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Svenja Renzel erlebt Déjà-vu beim Urban-ClassX

Schon im Training hatte Dressurreiterin Svenja Renzel eine Volte ausgelassen, bei der Prüfung passierte ihr das Malheur noch einmal. Die Borgfelderin rettete aber immerhin ihre Platzierung.
05.01.2021, 10:05
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann

Landkreis Osterholz. Mai-Britt Puckhaber vom RV Beverstedt hat einen glänzenden Eindruck beim Dressurturnier des RFV Holle-Wüsting im Rahmen der Urban-ClassX-Serie hinterlassen. So schrammte Puckhaber in der M**-Dressur auf ihrem achtjährigen Hannoveraner Wallach Delvestino mit 712,5 Punkten als Fünfte nur um drei Zähler am Sprung auf das Siegertreppchen vorbei.

Martina Tietjen von der RG Bahrenwinkel belegte in dieser Prüfung auf Invisible touch mit 666,5 Punkten Rang 21 und verpasste somit eine Schleife. Es siegte David Taylor vom RFV Holzhausen auf Sir Sinclair H (725). In der M-Dressur heimste Mai-Britt Puckhaber eine weitere Schleife ein. Hier beanspruchte die Beverstedterin auf Delvestino mit 692,5 Zählern die sechste Position. Ebenfalls über eine Platzierung freute sich Svenja Renzel vom RC Wümme als Elfte mit 662,5 Punkten. Dabei stellte die Borgfelderin den neunjährigen Hannoveraner Wallach Damon PM von Besitzerin Sabine Manig erstmals bei einem Turnier vor. Die 26-Jährige hatte ihre Platzierung aber nach einem Fehler eigentlich bereits abgehakt. „Ich habe wie schon zuvor im Training eine Volte vergessen“, berichtete die Berufsreiterin, die unter anderem auch als Bereiterin von Birgit Wellhausen-Henschke vom RC Wümme tätig ist. Eben weil ihr das Malheur bereits im Training unterlaufen war, habe sie sich selbst vor dem Wettbewerb mantraartig wiederholt, die Volte auf keinen Fall wieder auszulassen. „Das war aber dann wohl die selbsterfüllende Prophezeiung. Als ich die Klingel des Wertungsgerichts hörte, wusste ich auch schon, was passiert war“, teilte Svenja Renzel mit. Wenn die Klingel ertöne, müsse der Auftritt an der Stelle vor dem versäumten Element fortgesetzt werden.

Svenja Renzel ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und rettete mit guten Nerven die Platzierung. „Dafür, dass ich erst seit zehn Wochen mit dem Pferd arbeite, bin ich mit meinem Auftritt zufrieden gewesen“, versicherte die Ehefrau von Springreiter Fynn Renzel. Die Dressurreiterin kommt aus der Vielseitigkeit und möchte in den nächsten Wochen beim RFV Holle-Wüsting auch noch an kleineren Springprüfungen teilnehmen. „Die Springarbeit ist auch wichtig für die Dressur. Die beim Springen gewonnene Koordination und Kraft ist auch bei der Dressur von Vorteil“, betonte Svenja Renzel. Sie habe auch das eine oder andere Dressurpferd in ihrem Stall in Borgfeld, das sich fürs Springen eigne. Dies trifft sich gut, da die kommenden Wochen in der Turnierserie des RFV Holle-Wüsting wie bereits im Dezember vom Springen dominiert werden und wegen der Corona-Pandemie andere Veranstaltungen in der Region rar gesät sind. Renzel ist gerade damit beschäftigt, ihre Prüfung zur Pferde-Wirtschaftsmeisterin zu absolvieren.

Bahrenwinkels Martina Tietjen auf Invisible touch und Zoe Lübsen auf Waroona fanden sich mit 627 beziehungsweise 623 Punkten in der M-Dressur auf den Plätzen 29 und 33 wieder. Den Triumph in dieser hervorragend besetzten Prüfung trug Jörn Kubelke vom RV Aller-Weser auf DeeJay BK (706) davon. In einer S-Dressur verfehlte Kim Charlotte Riecke vom RV Sankt Jürgen auf Zacharias mit 779,5 Punkten auf Platz 30 eine Schleife. Hier behauptete sich die Ehefrau des Präsidenten des Bremer Pferdesportverbandes Walter Kind, Heike Kind vom RFC Niedervieland auf Bremer Design (921) in der ersten Abteilung.

In der L-Dressur – Trense – hatte Jana Marten vom RV Sankt Jürgen auf Forastera P kein Wörtchen im Kampf um die Schleifen mitzureden. Sie musste sich beim Sieg von Nane Schwarze vom RV Vechta in der ersten Abteilung auf Rosewood (7,8) mit 4,0 Zählern mit Platz 41 zufrieden geben. Dafür fuhr Marten in der A**-Dressur auf ihrem zehnjährigen Hannoveraner Wallach Sarosh P mit 7,3 Zählern als Zwölfte eine Platzierung ein. Für Mascha Grote vom RC General Rosenberg wurde auf Dornröschen mit 7,4 Zählern sogar Rang zehn notiert. Antonia Witte vom RFV Cloppenburg behauptete sich in diesem Wettbewerb auf Quadrifoglio MT mit der Wertnote von 8,3 Punkten.

Jeanette Geldner-Schurig vom RV Lilienthal bejubelte auf ihrem bereits 14-jährigen Hannoveraner Wallach Don Maximus mit 7,4 Punkten als Neunte eine Schleife in der einfachen A-Dressur. Auch hier hatte Cloppenburgs Antonia Witte auf Quadrifoglio MT (8,2) die Nase vorne. Sankt Jürgens Jana Marten kam auf Forastera P in dieser Prüfung mit 6,7 Zählern nicht über Platz 20 hinaus. Stefan Blanken vom RV Tarmstedt schielte in einer weiteren S-Dressur auf seiner 15-jährigen Hannoveraner Stute Sweet Revenge als Dreizehnter auf eine Platzierung. Mit 747,5 Punkten mangelte es ihm letztendlich auch nur um wenige Zähler an einer Schleife. Kristin Biermann vom RFV Essen behielt auf Zwetcher mit 841,5 Punkten die Oberhand über die gesamte Konkurrenz.

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