Bremer Fußball-Kreisliga A

Ergebnis konzentrierter positiver Energie

Vor einem Jahr führte Trainer Lutz Repschläger den SC Borgfeld II als Meister in die Kreisliga A. Nur ein Jahr später gelang das gleiche Kunststück mit dem Aufstieg in die Bezirksliga noch einmal.
28.06.2018, 16:16
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Von Thomas Müller
Ergebnis konzentrierter positiver Energie

Kapitän Malte Witt (links, hier in einem Spiel gegen den Habenhauser FV II) wird dem SC Borgfeld II künftig berufsbedingt fehlen.

Hasselberg

Borgfeld. In der Winterpause hatte sich schon Einiges abgezeichnet: Der SC Borgfeld II, erst ein halbes Jahr zuvor in die Bremer Fußball-Kreisliga A aufgestiegen, führte schon wieder die Tabelle an. Und jetzt, wiederum nur wenige Monate später, hat das Team von Trainer Lutz Repschläger den nächsten großen Triumph verbucht – Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksliga. Für den Coach kommt der Erfolg gar nicht mal so überraschend. „Hier steckt so viel positive Energie auf einem Fleck“, sagt der 47-Jährige und meint damit auch die übrigen Erfolge im Verein: vom Aufstieg der ersten Herren in die Bremen-Liga bis hin zum sagenhaften Lauf der A- und B-Junioren in Bundes- und Regionalliga.

Repschlägers Worte klingen wie eine Liebeserklärung an seinen Klub, dem er ein weiteres Jahr erhalten bleibt, und an seine Mannschaft. „Unser Ziel war es ja, auch die Borgfelder Zweite leistungsorientiert aufzustellen“, erinnert Repschläger. Mission erfüllt, kann man da nur sagen. Denn der Saisonverlauf des SCB II bewies, dass die Meisterschaft kein Zufallsprodukt war. Systematisch und hart erarbeitet war sie allemal.

Obwohl Moritz Löffler, Jan Soller und Alex Karpov früh und dauerhaft ausfielen, steckte in dem insgesamt 26-köpfigen Kader genügend Qualität, um die Saison mit 74 Punkten und 99:31 Toren auf Platz eins zu beenden. Nur gegen Mitaufsteiger ATS Buntentor (0:1) und den drittplatzierten TuS Komet Arsten II (1:2) gab es Niederlagen. „Aber danach hat die Mannschaft eine gute Reaktion gezeigt – ein Beweis ihrer Reife“, betont Repschläger, der mit Co-Trainer und B-Lizenz-Inhaber Jörg Diekmanns stets die richtige Ansprache fand und den Ehrgeiz der Jungs weckte. Die Spieler, so der Chefcoach, müssten sich wohlfühlen, dann könnten sie auch ihre Qualität ausspielen.

Was das SCB-Trainergespann dem Team ebenfalls mit auf den Weg gab, war eine geänderte taktische Aufstellung. Zuvor im 4-3-3-System spielend, ging es in der Kreisliga A in einem 4-2-3-1 zur Sache. „Damit wir defensiv mehr Ordnung bekommen“, erklärt Repschläger. Das werde auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga die Basis sein. Repschläger hat immer auch jene Spielklasse im Auge gehabt und sich ein wenig gewundert: „Selbst die Spitzenmannschaften haben da ja 50 oder mehr Gegentore kassiert.“ Das soll den Borgfeldern nicht passieren; denn der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel.

Dass die SCB-Reserve mit Felix Franzen (18 Saisontore) zwar einen guten, aber keinen überragenden Goalgetter besitzt wie Arstens Muhamad Rizai (37 Treffer), ficht Repschläger nicht an: „Bei uns schießt das Kollektiv eben die nötigen Tore.“ Und das bleibt weitgehend zusammen. Allerdings scheiden die beiden Torleute David Kawan und Wilko Barre aus Altersgründen aus, zudem zieht es Kapitän Malte Witt berufsbedingt nach Stuttgart. Zwar verstärkt mit Finn Wollesen ein Keeper der A-Junioren den Bezirksligisten. Einen gestandenen Torhüter suchen die Borgfelder aber dennoch. Was nicht so einfach sein dürfte. Repschläger: „In ganz Bremen wird danach gesucht, selbst in der höchsten Spielklasse.“

Für zwei weitere Borgfelder Youngster, Frederik von Salzen und Lukas Kahrs, könnte Borgfelds Zweite das Sprungbrett für höherklassige Einsätze sein. „Das sind zwei Talente, die es im Herrenbereich schaffen können“, glaubt der Trainer und ergänzt noch: „Darum ist es ja gut, dass es mit uns die Schnittstelle zwischen ersten Herren und A-Junioren gibt. Wir wollen den Erfolg ja nachhaltig machen.“ Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt am 8. Juli, am 19. August geht’s ins erste Pflichtspiel. Repschläger: „Da muss jeder Spieler seine Grenzen ausloten. Es wird auch körperlich härter werden.“ Und noch eine Änderung erwartet Akteure wie Anhängerschaft: Borgfelds zweite Mannschaft läuft zur neuen Saison unter dem Namen U 23 auf.

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