Diskussion über Agrarpaket Landwirte und Politiker an einem Tisch

Die Bremer CDU organisiert am Freitag, 29. November im Borgfelder Landhaus eine Veranstaltung mit dem Titel „Landwirtschaft braucht Fairness“. Hintergrund ist die Debatte um das Agrarpaket der Bundesregierung.
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Landwirte und Politiker an einem Tisch
Von Antje Stürmann

Borgfeld. „Landwirtschaft braucht Fairness“ ist eine Veranstaltung betitelt, zu der die Bremer CDU für Freitag, 29. November einlädt. Ab 19.30 Uhr soll es im Borgfelder Landhaus, Warfer Landstraße 73, um die aktuelle Landwirtschaftspolitik, deren Auswirkungen und die Befürchtungen der Betroffenen gehen. Das teilt der CDU-Ortsverein Borgfeld mit. Als Gastrednerin hat unter anderem die für Ernährung, Landwirtschaft und gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständige stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann, zugesagt. Außerdem wird der Präsident der Bremischen Bürgerschaft und selbstständige Landwirt Frank Imhoff bei der Veranstaltung mit von der Partie sein.

Das von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) gemeinsam mit der SPD-Umweltministerin Svenja Schulze geschlossene Agrarpaket stößt derzeit bekanntlich auf erheblichen Widerstand in der Landwirtschaft. Mit zahlreichen Protest-Aktionen haben sich Landwirte in den vergangenen Wochen gegen die Agrarpläne der Bundesregierung Luft gemacht. Sie ärgern sich über steigenden Preisdruck, geringe Wertschätzung sowie die Vielzahl neuer Dünge- und Umweltauflagen. Viele von ihnen fühlen sich an den Pranger gestellt und fürchten um ihre Existenz. Die politischen Entscheidungen sind für sie praxisfern und bürokratisch. Auch Borgfelder Landwirte haben sich an den Protesten beteiligt (wir berichteten). Landwirtin und Hofladenbetreiberin Heike Klatte hatte Anfang Oktober gesagt: „Für uns ist die Situation hart. Für uns geht es um die Existenz.“ Sie forderte die Politiker in Berlin auf, über die Inhalte des Agrarpakets zu reden. Der CDU wirft Klatte vor, sie habe es in den vergangenen Jahren versäumt, auf dem Feld zukunftsfähige Landwirtschaft ein eigenes Profil zu entwickeln. Klatte fordert Entscheidungen aus Berlin, die auf wissenschaftlichen Fakten fußen, wie sie sagt. Schließlich stünden die Landwirte im Wettbewerb mit dem Weltmarkt.

Landwirte wie Heike Klatte wollten mitgestalten und nicht allein verantwortlich gemacht werden, das hat auch der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Bremen, Jens Eckhoff, erkannt. Die Bremer CDU, sagt er, wolle nun mit ihrer Veranstaltung „Landwirtschaft braucht Fairness“ Politiker und Landwirte an einen Tisch holen und über die Schwierigkeiten diskutieren.

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