Spenden für Waisenhaus in Tansania

Einkaufstour für Kinder am Kilimandscharo

Der Borgfelder Michael Eggers hat bei Freunden und Bekannten Spenden gesammelt. Im afrikanischen Tansania stattete er unter anderem 24 Kinder mit Schuluniformen aus.
02.02.2021, 12:00
Lesedauer: 2 Min
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Einkaufstour für Kinder am Kilimandscharo
Von Antje Stürmann

Borgfeld. Elf Tage war Michael Eggers in Ostafrika am Fuße des Kilimandscharos unterwegs und hat dabei die nötigsten Dinge für 24 Schulkinder in Tansania beschafft. Im Gepäck hatte er dafür fast 1000 Euro Spenden von Freunden und Bekannten aus Borgfeld und umzu, die sein soziales Engagement unterstützen. Das Reiseziel: verlockend. "Der höchste Berg Afrikas nur eine Halbtagesreise entfernt, der Serengeti-Park und das Party-Inselparadies Sansibar erreichbar, das lockte auch den 42-jährigen Agenturchef aus Borgfeld. "Von meinen elf Tagen hatte ich höchstens fünf für mein Sozialprojekt im Waisenhaus Msamaria Children's Home eingeplant", berichtet er. Daraus wurde nichts. Allein die Einkaufstour vor Ort gemeinsam mit den Verantwortlichen dauerte schon drei Tage. Eggers verzichtete auf das klassische Touristen-Abenteuer und widmete seine Zeit den Kindern und Jugendlichen in der Stadt Moshi und Umgebung.

Eine Herausforderung sei vor allem der Einkaufsmarathon gewesen. Bei insgesamt 13 Händlern habe er die Schulsachen eingekauft und mit noch mehr von ihnen um den günstigsten Preis gefeilscht. Gefühlt unzählige Male habe er Automaten aufgesucht, um Geld vom Konto abzuheben. „Ich durfte jedes Mal umgerechnet nur 140 Euro abheben“. Das Geld habe er in komplette, teils maßgeschneiderte Schuluniformen samt Schuhe und Rucksäcke investiert – ohne diese Sachen werden die Schüler nicht zur Schule zugelassen, so Eggers – in Schultaschen sowie Eimer und Desinfektionsmittel zum Reinigen der Schulräume.

Angst vor einer Corona-Infektion hatte Eggers nach eigenen Angaben nicht. „Es gibt in Tansania kein Coronavirus“, sagt er, das habe die Regierung versichert. „Daher gibt es auch keinerlei Maßnahmen und Hygieneregeln zu beachten.“ Der Borgfelder bucht seine Sozialreisen auf eigene Kosen über eine gemeinnützige internationale Organisation bucht. Diese stelle auch die Kontakte vor Ort her.

In den vergangenen Jahren ist Eggers jeden Winter in ein Entwicklungsland gereist und hat dort humanitäre Projekte unterstützt. In diesem Jahr sei er mit noch mehr Herz dabei gewesen, berichtet er nach seiner Rückkehr, denn „die weltweite Not ist noch mal exponentiell gestiegen. Niemand leidet so sehr unter den Maßnahmen der westlichen Welt wie die Länder der Dritten Welt.“ Eggers will deshalb auch andere Menschen animieren, Gutes zu tun und zu helfen, statt den Jahresurlaub oder die Kurzarbeitszeit zu Hause zu verbringen. „Nur wenn es dem Ausland gut geht – und hier vor allem den Ländern der Dritten Welt, geht es uns in Deutschland und Europa auch gut.“

Die Menschen in Moshi bedankten sich bei Eggers mit einem besonderen Abendessen. Der Geschäftsmann und zweifache Vater freut sich noch heute über die vor Freude strahlenden Augen der Kinder im Waisenhaus. Eggers: „Ich danke allen Spendern vielmals für die Unterstützung.“

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