kräfte der Berufsfeuerwehr Bremen waren nach mehreren Augenzeugenberichten erst 30 Minuten nach Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehren vor Ort, berichten sie.

Wie es in Sachen Brandschutz weitergehen wird, will der Beirat in einer öffentlichen Sitzung am Dienstag, 18. Februar, in der Borgfelder Schützenhalle klären. Beginn des Treffens ist um 19.30 Uhr. Eingeladen ist dazu auch der ehemalige Feuerwehrmann Heiko Kothe. Der Borgfelder hat 41 Jahre lang bei der Berufsfeuerwehr Bremen gearbeitet. Davon 29 Jahre im Einsatz. Ebenfalls berichten will das ehemalige Bundestagsmitglied Arne Börnsen aus Ritterhude über sein Naturparkprojekt Teufelsmoor und den Förderverein „Naturpark Teufelsmoor/Hamme- und Wümmeniederung“. Desweiteren wird es um das geforderte Verkehrskonzept für die Zeit während des Flutbrückenbaus gehen.

Info

Zur Sache

Beiratssitzung in Borgfeld am Dienstag, 18. Februar, ab 19.30 Uhr in der Borgfelder Schützenhalle, Hamfhofsweg 4.

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