2. (LG)-Freihand-Bundesliga Nord Die Relegation ist nun das Ziel

Nach Jahren, in denen die Sportschützen Bremen sogar an der Ersten Luftgewehr (LG)-Freihand-Bundesliga Nord schnupperten, ist nun die Zweitklassigkeit in höchster Gefahr
08.12.2021, 13:57
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann

Nach Jahren, in denen die Sportschützen Bremen sogar an der Ersten Luftgewehr (LG)-Freihand-Bundesliga Nord schnupperten, ist nun die Zweitklassigkeit in höchster Gefahr. „Wir konnten gegen die beiden Tabellenführer leider keine Siege einfahren“, stellte der Sportschützen-Vorsitzende Andreas Brenneke nach den beiden 2:3-Niederlagen beim Zweiten SB Freiheit II und dem Ersten SV Bramstedt in Clausthal-Zellerfeld fest.

SB Freiheit II – Sportschützen Bremen 3:2: Die Erstliga-Reserve genoss Heimrecht im Schützenheim der SG Zellerfeld. Die Gastgeber waren auch von der Nummer eins bis zur Nummer fünf topbesetzt. Niemand erzielte weniger als 387 Ringe. Dennoch hielt der Außenseiter hervorragend mit. Das lag auch an dem herausragenden Ergebnis von Nicklas Kildehøj. Die dänische Nummer eins der Lesumer leistete sich gerade einmal zwei Neunen bei zwei optimalen 100er Serien.

„Das Ergebnis von Nicklas ist deshalb auch schon hervorzuheben“, betont Andreas Brenneke. Die ebenfalls starken 393 Ringe von Freiheits Pamela Bindel langten deshalb mal ausnahmsweise nicht zum Einzelsieg. Sören Meissner legte die Messlatte für Lesums Guido Flierbaum mit ebenfalls 393 Ringen sehr hoch. An einem guten Tag hätte Flierbaum diese Hürde auch überspringen können. Doch er musste sich mit 384 Ringen zufriedengeben. Kevin Standhartinger hätte derweil schon an seine Leistungsgrenze gehen müssen, um die 392 Ringe von Jacqueline Völker zu knacken.

Die einzige wirkliche Enttäuschung beim Gast war Eyleen Heuwinkel. Diese blieb mit 378 Ringen weit unter ihren Möglichkeiten. Die 387 Ringe von Lina Meier wären für die einstige Nummer eins der Sportschützen nicht außerhalb der Reichweite gewesen. Sie hätte in Normalform für einen Überraschungserfolg der Nordbremer sorgen können. So aber wurden die bärenstarken 388 Ringe von Lesums Jens Hinrichs am Ende nicht belohnt. Dieser bewies Nervenstärke und hielt seine Widersacherin Hanna Engelken um einen Ring auf Distanz. „Das war eine gute Leistung von Jens“, freute sich auch Andreas Brenneke.

SV Bramstedt – Sportschützen Bremen 3:2: Es setzte gleich die nächste knappe Niederlage am dritten von insgesamt vier Wettkampftagen. Da die Nordbremer auch mit ihrem anderen Spitzenmann aus Dänemark, Niels Overgaard, angereist waren, ersetzte dieser seinen Landsmann Nicklas Kildehøj trotz dessen Top-Ergebnisses im ersten Duell. Dieser rechtfertigte seine Aufstellung mit einer fast ebenso tadellosen Vorstellung. Mit 394 Ringen stand er seinem Landsmann in kaum etwas nach. Damit hatte der Däne um einen Ring die Nase vorne und legte damit die Grundlage für einen möglichen Triumph.

Doch Guido Flierbaum kam an diesem Tage einfach nicht an seine Spitzenergebnisse vergangener Tage heran. Mit 380 Ringen hatte er keine Chance gegen Bramstedts Patricia Preiß (390). Im vorausgegangenen Aufeinandertreffen mit dem SV Olympia Dörm/Dörpstedt hatte sich Preiß noch mit 381 Ringe begnügen müssen und trug damit eine Mitschuld an der bisher einzigen Saisonniederlage des Klassenbesten.

Kevin Standhartinger packte noch einmal sechs Ringe im Vergleich zum ersten Match drauf und holte damit seinen Einzelzähler gegen Paula Ströbel. „Damit kann Kevin sehr zufrieden sein“, erklärte Andreas Brenneke. Nach hinten heraus wäre der Spitzenreiter auch durchaus zu packen gewesen. Hätte Jens Hinrichs seine Darbietung aus der Partie gegen die SB Freiheit II wiederholt, wäre das Team aus dem Bremer Norden auch als Sieger vom Stand gegangen.

Für die schwächelnde Eyleen Heuwinkel kam Philipp Koschinsky neu in die Formation. Die 383 Ringe, die dieser für einen Erfolg über Kathrin Buschmann hätte anbringen müssen, wären auch kein Hexenwerk für ihn gewesen. Weil er aber nicht über 377 Ringe hinaus kam, befindet sich das Team nun in der einer prekären Situation. „Die Lage hat sich weiter verschlimmert“, bestätigte Brenneke. Am letzten Wettkampftag in Braunschweig am 9. Januar treten die Lesumer gegen den Drittletzten SSV Kassau an.

„Da müssen wir versuchen, noch einen Sieg zu erringen. Als derzeit Vorletzter hätten wir dann noch die Chance, durch die Relegation den Klassenerhalt zu erzielen“, teilte Andreas Brenneke mit.

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