Breitbandausbau in Bremen-Nord

Schnelles Internet im Werderland

Wenn es um die Datengeschwindigkeit im Internet geht, sind die Haushalte im Werderland derzeit noch benachteiligt. Doch ab Mai wird gebaut.
30.01.2020, 17:34
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Schnelles Internet im Werderland
Von Julia Ladebeck

Werderland. Wenn es um die Datengeschwindigkeit beim Herunterladen von Inhalten aus dem Internet geht, sind die Haushalte im Werderland derzeit noch benachteiligt. Das soll sich jetzt jedoch ändern: In den kommenden Monaten steht dort der Breitbandausbau an. Voraussichtlich ab Mai werden die Haushalte an der Lesumbroker Landstraße an das schnellere Internet angeschlossen. Peer Beyersdorf, Geschäftsführer des Breitband Kompetenz-Zentrums Niedersachsen-Bremen, und Dirk Lübkemann sowie Kay-Oliver Bollmann von der Gesellschaft Deutsche Telekom Technik stellten das Vorhaben jetzt in der Sitzung des Beirats Burglesum vor.

Der Breitbandausbau wird vom Bund dort gefördert, wo die Telekommunikationsunternehmen jetzt und in den nächsten drei Jahren keine 30 Mbit/s-Versorgung im Download gewährleisten können. Das trifft auf das Werderland und weitere Orte in Bremen zu, wie ein sogenanntes Markterkundungsverfahren vor einigen Jahren ergeben hatte. Insgesamt beträgt das Förderpaket für die Versorgung der insgesamt 540 betroffenen Bremer Haushalte 2,6 Millionen Euro.

In Bremen-Nord bekommen in den kommenden Monaten die Haushalte im Werderland und weitere an einem Teil des Vorlöhnhorster Wegs schnelleres Internet. Ziel ist nach Angaben von Peer Beyersdorff eine Datengeschwindigkeit von mindesten 50 Mbit/s im Download. Über die geplante Vectoring Technologie seien zum Teil Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s möglich. Die Arbeiten, die nach einer Ausschreibung die Deutsche Telekom übernimmt, sollen Anfang Mai beginnen und Anfang Oktober abgeschlossen sein.

Bei der Verlegung der rund 13 900 Meter Glasfaserkabel und den notwendigen Tiefbauarbeiten über etwa 7400 Meter im Werderland muss sich die Telekom mit dem Deichverband und der Naturschutzbehörde abstimmen, erläuterte Dirk Lübkemann. Zusätzlich werden im Werderland fünf neue Technikschränke, sogenannte Multifunktionsgehäuse, aufgestellt und an das neue Glasfasernetz angeschlossenen. Auch in Aumund-Hammersbeck wird so ein Schrank platziert.

Damit die grauen Kabel-Verteilerkästen an der Lesumbroker Landstraße möglichst nicht durch Graffiti verunstaltet werden und optisch ansprechender wirken, sollen sie nach der Aufstellung farbig gestaltet werden, beschloss der Beirat Burglesum. Das Ortsamt soll deshalb Kontakt zu Schulen, Kindergärten und den zuständigen Fachbereichen aufnehmen, um ein entsprechendes Projekt ins Leben zu rufen.

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