Anmeldung für Kitajahr 2021/22 in Borgfeld Noch mal kurz die Kita checken

Die Borgfelder Kitas bieten virtuelle Rundgänge an, Videokonferenzen und Onlineformulare. Kurz vor Anmeldeschluss gibt es aber auch noch Chancen auf persönliche Termine.
13.01.2021, 19:30
Lesedauer: 5 Min
Zur Merkliste
Noch mal kurz die Kita checken
Von Antje Stürmann

Borgfeld. Die kleine Besucherrunde am Nachmittag – gibt es nicht mehr. Stattdessen führen die Borgfelder Butjer Eltern nun bei einem virtuellen Rundgang durch die Kita. So können sich Mama und Papa auch in Zeiten ein Bild machen, in denen die Anzahl der Kontakte möglichst gering sein soll. Bis Ende Januar noch sammeln die Borgfelder Einrichtungen Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2021/22 ein.

Die Tagesstätten nutzen in diesem Jahr erstmals bewusst technische Kanäle, um Eltern zu informieren. Das Kinderhaus Am Lehester Deich bietet an diesem Donnerstag um 15.30 Uhr eine Informationsstunde per Videokonferenz für Eltern künftiger Krippenkinder an. „Was wir sonst im direkten Gespräch erzählen, zeigen wir jetzt online“, sagt Leiterin Bettina Newiger. Sie und ihre Kolleginnen wollen Fotos von den Gruppenräumen zeigen, das pädagogische Konzept vorstellen und Fragen beantworten. Den Link finden interessierte Eltern auf der Homepage der Hans-Wendt-Stiftung. 30 Familien, so Newiger, seien bereits angemeldet. 15 Krippenplätze habe das Kinderhaus zu vergeben.

Bei den Borgfelder Butjern gab es zwar einen traditionellen Tag der offenen Tür. Traditionell im Sinne von „wie immer“ war an der Borgfelder Heerstraße jedoch so gut wie nichts. Normalerweise geben sich dort Eltern die Klinke in die Hand, sie stehen eng beieinander und tauschen sich mit den Erzieherinnen vertrauensvoll über die Eingewöhnung, Betreuungszeiten und das pädagogische Konzept aus. So entspannt war es diesmal nicht. Ein strenger Anmelde- und Zeitplan bestimmte den Ablauf. „Trotzdem wurde der Tag der offenen Tür gut angenommen“, sagt Leiterin Anke Grünewald. 40 Mütter und Väter kamen vorbei und ließen sich einzeln, mit Maske im Halbstundenrhythmus beraten. Wenn die Zeit um war, verließen sie den Gruppenraum im Einbahnstraßensystem durch den Garten, sie durften dabei einen Blick in den Gruppenraum werfen. „Kein Elternteil begegnete einem anderen“, sagt Grünewald. So, wie es die Behörden zu diesem Zeitpunkt verlangten.

Wer jetzt noch Infos benötige, finde sie im Netz, sagt Anke Grünewald. Kurze Filme zeigen die Krippe und den Kindergarten. 64 Kindergarten- und zehn Krippenkinder lernen und spielen dort, wenn der Betrieb nicht gerade wegen eines Lockdowns eingeschränkt ist. Viele Fragen, sagt Anke Grünewald, beantworte sie auch am Telefon. „Die Eltern wollen noch mal Dinge wissen, die ihnen durch den Kopf gehen“, zur Eingewöhnung, das genaue Startdatum oder Eckpunkte des Konzepts, an dem sich die pädagogische Arbeit der Einrichtung orientiert. „Viele Eltern treibt auch um, wie die Chancen stehen, einen Platz zu bekommen.“ Grünewalds Antwort: „im Kindergarten gut“. Tatsächlich machten sich die sinkenden Geburtenzahlen bemerkbar. Folge: „In Borgfeld bekommen Borgfelder Kinder über drei Jahren einen Platz.“ Im Krippenbereich sei der Bedarf allerdings größer als das Angebot. Neu in Sachen Anmeldung ist laut Grünewald: „Eltern laden sich die Formulare auf unserer Homepage herunter, anstatt vorbeizukommen.“ Im Flur der Einrichtung liegen aber weiterhin Papier-Formulare. Die ausgefüllten Unterlagen lassen die Eltern der Einrichtungsleitung per Post zukommen oder sie werfen sie in den Hausbriefkasten.

