Fußball-Bremen-Liga

Ex-Meister Brinkum entert den Wümmedeich

Niederlage im letzten Saisonspiel: Gegen den Brinkumer SV hat der in der Defensive einmal mehr umsortierte SC Borgfeld in den entscheidenden Momenten das Nachsehen.
20.05.2019, 11:09
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Von Christian Markwort
Ex-Meister Brinkum entert den Wümmedeich

Auch der eingewechselte Christopher Taylor (rechts/Archivbild) vermochte dem Borgfelder Spiel keine Wende mehr zu geben.

Koch

Borgfeld. Mit dem Ergebnis war Dennis Offermann zufrieden – allein der Auftritt seines Brinkumer SV im finalen Saisonspiel der Fußball-Bremen-Liga bei Aufsteiger SC Borgfeld ärgerte den Trainer des Ex-Meisters dann doch ein wenig. „Dieses Spiel war symptomatisch für diese katastrophale Saison“, haderte er nach dem mühevollen 3:2 (1:1)-Auswärtssieg, „wir haben mit dem achten Tabellenplatz lediglich das Minimalziel erreicht, mehr nicht.“

Vom Anpfiff weg präsentierten sich die Gäste deutlich bissiger, allerdings hielt der Aufsteiger nach besten Kräften dagegen und ging im Anschluss an einen Freistoß von Gerrit Kubin durch Niklas Wenzelis sogar in Führung (13.). Dabei profitierte der Borgfelder Mittelfeldakteur hingegen von einem Torwartfehler, für den BSV-Trainer Offermann sogar noch Verständnis zeigte: „Caner hat lange nicht gespielt“, nahm er Torhüter Caner Sahan umgehend in Schutz, „aber trotzdem muss er diesen Ball besser klären und einfach aus seinem Tor herauskommen.“

Die spielerisch überlegenen Gäste drückten die Hausherren mehrfach in deren Hälfte zurück, mit aggressivem Pressing versuchten sie bereits in der Borgfelder Hälfte an den Ball zu gelangen. Zwar gelangten die Brinkumer häufig in die gefährliche Zone der Gastgeber, scheiterten dort allerdings an den eigenen Nerven oder an der tapfer verteidigenden Borgfelder Defensive. Doch ein feiner Spielzug über die linke Angriffsseite der Gäste führte schließlich zum Ausgleich: Nach Vorarbeit von Brinkums Bestem, Nicolai Gräpler, stand BSV-Angreifer Jakob Raub goldrichtig und schob zum 1:1 ein (34.).

Bis zum Halbzeitpfiff von Referee Carsten Biewig – der übrigens sein letztes Spiel als Unparteiischer in der Bremen-Liga leitete – tat sich nicht mehr viel, dafür besannen sich die Gäste direkt mit dem Wiederanpfiff ihrer enormen Qualitäten und gingen durch den zweiten Treffer von Jakob Raub in Führung (49.). „Wir haben uns die drei Tore im Grunde genommen alle selbst reingeschossen“, ärgerte sich Borgfelds Trainer Ugur Biricik, „weil wir im entscheidenden Moment nicht konzentriert genug waren und Brinkum mehr oder weniger zum Toreschießen eingeladen haben.“

Während sich die zum wiederholten Male umgestaltete Borgfelder Defensive kampfstark und bissig präsentierte, zeigten die Wümmekicker im Spielaufbau zwar einige vielversprechende Ansätze, um den gegnerischen Strafraum herum versprühten sie aber nur wenig Gefahr. Doch auch die Gäste fanden nur selten Lösungen gegen die dicht gestaffelte Abwehr des Aufsteigers und verspielten nach einem kapitalen Fehlpass im Mittelfeld sogar die Führung: Borgfeld schaltete blitzschnell um, zunächst scheiterte Kenstar Gehle an Brinkums Keeper, den Nachschuss verwandelte David Lange zum 2:2 (78.). „Dieses Unentschieden musst Du einfach besser verteidigen und über die Zeit retten“, haderte Ugur Biricik, der von der Seitenlinie aus hilflos zusehen musste, wie die Gäste mit einem letzten Angriff doch noch zum Sieg gelangten. Erneut nutzte Brinkums Nicolai Gräpler eine Lücke im Abwehrverbund der Borgfelder, sein präzises Zuspiel verwandelte Jakob Raub letztlich nahezu unbehelligt zum entscheidenden Treffer (85.). „Wir gehen mit einem positivem Ergebnis in die Sommerpause“, so Dennis Offermann, während sich Ugur Biricik freute, „dass diese anstrengende Saison endlich vorbei ist“.

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