Arbeiten an Schulen und Kita in Bremen-Nord Mehr Platz für Klassen und Inklusion

An vier Schulen und einer Kita in Bremen-Nord stehen in den Sommerferien Arbeiten an. Es gibt zwei Schwerpunkte: den Aufbau von Mobilklassen und den Umbau von Räumen für spezielle Förderklassen.
23.07.2021, 17:19
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Mehr Platz für Klassen und Inklusion
Von Julia Ladebeck

Bremen-Nord. Regelmäßig nutzt Immobilien Bremen (IB) die Sommerferien für Arbeiten in Schulen und Kindertagesstätten. Auch in diesem Jahr sind Handwerker im Auftrag der Liegenschaftsverwaltung der Stadt in ganz Bremen aktiv. In Angriff genommen werden kleinere Bau- und Sanierungsarbeiten sowie räumliche Erweiterungen. In Bremen-Nord stehen in den kommenden Wochen fünf Projekte an, die zum Beginn des neuen Schul- oder Kita-Jahres abgeschlossen sein sollen.

Die Arbeiten haben in diesem Jahr zwei Schwerpunkte: den Aufbau von Mobilklassen und die Herrichtung von Räumen, die künftig von sogenannten W+E-Klassen (W+E steht für den Förderschwerpunkt Wahrnehmung und Entwicklung) genutzt werden können, erläutert Fabio Cecere, der bei IB für die Unternehmenskommunikation zuständig ist.

Um den laufenden Betrieb etwa durch besonders lärm- oder schmutzintensive Arbeiten nicht zu stören, kommen die Handwerker in den Sommerferien. Das gilt auch für Maßnahmen die eine Nutzung der Gebäude kurzzeitig unmöglich machen, zum Beispiel, weil der Strom abgeschaltet werden muss oder Grundreinigungen stattfinden. "Die Bauvorhaben wurden so terminiert, dass sie zum Beginn des neuen Schuljahrs in aller Regel abgeschlossen sind", so Cecere. Bis dahin sollen auch zusätzliche Raumkapazitäten zur Verfügung stehen, weshalb in den kommenden Wochen an mehreren Schulstandorten Mobilbau-Anlagen errichtet werden. Dazu gehören das Schulzentrum des Sekundarbereichs II in Blumenthal und die Grundschule Grambke.

Am Schulzentrum Blumenthal wird der bereits vorhandene Mobilbau durch eine zweigeschossige Anlage erweitert. Dadurch stehen zum Beginn des neuen Schuljahres unter anderem vier zusätzliche, jeweils rund 56 Quadratmeter große Klassenzimmer zur Verfügung. Hinzu kommen zwei Kursräume, ein Teamraum und Toilettenanlagen. Die Erdarbeiten sind bereits weitgehend abgeschlossen, sodass die Mobilbauten in der kommenden Woche angeliefert werden können.

An der Grundschule an der Gramkber Heerstraße entsteht auf dem vorderen Schulhof eine zweigeschossige Mobilbau-Anlage mit einer Bruttogrundfläche von rund 177 Quadratmeter. Sie bietet unter anderem Platz für zwei zusätzliche Klassenräume, erläutert der IB-Sprecher. Dadurch könne die Zahl der Schülerinnen und Schüler von derzeit circa 180 auf 210 erhöht werden. Die Kosten für den Aufbau und die Miete für die Mobilbauten über fünf Jahre belaufen sich nach Angaben von Cecere auf 499.000 Euro.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit, die das Bestandsmanagement von Immobilien Bremen während der Sommermonate erledigt, liegt auf der Schaffung von Räumen für W+E-Klassen. An der Tami-Oelfken-Schule am Lüssumer Ring wird ein Raum für diesen sonderpädagogischen Förderschwerpunkt hergerichtet. Dafür werden Fußboden und Unterdecken erneuert und die erforderlichen Malerarbeiten ausgeführt. Hier werden circa 40.000 Euro investiert.

Um den Ausbau von zwei großzügigen Differenzierungsräumen geht es in der Oberschule In den Sandwehen in Lüssum. Um den dafür erforderlichen Platz zu schaffen, werden zunächst die Wände zwischen jeweils zwei vorhandenen Klassenzimmern durchbrochen. Die umgestalteten Räume erhalten danach unter anderem neue Fußböden und Akustikunterdecken, zudem werden kleine Küchenzeilen installiert. Die Arbeiten kosten laut Cecere 117.000 Euro.

Ein Teilumbau steht in den Sommerferien außerdem in der Kindertagesstätte an der Tidemannstraße in Grohn auf dem Plan. Dort geht es laut Cecere darum, vorhandene Räume an die Anforderungen von Kindern unter drei Jahren anzupassen. Für Krippengruppen werden unter anderem die sanitären Anlagen umgestaltet und Waschtische tiefer gesetzt. Die erforderlichen Kanalbauarbeiten seien bereits angelaufen. Die Umbaumaßnahme in der Kita kostet etwa 60.000 Euro.

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