Bauarbeiten in Borgfeld Kreuzdeich bis September gesperrt

Am Kreuzdeich gehen die Arbeiten für den Bau des Ausgleichsareals los. Bis September ist der Deich deshalb für Radfahrer und Fußgänger gesperrt. Umleitungen sind ausgeschildert.
29.06.2021, 14:00
Lesedauer: 2 Min
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Von akl

Borgfeld. Die Arbeiten am Kreuzdeich in Borgfeld haben begonnen. Für Radfahrer und Fußgänger heißt das: Zwischen 8. Juli und 3. September müssen sie Umwege in Kauf nehmen. Das teilt das Bremer Umweltressort mit. Im Zuge der Entstehung des Kompensationsareals am Kreuzdeich sei diese achtwöchige vollständige Sperrung des Bereichs Kuhweideweg bis Hamfhofsweg am Landesschutzdeich notwendig, heißt es. Fahrradfahrerinnen und –fahrer sowie Fußgängerinnen und -gänger werden über den Jan-Reiners-Weg umgeleitet.

Im genannten Zeitraum soll der Borgfelder Deich für den Einbau eines Einlassbauwerkes zur Wümme geöffnet und im Anschluss in einen hochwassersicheren Zustand zurückgeführt werden, kündigt Ressortsprecher Jens Tittmann an. "Konkret bedeutet dies, dass die Hanseatische Naturentwicklung GmbH Haneg für das Amt für Straßen und Verkehr ein Tiefbauunternehmen beauftragt hat, ein 31 Meter langes Stahlrohr in den Deich zu verlegen, welches nach Fertigstellung bereits in den Wintermonaten 2021 Wümme-Wasser in ein circa 25 Hektar großes Areal mit Flach- und Tiefengewässer einleiten wird", erklärt Tittmann.

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Ziel sei es, dass sich in diesem Gewässer seltene Pflanzen- und Tierarten ansiedeln. Doch auch für Bremer Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Hansestadt sind Erholungsmöglichkeiten vorgesehen. So soll die Überschwemmungsfläche dank zusätzlich angelegter Verwallungen komplett umwandert werden können. 2022 wird die Anpflanzung eines kleinen Waldstückes das Gebiet im Osten abgrenzen. Neben dem bereits vorhandenen Rastplatz auf dem Deich soll ein Aussichtshügel inklusive einer Bank neu angelegt werden. "Von dort aus lässt sich im Winter das rege Treiben der rastenden Wasservögel beobachten", so Tittmann. Im Sommer lade der Platz zum Verweilen ein an einer großräumigen Wasserfläche, in der sich die Sonne spiegelt.

Anlass für die Anlage des großflächigen Kompensationsareals seien mehrere Eingriffe in Natur und Landschaft im Bremer Stadtgebiet. Der Ressortsprecher nennt in diesem Zusammenhang die Erschließung der Baugebiete Borgfeld-Ost und Borgfeld-West, den Bau eines Teilstückes der Autobahn 281, den Ersatzbau der Wümmebrücke, die Anbindung der Ortsentlastungsstraße Lilienthal sowie de Bau der Straßenbahnlinie 4 von Borgfeld bis zum Falkenberger Kreuz. Die Fertigstellung des Areals ist laut Tittmann für Ende 2022 vorgesehen.

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