Handball-Bremen-Liga der Frauen

Trostmann verhindert Schlimmeres

Die Torfrau des abstiegsgefährdeten SV Grambke-Oslebshausen II hat eine noch höhere Niederlage verhindert. Aber auch das 13:31 gegen die SG Findorff II war noch deftig genug.
16.01.2019, 15:35
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann

Bremen-Nord/Schwanewede. Im Titelrennen der Handball-Bremenliga der Frauen scheint alles auf einen Zweikampf hinauszulaufen. Während der TuS Komet Arsten II seine Spitzenposition dank eines 21:17-Erfolges bei der HSG Vegesack-Hammersbeck verteidigte, bleibt die HSG Schwanewede/Neuenkirchen dem Tabellenführer nach einem 34:28-Sieg bei der SG Buntentor/Neustadt dicht auf den Fersen. Die HSG Lesum/St. Magnus behält nach der 18:23-Schlappe beim TS Woltmershausen die rote Laterne. Drei Zähler mehr als Lesum/St. Magnus auf dem Konto hat der SV Grambke-Oslebshausen II, der sich der SG Findorff II deutlich mit 13:31 geschlagen geben musste.

SV Grambke-Oslebshausen II – SG Findorff II 13:31 (6:16): Der Gastgeber verwandelte gerade einmal zwei der insgesamt acht Strafwürfe. „Die Treffsicherheit bei Siebenmetern ist ein bekanntes Manko meiner Mannschaft“, erinnerte SVGO-II-Akteurin Charline Fricke.

Nur in den ersten zehn Minuten verlief das Spiel ausgeglichen. „Nachdem Findorff II dann sein Time-out genommen hatte, haben wir nicht mehr ins Spiel gefunden“, erklärte Fricke, die das Rückzugsverhalten ihres Teams insgesamt schlecht fand. „Dazu gesellten sich noch sehr viele Tempogegenstöße durch Fehlpässe und Unaufmerksamkeiten“, stellte Charline Fricke fest. Allein ihrer Torhüterin Sonja Trostmann sei es zu verdanken gewesen, dass der Vorsprung und somit das Endergebnis nicht noch größer ausfielen, stellte Charline Fricke fest.

SV Grambke-Oslebshausen II: Trostmann; Schultze (1), Rabenhold (2/1), Fricke, Jana Voß, Retzlaff (2), De Jonge, Hapke (3), Schmidt, Alina Voß (2/1), Pahler (3).

SG Buntentor/Neustadt – HSG Schwanewede/Neuenkirchen 28:34 (12:18): „Wir haben uns gegen den Tabellenvorletzten unerwartet schwer getan und gegen gute Gastgeberinnen nur sehr langsam ins Spiel gefunden“, teilte HSG-Trainer Ulf Dremel mit. Seiner Formation habe in den ersten Minuten in der Abwehr die Abstimmung gefehlt. „Dadurch haben wir Buntentor das Torewerfen zu einfach gemacht“, so Dremel. Erst nach einer Auszeit habe seine Mannschaft in der Abwehr endlich besser gestanden.

So drehte der Favorit den Spieß nach einem zwischenzeitlichen 6:7 zu einer eigenen 18:12-Führung zur Pause um. „In Halbzeit zwei haben wir dann in den ersten Minuten wieder nicht gut begonnen“, berichtete Ulf Dremel. Deshalb verringerte Buntentor den Abstand schnell auf 16:18. „Dann aber haben wir in der Abwehr wieder den nötigen Zugriff zum Spiel bekommen und konnten unsere Führung schließlich ausbauen“, informierte Dremel. Im Angriff sei sein Team zu jedem Zeitpunkt gefährlich gewesen und habe sich stets gute Chancen erarbeitet. „Da auch die Chancenverwertung gut war, können wir im Großen und Ganzen mit dem Ergebnis zufrieden sein“, bilanzierte Ulf Dremel.

HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Pein, Rohde-Niehaus; Frank (2), Woelke (2), Neumann (1), Hanke (5), Klenner (2), Dremel, Deters (7), Meierhöfer (12), Augustiniak (1), Buth (2), Jäger, Thrun.

TS Woltmershausen II – HSG Lesum/St. Magnus 23:18 (10:6): Beim Aufwärmen verletzten sich Lesums Claudia Losch und Kim Anik Kempf, sodass zwei Wechselspielerinnen gleich zu Beginn ausfielen. „Die Vorzeichen waren damit schon nicht sehr gut“, erklärte Miriam Rass, die ihre abwesende Trainerin Jutta Junge auf der HSG-Bank vertrat. Dennoch seien die Gäste gut ins Spiel gekommen, so Rass. Nach einem nervösen Beginn ging das Schlusslicht in Führung und vermochte diese auch bis zur 20. Minute zu halten. „Leider zeichnete sich hier aber schon ab, dass wir an diesem Tag einfach zu viele Chancen nicht nutzten“, sagte Miriam Rass.

Gegen Ende der ersten Halbzeit übernahm Woltmershausen II die Führung und gab diese nicht mehr ab. „Wir haben uns aber nie aufgegeben, dabei jedoch einfach zu viele Möglichkeiten nicht genutzt. Hinzu kam, dass uns mit zunehmender Spieldauer dann auch die Wechsel-Alternativen fehlten“, ließ Rass wissen. Nur beim 16:19 schien noch einmal kurz die Wende möglich zu sein.

HSG Lesum/St. Magnus: Jung; Fitschen (5), Flierbaum, Fleckenstein (6/2), Boll (1), Bultmann, Steinwede (1), Schubert (1), Messer (2), Weßels, Piprek (2).

HSG Vegesack-Hammersbeck – TuS Komet Arsten II 17:21 (11:9): „Mit dem Gedanken, die Hinspielniederlage wiedergutmachen zu wollen, trafen wir am Wochenende auf den noch ungeschlagenen TuS Komet Arsten II“, sagte HVH-Coach Carsten Blum. In der ersten Halbzeit sei auch noch alles nach Plan gelaufen. „Arsten II war zwar von Anfang der erwartete starke Gegner. Aber wir fanden immer wieder gute Lösungen zum Torerfolg und gingen verdient mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeitpause“, so Blum.

Nach dem Seitenwechsel habe seine Mannschaft vollkommen den Spielfluss verloren. „Unkonzentrierte Torwürfe, zu viele technische Fehler und Fehlpässe kann man sich einfach nicht gegen einen solchen Gegner erlauben“, betonte Blum. So habe seine Formation laut Blum leider mit hängenden Köpfen die bittere Niederlage hinnehmen müssen. Es dauerte aber fast sieben Minuten, ehe der Klassenprimus im zweiten Durchgang auf 10:11 verkürzte. Mit einem 4:0-Lauf wendete der Gast das Blatt. Kristina Gerber egalisierte noch einmal per Siebenmeter zum 14:14 (49.). Doch dann erkämpfte sich der Klassenbeste erneut einen entscheidenden Vorsprung.

HSG Vegesack-Hammersbeck: Ludemann, Marlies Kuls; Gerber (7), Anders (1), Jasmin Kuls, Zielonka, Weiß (2), Lamcke, Schacht (2), Haase (2), Junge (3).

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