Psychosoziale Prozessbegleitung Borgfelder Juristin fordert mehr Opferschutz

Opferschutz ist gesetzlich geregelt. Doch der Weg vom Papier ins gesellschaftliche Bewusstsein ist noch lang, sagen Prozessbegleiterinnen. Eine Juristin aus Borgfeld will Schwung in die Sache bringen.
16.01.2022, 19:30
Lesedauer: 4 Min
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Borgfelder Juristin fordert mehr Opferschutz
Von Petra Scheller

Borgfeld. Claudia Specht hat schon oft miterlebt, wie belastend es für Opfer schwerer Gewalttaten ist, als Zeugin oder Zeuge vor Gericht auszusagen. Die Heilpraktische Psychotherapeutin begleitete vor gut einem Jahr eine 25-jährige Mutter in den Gerichtssaal, deren vierjährige Tochter auf einem Spielplatz in Lilienthal sexuell missbraucht wurde. Die jungen Eltern wurden von der Kriminalpolizei über den Fall informiert und erstatteten Anzeige. Die Täterin hatte das Kind unbekleidet auf einer Netzschaukel fotografiert. Der Fall fand überregional Aufmerksamkeit. Erst zwei Jahre später kam es zum Prozess. Die Mutter des Kindes bekam eine „richterliche Beiordnung für eine Psychosoziale Prozessbegleiterin", heißt es im Fachjargon von Juristinnen und Juristen. Bestellt wurde Claudia Specht. Doch da liefen die Ermittlungen bereits auf Hochtouren.

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