Stiftung Nord-West-Natur

Umweltprojekt für Schüler

In Kooperationen mit der Gesamtschule Bremen-Ost und der Borgfelder Hans-Wendt-Stiftung startet die Stiftung Nord-West-Natur ein Umweltprojekt unter dem Titel „Insekten verbinden Stadt und Land“.
10.10.2019, 05:57
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Petra Scheller
Umweltprojekt für Schüler

In Kooperationen mit der Gesamtschule Bremen-Ost und der Borgfelder Hans-Wendt-Stiftung startet die Stiftung Nord-West-Natur ein Umweltprojekt für Schüler, das auch in den Borgfelder Wümme-Wiesen stattfindet.

Matthias Kahrs

Borgfeld. In Kooperationen mit der Gesamtschule Bremen-Ost und der Borgfelder Hans-Wendt-Stiftung startet die Stiftung Nord-West-Natur ein Umweltprojekt unter dem Titel „Insekten verbinden Stadt und Land“. Das Projekt läuft insgesamt über zwei Jahre. Rund 50 Mädchen und Jungen aus zwei neunten Klassen der Gesamtschule- Ost sind an dem Projekt beteiligt. Ihre Feldversuche finden unter anderem in den Borgfelder Wümme-Wiesen statt.

„Der Schwerpunkt unseres Projekts liegt vor dem aktuellen Hintergrund des Insektensterbens“, berichten die Schülerinnen und Schüler. Ihr Fokus fällt bei ihren Untersuchungen vor allen Dingen auf Larven und Insekten, die in Stillgewässern leben. Konkret beschäftigen sie sich mit Libellen, Wasserläufern und Köcherfliegen. „Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei unterschiedliche Landschaften kennen – so erklärt sich auch der Titel, Insekten verbinden Stadt und Land“, berichtet die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Nord-West-Natur, Rebekka Lemb. „Die Untersuchungsorte liegen in besiedelten Gebieten wie Osterholz-Tenever, im Oberneulander Park Höpkensruh und im Naturschutzgebiet der Borgfelder Wümme-Wiesen“, berichtet die Bremer Biologin.

In Borgfeld haben die Neuntklässler bereits zum Projektstart zwei Teiche in der Nähe des Hodenbergerdeichs untersucht. „Beide Gewässer liegen abseits der Wege auf Flächen, die hauptsächlich durch die landwirtschaftliche Nutzung der umliegenden Wiesen beeinflusst werden“, sagt Lemb. Die Flächen ringsherum stehen unter Naturschutz. „Zum Beispiel darf keine Gülle gefahren werden. Außerdem liegen die beiden Teiche im Überschwemmungsgebiet der Wümme“, berichten die Schüler.

Ziel des Projektes sei unter anderem, die Sensibilisierung für Landschafts-, Gewässer- und Artenschutz. Gezeigt werden solle, welche Folgen der Verbrauch von Flächen, der Klimawandel und die Landnutzung für das Ökosystem habe. Unterstützung für das interdisziplinäre Unterrichtsprojekt bekommen die Klassen von Expertinnen und Experten der Bremer Hochschule für technische und angewandte Biologie, der Stiftung Nord-West-Natur und einer Web-Agentur, die bei der Erstellung eines Blogs hilft sowie von dem Wümme-Kalender-Fotografen Matthias Kahrs, der Tipps beim Fotografieren gibt. Das Projekt wird unter anderem von der Umweltlotterie Bingo gefördert.

Weitere Informationen dazu gibt es unter der Webadresse www.bingoumweltbildungsprojekt.home.blog.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+