Handball-Landesliga Bremen Hägermann: Eine peinliche Darbietung

Beim SV Grambke-Oslebshausen ist der Worst-Case eingetreten. Eine Woche vor dem Derby gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen II verlor er das Kellerduell gegen die HSG Verden-Aller mit 27:35 und ist Letzter.
24.11.2019, 18:09
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Von Olaf Kowalzik

Grambke. Bei den Landesliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen ist der Worst-Case eingetreten. Eine Woche vor dem Derby zu Hause gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen II ließen sie sich im Kellerduell mit 27:35 (11:15) von der HSG Verden-Aller übertölpeln. Damit rutschten sie mit 3:15 Punkten an das Tabellenende ab.

„Das war von uns eine peinliche Darbietung„, nahm SVGO-Trainer Marcel Hägermann kein Blatt vor den Mund. „Wir sind einzig und allein an uns selbst gescheitert“, senkte er den Daumen eindeutig nach unten. Was den Übungsleiter der Gelb-Blauen derart frustrierte, das war das enorme Fehlerspektakel, das sich seine Männer in der Domstadt erlaubten. Sieben Pässe spielten sie zum Tempogegenstoß nach vorne, nur ein einziger kam davon an. Den setzte Melvin Bülow zum 9:10-Anschluss in die gegnerischen Maschen.

Nicht viel besser lief es im gebundenen Angriffsspiel, in dem sie sich ebenso reichlich Fehlwürfe wie Fehlpässe gönnten. „Dabei haben wir es überhaupt nicht geschafft, hinter den vorgezogenen HSG-Verteidiger zu spielen", bemängelte Hägermann. Normalerweise hatten die Vorzeichen für sein Team sogar ganz gut gestanden, denn während beim Gastgeber der verletzte Haupttorschütze Jannik Rosilius (32 Tore aus vier Spielen) fehlte, rückten die Gelb-Blauen mit Ausnahme von Björn Bischof mit voller Kapelle an. Aber schon die frühe Verletzung von Tobias Götz entpuppte sich beim SV Grambke-Oslebshausen als böses Omen. Der Kreisläufer hatte sich einen Finger ausgekugelt und konnte anschließend nicht mehr mitwirken.

Die Vorentscheidung spielte sich schon nach dem 10:11 von Philip Schmidt ab, als die Nordbremer über 10:14 und 14:20 aufs Abstellgleis gerieten (38.). Da konnte Fynn Bödeker zwischen den SVGO-Pfosten noch so gut halten und selbst fünf Verdener Strafwürfe den Weg in sein Tornetz verwehren – seine Vorderleute schlugen daraus kein Kapital.

Als die Gelb-Blauen einen 21:29-Rückstand durch Pascal Hinrichs bis auf 25:30 verkürzten, blieben die Niedersachsen cool und hielten den Ball aufreizend lange in ihren Reihen, ohne dass das ersehnte Schiedsrichterzeichen für ein Zeitspiel folgte. Nach dem 27:32 von Igor Hergert netzte die HSG Verden-Aller schließlich noch dreimal in Unterzahl zum 35:27-Endstand ein. Und sie ließen einen maßlos enttäuschten Gäste-Trainer Marcel Hägermann zurück, dessen Team in den ersten beiden von drei Schicksalsspielen gepatzt hat. „Mit einem Sieg wären wir am unteren Mittelfeld dran gewesen. Jetzt stehen wir da, wo wir überhaupt nicht hin wollten.“

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