Fußball-Bezirksliga Bremen

Die Siegesserie ist gerissen

Der Aufsteiger 1. FC Burg muss sich im 15. Saisonspiel erstmals mit einem Remis, einem 2:2 gegen ATS Buntentor, begnügen.
02.12.2019, 15:43
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Von MARTIN PRIGGE
Die Siegesserie ist gerissen

Christian Bohnhardt (links/TSV Farge-Rekum) hat sich in dieser Szene gegen Lesums Bah Ibrahima durchgesetzt.

CARMEN JASPERSEN

Bremen-Nord. Die Siegesserie des 1. FC Burg in der Fußball-Bezirksliga Bremen hat ein Ende gefunden. Der Spitzenreiter bleibt durch das 2:2-Remis gegen ATS Buntentor allerdings weiterhin seit 15 Partien ungeschlagen. Das Derby des 15. Spieltages entschied die TSV Farge-Rekum mit 3:0 gegen den TSV Lesum-Burgdamm für sich und holte damit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Mit 1:1 trennten sich der Blumenthaler SV II und der FC Roland Bremen. Die SG Aumund-Vegesack II feierte einen 3:1-Erfolg über den SC Lehe-Spaden.

TSV Farge-Rekum – TSV Lesum-Burgdamm 3:0 (2:0): Im Hinspiel hatte Lesum mit 5:4 die Nase vorn gehabt. Farge als 15. mit zehn Punkten hat nun den Rückstand auf Lesum (14./12 Zähler) verringern können. „Beide Teams aus Bremen-Nord und beide im Abstiegskampf – das ist eine üble Situation“, brachte es Lesums Trainer Erkan Köseler auf den Punkt. Die Gastgeber entschieden das Spiel mit dem Köpfchen: Alle drei Treffer wurden mit dem Kopf erzielt. „Wir konnten uns für eine gute Leistung endlich mal wieder belohnen“, freute sich Farge-Coach Malte Golla, dessen Team die Zügel während der Partie nicht aus der Hand gab.

Zunächst platzierte Christian Bohnhardt eine Ecke auf Sinan Schledz, der zum 1:0 einköpfte (22.). Noch vor der Pause erhöhte Nico Gnutzmann nach einer Flanke auf 2:0 (40.). Jonathan Schäfer vollendete dann das erfolgreiche Kopfballspiel (46.). „Farge hat das verdient gewonnen. Wir sind viel zu spät aufgewacht. Einige hundertprozentige Torchancen haben wir am Ende nicht genutzt. Farge wollte den Sieg mehr als wir“, sagte Erkan Köseler.

1. FC Burg – ATS Buntentor 2:2 (1:1): Irgendwann würde der Tag kommen, dessen war sich FCB-Trainer Sascha Steinbusch sicher. Ausgerechnet im ersten Rückrundenspiel passierte es dann: Erstmals seit Saisonbeginn gab es keine drei Punkte für den souveränen Tabellenersten. „Man muss in unserer Situation auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein. Wer denkt, dass man immer durch die Bezirksliga so durchläuft, irrt sich. Deshalb bin ich auch zu 100 Prozent zufrieden“, sagte Sascha Steinbusch.

Buntentor wehrte sich gegen die vielen Burger Angriffe zunächst mit Erfolg und erzielte selbst den ersten Treffer. Nach zehn Minuten markierte Marcel Manasse die Führung der Gäste. Eine Viertelstunde später wurde der Burger Routinier Manfred „Manni“ Klein im Strafraum gefoult – den anschließenden Elfmeter nutzte Benett Heimer zum 1:1 (25.).

Direkt nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte setzte sich Julian Kubicek durch und brachte Burg in Führung (47.). „Danach haben wir aber das Fußballspielen eingestellt“, berichtete Steinbusch. Simon Alves Martins sorgte so folgerichtig für den 2:2-Endstand (70.). Dem 1. FC Burg fehlte bei Lattentreffern von Julian Kubicek, Alexander Kensel und „Manni“ Klein das Quäntchen Glück.

FC Roland Bremen – Blumenthaler SV II 1:1 (1:1): Stefan Urbainczyk rettete der BSV-Reserve letztlich einen Punkt. In der 38. Minute erzielte der Blumenthaler nach einem Freistoß von Florian Schwingel das 1:1, bei dem es bis zum Abpfiff blieb. Roland ging nach zwölf Minuten durch einen abgefälschten Torschuss von Ahmad Amiri in Führung, doch die Gäste konnten sich herankämpfen. „Wenn die Mannschaften ihre Möglichkeiten genutzt hätten, wäre das Ergebnis höher ausgefallen“, meinte Peter Rosenfeldt, Vater des BSV-Spielertrainers Daniel Rosenfeldt. Acht Minuten vor dem Abpfiff standen die Fußballer plötzlich im Dunkeln – die Flutlichtanlage war ausgefallen. „Die Partie wurde unterbrochen und wir haben alles getan, um die Konzentration hochzuhalten und das Unentschieden über die verbleibende Zeit zu bringen“, berichtete Rosenfeldt, der sich mit der Punkteteilung zufrieden zeigte.

SG Aumund-Vegesack II – SC Lehe-Spaden 3:1 (0:1): „Wir waren die ganze Zeit dominant, aber haben den Zug zum Tor nicht bekommen. Außerdem haben wir die erste Viertelstunde verschlafen“, berichtete Vegesacks Co-Trainer Malik Öztekin. Weil die SAV-Abwehr in der achten Minute neben sich stand, konnte Justin Schade das 1:0 für die Seestädter erzielen.

Letztlich gelang es der SAV-Reserve, die Wende zu schaffen. Nachdem Ahmed Atris nach einer Stunde einen Elfmeter vergeben hatte, machte es Tom Wittkowski mit einem Doppelschlag zum 2:1 (71./80.) besser. Mit einem sehenswerten Schuss aus 35 Metern zum 3:1 setzte Pascal Adjeapon kurz vor Ende den Schlusspunkt (84.) einer wie schon im Hinspiel hitzig und intensiv geführten Partie, mit der SAV II den dritten Platz festigte.

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