Hans-Wendt-Stiftung in Borgfeld Ein Tag für den süßen Schaf-Nachwuchs

Für die frisch geborenen Lämmer veranstaltete die Kinder- und Jugendfarm der Hans-Wendt-Stiftung in Borgfeld am Sonntag ein Lämmerfest mit Mitmachaktionen.
12.05.2019, 17:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Sabine von der Decken

Borgfeld. „Hier gibt es kostenlose Kräuterbowle“, rief Lars Schubert von der Kinder- und Jugendfarm in Borgfeld den ankommenden Besuchern des Festes zu. Die aber waren erst einmal an den frisch geborenen Lämmern und an den Mitmachaktionen interessiert.

Eines der beiden in diesem Jahr geborenen Lämmer war ein echtes Osterlamm, denn es kam Ostersonntag zur Welt. Das andere Lämmchen war schon vier Wochen vorher geboren worden. Beide aber waren bis zum Muttertag noch namenlos. Die Suche nach passenden Namen für die jungen Leineschafe war dann auch einer der Gründe für die Ausrichtung des Lämmerfestes. Mit den Kindern aus der Nachbarschaft und regelmäßigen Farmbesuchern ging das Team der Borgfelder Kinder- und Jugendfarm während des Lämmerfests auf die Suche nach passenden Namen. Mit im Rennen waren Lämmi, aber auch Elsa und Antonella wie auch Käthe und Flocke.

Die Idee, die jungen Lämmer im Frühling mit einem Fest zu begrüßen, war in der Naturkindergruppe der Hans-Wendt-Stiftung geboren worden. Die Mitarbeiter beschlossen, auf dem Gelände der Stiftung und der Kinder- und Jugendfarm während des Jahres regelmäßig Feste zu veranstalten, um die Nachbarschaft einzuladen. Eines davon war nun das Lämmerfest, das in diesem Jahr erstmals gefeiert wurde. „Das Gelände ist ideal für Familienfeste, zu denen die Nachbarn eingeladen werden“, sagte Friederike Reinsch, Natur- und Sozialpädagogin in der Hans-Wendt-Stiftung. Für die Umweltbildung sei die Kinder- und Jugendfarm eine große Chance.

Derzeit leben auf dem Borgfelder Farmgelände sieben Leineschafe. Mit dem Nachwuchs aus diesem Jahr hat sich die Herde um zwei weitere Exemplare der Hausschafrasse vergrößert. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen hat das Leineschaf zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2013“ erklärt. Ursprünglich wurden die Paarhufer mit ihrer reinweißen, gekräuselten Wolle und dem langen, kaum behaarten Kopf im Königreich Hannover gezüchtet. Mit 600 Tieren gilt der heutige Bestand an Herdbuchtieren als extrem vom Aussterben bedroht. „Es ist schön, dass der Bestand hier gesichert wird“, freut sich Friederike Reinsch über die aktuelle Vergrößerung der Borgfelder Herde.

Während des Lämmerfestes gingen die Kinder nicht nur auf Namenssuche, sondern suchten unter Anleitung von Lars Schubert im Wildkräutergarten der Farm nach Kräutern, die auch Schafe zum Fressen gerne haben. Gänseblümchen, Schafgarbe, Gundermann und Brennnesseln stehen auf deren Speiseplan ganz weit oben. Schubert hatte eine Wildkräuterlimonade vorbereitet, um den Kindern den Geschmack dieser Kräuter nahezubringen.

Neun Fragen gab es für echte Schafsexperten im Schafsparcour über die Lebensweise und Biologie der Tiere zu beantworten. An Handkarden und Kardiermaschine konnten die Besucher die von den Mitarbeitern gewaschene Rohwolle von Leineschaf Frieda und ihrer Herde kämmen. Mit der kardierten Wolle ging es dann zum Filzen kleiner Wollkugeln und Basteln von Schafsanhängern.

Bislang sammelte das Farmteam die Wolle der Farmschafe auf dem Dachboden für den Einsatz bei Kinderaktionen. „Es hängt viel Arbeit dran“, erklärte Friederike Reinsch. Und die Wolle der zur Landschaftspflege gezüchteten Fleischrasse sei nicht besonders weich, so dass sie sich für das Stricken von Pullovern nicht so besonders eigne.

Die Pflege und die Versorgung der Farmtiere und damit auch der Schafe liegen zurzeit komplett in den Händen des Teams der Kinder- und Jugendfarm wie auch die der Hauswirtschaftsklasse der Hans-Wendt-Stiftung. Eigentlich aber wäre es eine schöne Idee, wenn Schulklassen und Kindergärten regelmäßig mit anpacken würden, so die Naturpädagogin Friederike Reinsch. Das aber sei zurzeit vom Farmteam personell nicht leistbar. Trotz alledem könnten sich interessierte Klassen und Kindergartengruppen gerne melden.

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