Ruhe an der Bahnstrecke 1,86 Millionen Euro für Lärmschutz in Grambke

Seit Jahren fordern Anwohner und der Beirat Burglesum, dass die Lücke in der Lärmschutzwand in Grambke geschlossen wird. Jetzt entscheidet die Baudeputation über die Bereitstellung von 1,86 Millionen Euro..
27.04.2022, 19:00
Lesedauer: 1 Min
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1,86 Millionen Euro für Lärmschutz in Grambke
Von Julia Assmann

Die Deputation für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung wird an diesem Donnerstag über die Bereitstellung von Finanzmitteln für den Bau einer Lärmschutzwand an der Bahnstrecke in Grambke entscheiden. Es geht um 1,86 Millionen Euro. Die Anwohner der Grönlandstraße können also auf baldige Ruhe vor dem Bahnlärm hoffen. Wie aus der Deputationsvorlage hervorgeht, soll die Lärmschutzwand bis Ende dieses Jahres stehen. Damit wird umgesetzt, was Anwohner und der Beirat Burglesum seit Jahren fordern.

An der Bahnstrecke war 2014 eine etwa 40 Meter breite Lücke geblieben, als die Bahn eine Lärmschutzwand installierte. Der Hintergrund: Aufgrund der Gesetzeslage war die Bahn rechtlich nicht dazu verpflichtet, an dieser Stelle für Ruhe zu sorgen. Denn sie muss nur dann Lärmschutzmaßnahmen für Häuser an Streckenabschnitten finanzieren, wenn diese vor 1974 erbaut wurden. Somit hatten die Anwohner im Alwin-Lonke-Quartier das Nachsehen, denn der Bebauungsplan für das Wohngebiet war erst 1975 rechtsgültig geworden.

Ursprünglich war geplant, die Lücke in der Lärmschutzwand bereits bis Ende 2021 zu schließen. Das Projekt verzögerte sich jedoch aus verschiedenen Gründen. Unter anderem, weil der hauptverantwortliche Sachbearbeiter drei Monate im Corona-Krisenstab eingesetzt war. Weil aus dem Bau im vergangenen Jahr nichts wurde, standen für das Vorhaben 500.000 Euro Fördermittel aus dem kommunalen Investitionsförderprogramm des Bundes nicht mehr zur Verfügung, die eigentlich eingeplant waren. Um das Geld in Anspruch nehmen zu können, hätte der Bau bis Ende 2021 abgeschlossen sein müssen.

"Ohne Umsetzung der Maßnahme sind die angrenzenden Wohngebiete weiterhin stark vom Bahnlärm beeinträchtigt. Es drohen Abwanderungen ins Umland sowie insbesondere gesundheitliche Folgekosten durch die Lärmbelastung", heißt es in der Deputationsvorlage.

Wie berichtet, wird die Lärmschutzwand auf dem Grundstück der Wohnungsbaugesellschaft Vonovia errichtet. Für den Bau müssen etwa 30 Bäume gefällt werden. Die Instandhaltung der Lärmschutzwand übernimmt die Stadt.

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