Aufstiegskampf

21 Ringe von der 1. Bundesliga entfernt

Die Sportschützen Bremen verbleiben in der 2. Luftgewehr-Freihand-Bundesliga. Beim Wettkampf in Hannover belegten sie unter sechs Teams den vierten Platz.
29.01.2020, 15:46
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Von Karsten Hollmann
21 Ringe von der 1. Bundesliga entfernt

Cecilia van Dongen erzielte für die Sportschützen Bremen im zweiten Durchgang 392 Ringe.

Christian Kosak

Lesum. Die positive Nachricht ist, dass die Sportschützen Bremen keine Bank ausrauben müssen, um den finanziellen Kraftakt in der 1. Luftgewehr-Freihand-Bundesliga stemmen zu können. Mit dem vierten Platz verpasste der Vizemeister der 2. Bundesliga Nord schließlich in den beiden Aufstiegsrunden in Hannover den Sprung in die Beletage des deutschen Schießsports.

Bereits einen Tag vor den Wettkämpfen trafen bis auf Cecilia van Dongen bereits alle Lesumer Schützen in Hannover ein. Nach dem Einchecken im Hotel ging es direkt zum Landesleistungszentrum, um eine kleine Trainingseinheit zu absolvieren. „Am Sonntagmorgen fuhren wir nach dem Frühstück zum Stand, wo Cecilia mit ihren Eltern schon auf uns wartete“, teilte der Sportschützen-Vorsitzende Andreas Brenneke mit.

Die Nationalschützen Dänemarks und der Niederlande, Nicklas Kildehoj und Jelle Wind, standen den Nordbremern wegen anderer Wettbewerbe nicht zur Verfügung. Es hätte aber ohnehin nur ein Nicht-Deutscher für die Lesumer starten dürfen. Somit bestand das Team beim ersten Wettkampf aus Eyleen Heuwinkel, Cecilia van Dongen, Guido Flierbaum, Kevin Standhartinger und Jens Hinrichs. „Alle waren aufgeregt und gespannt, was an diesem Tag machbar ist und wo man mit seinen Leistungen überhaupt stehen würde“, äußerte sich Andreas Brenneke.

Eyleen Heuwinkel bestätigte dann ihre große Konstanz wieder einmal und erzielte sehr gute 393 Ringe. Cecilia van Dongen und Kevin Standhartinger kamen jeweils auf 386 Ringe. Guido Fierbaum und Jens Hinrichs standen diesen Leistungen mit 385 beziehungsweise 383 Ringen aber in kaum etwas nach. „Nach Abschluss des ersten Wettkampfs war schon abzusehen, für welche Mannschaften es nach oben gehen könnte. Da waren wir schon etwas abgeschlagen und lagen nur auf Platz vier“, berichtete Brenneke. Die Teams auf den beiden ersten Positionen, SV Kamen aus der 2. Liga West und der Dritte der 2. Liga Nord, SV Ladekop, seien schon sehr stark gewesen, wodurch ein möglicher Aufstieg in weiter Ferne rückte.

„Der zweite Durchgang verlief ähnlich, aber mit einer kleinen Steigerung unsererseits“, teilte Andreas Brenneke mit. Cecilia van Dongen verbesserte sich um sechs Ringe und verzeichnete somit ebenso wie Eyleen Heuwinkel 392 Ringe. Auch Jens Hinrichs legte mit 387 Ringen noch eine Schippe drauf. Kevin Standhartinger und Guido Flierbaum enttäuschten mit ihren 385 beziehungsweise 383 Ringen auch keinesfalls. Es blieb allerdings bei Position vier. Am Ende fehlten aber nur zwei Ringe zum Drittplatzierten PSS Inden/Altdorf – zum Aufstieg mangelte es an 21 Ringen.

„Es war eine schöne Erfahrung, an einem Aufstiegswettkampf zur 1. Bundesliga teilzunehmen. Es wurde dem Team aber auch aufgezeigt, dass wir das Niveau für die 1. Bundesliga bei Weitem noch nicht erfüllen können“, bilanzierte Brenneke. Da würden auch die besten Trainingsergebnisse nichts nützen, wenn die Darbietungen beim Wettkampf nur teilweise umgesetzt werden könnten.

„Wenn es irgendwann das Ziel des Teams ist, die 1. Bundesliga anzustreben, muss bei jedem Schützen die Neun in der Mitte des Ergebnisses stehen“, betonte Andreas Brenneke. Dies sei derzeit aber eben nur bei Eyleen Heuwinkel und Cecilia van Dongen der Fall. „Es war aber trotzdem eine tolle Saison mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft in der 2. Bundesliga Nord und mit einem super Team, inklusive der treuen Helfer und Betreuer“, so Brenneke. Neben Kamen steigt mit Ladekop nun ein Team auf, das sich in der 2. Liga noch hinter den Lesumern einordnen musste.

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