Borgfelds südliche Ortsmitte im Fokus Feintuning fürs Viohl-Gelände

Seit bald zwei Jahren stimmen sich die Borgfelder Baumarkt-Besitzer Viohl mit Bremer Stadtplanern über die Bebauung des Geländes am Borgfelder Ortseingang ab. Im Herbst könnten die Planungen öffentlich werden.
09.08.2021, 17:49
Lesedauer: 2 Min
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Feintuning fürs Viohl-Gelände
Von Petra Scheller

Borgfeld. Die Planungen für die Bebauung des Viohl-Geländes in Borgfeld laufen auf zurzeit auf Hochtouren. Die Bremer Stadtplanerin Claudia Schulze und der Referent für Stadtentwicklung, Jan Dierk Stolle, stimmen sich gerade eng mit den Inhabern des Baumarktes Viohl ab. Schon im Herbst könnte das sogenannte Bebauungsplanverfahren an der Borgfelder Heerstraße/Ecke Bürgermeister-Kaisen-Allee weitergehen. Das teilt Behördensprecher Jens Tittmann auf Nachfrage mit. 

Frühzeitige Bürger-Beteiligung

Zurzeit laufe das Feintuning zwischen den Architekten der Bauherren Viohl und den Stadtplanerinnen und Stadtplanern, heißt es weiter. Sobald der Entwurf steht, wird das Verfahren öffentlich ausgerollt. Dabei soll es eine frühzeitige Bürgerbeteiligung geben, heißt es aus dem Bauamt. Öffentliche Träger wie Polizei, Feuerwehr, Beiräte und verschiedene Behörden werden dann in die Planungen mit einbezogen. "Es folgt eine öffentliche Ausstellung sämtlicher Entwürfe und Modelle. Alle wichtigen Texte und Gutachten werden im Rahmen des Verfahrens vorgestellt", erklärt Stadtentwickler Jan Dierk Stolle den Prozess. Sämtliche Studien über Baugrunduntersuchungen, Lärmschutz und Altlasten müssen der Öffentlichkeit vorgelegt werden, so sieht es die Bauverordnung vor.

Im Borgfelder Ortsamt zu sehen

Mindestens vier Wochen lang werden die Pläne dann in öffentlichen Einrichtungen wie dem Borgfelder Ortsamt ausliegen und dem breiten Publikum zugänglich sein. Stolle rechnet damit, dass das gesamte Planverfahren rund ein Jahr dauert. "Anregungen und Kritik seitens der Öffentlichkeit werden in die Planungen mit aufgenommen – müssen verifiziert, abgestimmt und in die Pläne mit eingearbeitet werden", erklärt der Stadtplaner. Das aufwendige Verfahren ist im Bundesbaugesetz geregelt. Erst wenn alles in trockenen Tüchern ist, geht das Projekt zur finalen Abstimmung in die Bremische Bürgerschaft ein.

Die Gebrüder Viohl haben ihr Bauvorhaben vor knapp zwei Jahren erstmals in einer öffentlichen Bauausschusssitzung des Borgfelder Beirates vorgestellt. Ihr Plan: Dort, wo jetzt der Baumarkt und ein Wohnhaus der Familie Viohl stehen, sollen in naher Zukunft ein modernes Geschäftszentrum und Wohnungen die südliche Ortsmitte aufwerten. Für die Bauentwürfe zeichnet der Architekt Rainer Schürmann verantwortlich. Der Baumarkt Viohl will sich in Zukunft verkleinern. Die frei werdenden Gewerbeflächen sollen vom Discounter Aldi, weiteren Händlern und einem Drogeriemarkt mitgenutzt werden. Platz ist auch für ein Café oder ein Restaurant. Die Initiatoren des Vorhabens sind Michael Viohl, einer der drei Geschäftsführer der Erich Viohl GmbH & Co. KG, und Vertreter von Aldi.

Stahl, Glas und Holz

Geplant sind derzeit zwei Neubauten aus Stahl, Glas und Holz. Das Areal zwischen der Borgfelder Heerstraße, der nördlich gelegenen Querlandstraße und der südlich angrenzenden Bürgermeister-Kaisen-Allee soll in zwei Abschnitten mit zwei gespiegelt zueinander liegenden, hakenförmigen Gebäuden bebaut werden – so der vorläufige Plan. Bedacht werden soll bei dem Vorhaben eine Öffnung zum Borgfelder Zentrum hin, unterstreicht Stadtentwickler Stolle.

Mit dem Bau einer Tiefgarage wollen die Bauherren ausreichend Parkplätze schaffen. Zudem könnten bis zu 70 bis 80 Wohneinheiten entstehen, berichtet Jan Dierk Stolle. Ein Verkehrskonzept für das Bauvorhaben sei auf dem Weg. Für den Drogeriemarkt ist bisher eine Fläche von bis zu 750 Quadratmetern vorgesehen. Für den Aldi-Markt 800, für den Baumarkt rund 2000 Quadratmeter. Wenn alles reibungslos klappt, könnten die finalen Pläne für das Projekt bei der Bremer Baubehörde vielleicht noch in diesem Jahr eingereicht werden, um eine Baugenehmigung zu beantragen. "Vielleicht aber auch erst im kommenden Jahr", räumt Stolle ein.

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