Sommerfest Verbindung von Musik und Natur

Die Manfred-Hermsen-Stiftung und die Marie-Curie-Schule haben in Borgfeld gemeinsam ein Sommerfest gefeiert. Der Ort war ein besonderer: Das Fest fand im Kinderwald statt.
26.05.2019, 18:21
Lesedauer: 2 Min
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Von Sabine von der Decken

Borgfeld. Als Gastgeschenk hatte er ganz passend einen Walnussbaum aus Hannover im Gepäck. Denn zusammen mit dem Kinderwaldchor Hannover stattete der Musiker und Liedermacher Unmada Manfred Kindel dem Kinderwald Bremen in der Hans-Wendt-Stiftung einen Besuch ab. Anlass war das Sommerfest des Bremer Aufforstungsprojekts der Manfred-Hermsen-Stiftung für Natur und Umwelt, das in diesem Jahr den Sommer gemeinsam mit der Marie-Curie-Schule einläutete. Grundidee des Sommerfests war es, das zwei Hektar große Gelände und dessen Natur mit Mitmachangeboten erlebbar zu machen.

Singen verbindet und bildet eine starke Gemeinschaft, so der Ansatz von Unmada, der während des Sommerfests mit dem Kinderwaldchor unter freiem Himmel für Stimmung sorgte. „Hoppa“, rief der Hannoveraner Musiker und Liedermacher laut in die Menge der Sommerfestgäste. Auf dieses Kommando tanzten Kinder und Erwachsene im Takt seiner Lieder im Amphitheater des Kinderwalds. Ob Walzer oder Polka, Unmada schaffte es in seiner mitreißenden Art, alle auf die „Tanzfläche“ zu bewegen.

Diese Form des Sommerfests sei eine Premiere im Kinderwald, freute sich Projektleiterin Miriam Hermsen. Informationen und Mitmachaktionen boten Ameisenzentrum Ehrhorn, Imkerverein Bremen, BUND, Stiftung Nordwestnatur, Treffpunkt Natur und Umwelt, Förderwerk Bremen und die Hans-Wendt-Stiftung. Kinder, Eltern und Lehrer der Wilhelm-Focke-Oberschule, Marie-Curie-Schule und der Grundschule am Baumschulenweg waren nicht nur Gäste des Fests, sondern trugen zum Gelingen mit eigenen Aktionen bei. So auch Kiriakos Maipas, pädagogischer Mitarbeiter an der Grundschule am Baumschulenweg. Er brachte die Buchfaltkunst Orimoto mit in den Kinderwald. „Unter 100 Blatt geht nichts“, sagte Kiriakos Maipas und zeigte auf „verfaltete“ Bücher, die als Deko-Objekte unter dem Dach des Pavillons hingen. „Das haben Erstklässler gemacht“, erklärte er. Alles ganz einfach, nur bei der doppelt gefalteten „Garnrolle“, da werde es etwas schwieriger.

Für die naturwissenschaftlich ausgerichtete Grundschule am Baumschulenweg passte die Präsentation der Buchfalttechnik thematisch genau zum Sommerfest im Kinderwald. Regelmäßig besuchen die Kinder der Schwachhauser Grundschule ebenso wie andere Schulen aus dem Bremer Stadtgebiet die zwei Hektar große Fläche auf dem Gelände der Hans-Wendt-Stiftung, um hier Bäume zu pflanzen und zu pflegen. Denn, so Miriam Hermsen, das Gelände sei für Schulen aus der Stadt gedacht, die nicht so häufig die Gelegenheit hätten, Natur zu erleben. Prinzipiell ist der Kinderwald an sieben Tagen der Woche geöffnet. Umweltbildung gehört neben Pflanzaktionen zum festen Programm des Kinderwalds Bremen.

Auch die Holzwerkstatt der Marie-Curie-Schule brachte ein Projekt zum Sommerfest mit. Das war Fabian Marold ganz wichtig. Er half den kleinen Besuchern beim Bohren der Birkenholzscheiben, die die Grundlage der selbst gemachten Anhänger bildeten. Monika Wilke, die mit ihrer Tochter Liana das Sommerfest besuchte, war von den Angeboten positiv überrascht. Die jungen Nachbarn Jarla, Maja und Theo gehören zu den regelmäßigen Besuchern des Kinderwalds. Ihnen gefällt es, dass auf dem im Jahr 2012 angelegten Areal so viele Tiere leben und so viel Natur zu finden sei.

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