Borgfelder Kaffeeklatsch öffnet ab 1. April Café mit Stufenplan

Mitten in der Corona-Krise plant die Gastronomin Katiana Indorf eine Überraschung. Wenn alles gut geht, eröffnet die Brasilianerin das Kaffeeklatsch im Borgfelder Ortskern neu. Los geht es nach dem Lockdown.
26.03.2021, 10:00
Lesedauer: 3 Min
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Café mit Stufenplan
Von Petra Scheller

Borgfeld. Anfang des Jahres ist die Entscheidung gefallen: Katiana Indorf eröffnet das neue Kaffeeklatsch im alten Borgfelder Ortskern. „So ist es jedenfalls geplant“, sagt die Gastronomin mit Blick in ihren Kalender. Ihr Optimismus habe letztendlich alle Zweifel besiegt. „Wenn die Corona-Verordnung es zulässt, servieren wir unseren Gästen hier demnächst Frühstück sowie Kaffee und Kuchen“, berichtet die Gastronomin voller Vorfreude. Wann es so weit sein wird, ist momentan noch offen. Ursprünglich geplant war die Eröffnung an Ostern.

Frische Farbe an den Wänden und transparente Leuchten tauchen das alte Traditionscafé in der Borgfelder Heerstraße schon jetzt in neues Licht - alles ist hell und klar. Der Tresen wird gerade mit warmem Holzfurnier versehen, die Stühle für die zwanzig Plätze im Innenraum neu bezogen. „Der Name bleibt – und das Konzept ist ähnlich wie das meiner Vorgängerin Elke Viohl“, berichtet die neue Kaffeeklatsch-Inhaberin. Apfelkuchen, Käsekuchen, Baiser-Torte mit Stachelbeeren oder Himbeeren stehen unter anderem auf der Karte. Täglich werde frisch gebacken. Dazu gibt es Kaffeespezialitäten und frische Waffeln. „Mir ist es wichtig, dass sich die Gäste wohlfühlen, Stammgäste dürfen sich auch immer mal etwas wünschen“, verspricht die 45-jährige Bremerin, die mit ihrer Familie in Oberneuland lebt.

Indorf will die Sache langsam angehen lassen. „Ich habe einen Stufenplan. Wenn Frühstück und Kaffee und Kuchen gut angenommen werden, werde ich das Angebot erweitern und einen Mittagstisch anbieten. Auch hauseigenes Eis könnte irgendwann auf der Speisekarte stehen.“

Seit zwei Jahren führt Indorf bereits ein Café in der Stiftungsresidenz Landhaus Horn. Die gebürtige Brasilianerin setzt dabei nicht nur auf Kaffee und Kuchen, sondern bietet ihren Gästen auch Livemusik an. Klavierkonzerte, Cello-Aufführungen und Soloauftritte von Musikerinnen und Musikern stehen unter anderem auf dem Programm. „Das könnte ich mir hier auch gut vorstellen“, sagt die erfahrene Gastronomin.

„Es war schon lange mein Traum, ein eigenes Café zu führen“, berichtet Indorf beim Gang über die Sonnenterrasse an der Borgfelder Heerstraße. Eine Freundin hat ihr gerade eine Hortensie zur Eröffnung vorbeigebracht.

Ob das Café allerdings wie geplant noch in diesem Frühling starten könne, stehe ja noch in den Sternen, räumt Indorf ein. Desinfektionsmittel stehe jedenfalls schon mal am Eingang bereit. Eine neue Kaffeemaschine müsse noch an ihren Platz gerückt werden. In der Mitte des Cafés plant die neue Chefin ein Regal mit regionalen Spezialitäten. „Mein Sohn Niklas und ich, wir imkern beide, es wird also immer Honig angeboten. Ansonsten sind wir offen für alles, was die Leute anbieten wollen.“ Auch Künstlerinnen und Künstler seien willkommen, um in den Räumen an der Borgfelder Heerstraße auszustellen.

An sechs Tischen wird Katiana Indorf während der Corona-Zeit im Innenbereich ihres Cafés Gäste empfangen, sobald das wieder möglich ist. „Ich hoffe auf gutes Wetter und darauf, dass die Leute auch Lust haben, auf der Terrasse zu sitzen“, sagt sie. Die Eröffnung sollte ursprünglich am Gründonnerstag, 1. April, ab 9.30 Uhr in der Borgfelder Heerstraße 41 in Bremen stattfinden. Sobald die Inzidenzzahlen sinken und die Coronaverordnung es zulässt, werde das Café von dienstags bis sonntags in der Zeit von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet sein, sowie nach Vereinbarung, berichtet die Inhaberin. Bislang sei eine Mittagspause zwischen 13 und 14 Uhr geplant. Reservierungen nimmt Katiana Indorf unter der Telefonnummer 0176/ 56837320 sowie unter der E-Mail-Adresse katiana@hotmail.de ab sofort entgegen.

Info

Zur Sache

Über ein Jahrzehnt lang war das Kaffeeklatsch mitten im Borgfelder Ortskern die Adresse für Kuchen, Kunstausstellungen und Klönschnack. Das Borgfelder Kulturforum traf sich hier genauso regelmäßig wie unzählige Gäste, die für die legendären Torten und Gebäcke auch mal von weit her angereist kamen. Unzählige Stachelbeerbaiser- und Buchweizentorten hat die ehemalige Café-Inhaberin Elke Viohl in den vergangenen 13 Jahren gebacken. Mitte März vergangenen Jahres war damit Schluss. Die Inhaberin musste aufgrund der Pandemie schließen. Elke Viohl ging, wie geplant, in den Ruhestand. Und fand schnell eine Nachfolgerin. Doch kurz nach der Eröffnung im Mai vergangenen Jahres, schloss diese das Café überraschend schon zwei Wochen nach der Eröffnungsfeier wieder. Elke Viohl ist nun glücklich, wieder eine Nachfolgerin gefunden zu haben, berichtet sie auf Nachfrage. Denn die Räume hätten eine lange Tradition: Die Borgfelderin Hennita Viohl verkaufte hier einst Fliesen. In den 1950-er Jahren war das. Später diente das Häuschen als Garage. Dann wurde mithilfe eines Architekten ein Café-Betrieb daraus.

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