Einzeltermine nach Anmeldung ersetzen auch in den Kindertageseinrichtungen der evangelischen Kirchengemeinde Borgfeld den ungezwungenen Rundgang am Tag der offenen Tür. Volles Haus, sagen die Leiterinnen Petra Scharf und Ann-Kristin Bernhardt-Weiß, war einmal. In diesem Jahr klingelt dafür häufiger das Telefon: „Die Eltern können gern jederzeit in unseren Häusern anrufen und Fragen stellen“, wirbt Petra Scharf. Auch Verabredungen vor Ort seien möglich, damit sich die Eltern einen Eindruck verschaffen können. „Natürlich ohne Kinder, mit Maske und auf Abstand.“ Außerdem biete die Homepage vieles von dem, was Eltern wissen wollen. Das Interesse an den frei werdenden Plätzen sei groß. „Im Kindergartenbereich haben wir aber auch 55 freie Plätze, in der Krippe sind es 17“, sagt Petra Scharf. „Weil wir dafür ausgestattet sind, würden wir uns sehr freuen, wenn Kinder mit besonderem Förderbedarf angemeldet werden.“ Mit insgesamt 167 Plätzen in vier Einrichtungen ist die evangelische Kita die größte in Borgfeld.

In der zweitgrößten, der Murmel (154 Plätze für Kinder von einem bis zehn Jahre), gibt es bis kurz vor Anmeldeschluss noch persönliche Termine. „Ich biete den Eltern an, sich jetzt telefonisch einen Termin zu holen für die Zeit vom 18. Januar bis einschließlich 29. Januar“, sagt Einrichtungsleiter Dennis Köhlenbeck. Eine halbe Stunde habe je eine Person Zeit, sich bei einer kurzen Führung durch das Haus Am Borgfelder Saatland umzuschauen und Fragen zu stellen. Für das abschließende Gespräch müssen sich Eltern warm anziehen: „Das führen wir auf unserem großen Außengelände“, sagt Köhlenbeck. Mehr Infos, Fotos und die Anmeldeformulare gebe es im Internet. Wie in allen Einrichtungen dürfen Eltern die ausgefüllten Unterlagen gern in den Briefkasten werfen. „Wir haben unsere Homepage gerade gründlich überarbeitet.“ Die Klickzahlen, sagt er, haben innerhalb eines Jahres deutlich zugenommen, das Konzept sei viel öfter heruntergeladen worden.

Eltern müssen die künftige Kita ihres Kindes in diesem Jahr in kürzerer Zeit, aus der Ferne oder per Video beurteilen. Dennoch, da sind sich die Leiterinnen und Leiter aller Einrichtungen einig, sei das Kennenlernen für alle Beteiligte extrem wichtig. „Je besser Eltern sich informieren, desto weniger Schwierigkeiten gibt es bei der Eingewöhnung und desto entspannter können sie nach der Elternzeit den Wiedereinstieg in die Arbeit planen“, weiß Anke Grünewald. Einen Grund nennt Dennis Köhlenbeck: „Wie sich Eltern mit ihrer Entscheidung fühlen, geben sie an ihr Kind weiter – ob sie wollen, oder nicht.“ Deshalb, sagen Bettina Newiger und Petra Scharf, sollten Eltern ein gutes Bauchgefühl haben, wenn sie ihr Kind in einer Einrichtung anmelden. Die Öffnungszeiten sollten zu ihren beruflichen Plänen passen, denn in der Regel bleibe ein Kind bis zu seinem Schuleintritt sechs Jahre angemeldet.

Info

Zur Sache

Weitere Informationen im Internet

Die Homepage des Kinderhauses Am Lehester Deich ist zu finden unter www.hans-wendt.de (unter dem Reiter „Unsere Kinderhäuser/Kindergärten“). Informationen über die Einrichtung Borgfelder Butjer gibt es unter der Adresse: www.butjer.de und die Kindertageseinrichtungen der evangelischen Kirchengemeinde Borgfeld stellen ihr Angebot unter www.kita-borgfeld.de vor; Anmeldeformulare gibt es auf der Internetseite des Landesverbandes der evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder unter dem Punkt „Anmeldung& Kosten Kitas“. Einen Eindruck von der Kindertagesstätte „Murmel“ Am Borgfelder Saatland erhalten Eltern unter www.kiga-murmel.de. Der Landkindergarten Timmersloh lädt für Sonnabend, 16. Januar, von 10 bis 12 Uhr zum Tag der offenen Tür. Teilnahme nur nach Anmeldung (www.landkindergarten-timmersloh.de). Wichtig: Die Anmeldung für einen Platz in einer Bremer Kindertageseinrichtung ist nur gültig, wenn den Unterlagen der Kita-Pass im Original beiliegt. Dieses Dokument, das eine ID enthält, erhalten Eltern in der Regel per Post von den Behörden. Mit der Verwendung der Identifikationsnummer soll ausgeschlossen werden, dass es zu Doppelanmeldungen kommt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+