Freimarkt 2018

Alles neu am Nordausgang

Notausgang im Norden: Während des Freimarktes drohte das gläserne Portal im Norden des Bremer Hauptbahnhofs zum Engpass zu werden. Mit der Umgestaltung können Schausteller und Sicherheitsbehörden gut leben.
02.11.2018, 16:00
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Alles neu am Nordausgang
Von Justus Randt

Fans werden vielleicht keinen Zusammenhang vermuten, aber wo der Freimarkt ist, sind auch Fluchtwege nicht weit. Zumindest in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Bahnhof, wo es besonders eng werden kann, am Nordausgang zum Willy-Brandt-Platz. Dort war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Gedränge und damit Stress für Besucher, Schausteller und Sicherheitskräfte gekommen.

Rudolf Robrahn, Vorsitzender des Schaustellerverbandes des Landes Bremen, hält den aktuellen Versuch, das Problem zu lösen, für gelungen: „Die beidseitige Bebauung ist zwar ein Kompromiss mit den Sicherheitsbehörden, aber wir haben jetzt mehr Abstand zum Glasbau des Bahnhofsausgangs“, sagt er.

Zuvor hatte es die Anordnung eines Lösungsversuchs gegeben: „Die einseitige Bebauung am Ausgang, wobei die Seite zum Taxi-Stand frei blieb – das sah nicht so gut aus“, meint Robrahn. Jetzt flanieren Freimarktbesucher und alle, die den Bahnhof geradewegs am Nordausgang verlassen, durch eine bunte Budengasse.

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Dabei halten Kunden und Passanten, budenbaulich bedingt, mehr Abstand zum gläsernen Bahnhofshinterausgang. Die ersten Geschäfte stehen weiter von dem Glasbau entfernt als zuvor. „Das ist jetzt viel schöner“, sagt Rudolf Robrahn. „Die Fläche ist gewissermaßen ein Staupuffer, schwerpunktmäßig an den Freitagen und natürlich den Wochendenden.“

Dieser „Sicherheitsbereich“ ist nun frei, darauf hatte auch Marita Wessel-Niepel Wert gelegt. Sie ist beim Wirtschaftsressort Verantwortliche für Gewerbe- und Marktangelegenheiten. Mögliche Zweifel, wo es denn lang geht, räumt ein sogenannter „Willkommensbogen“ aus, der sich im Halbrund über das Freimarktportal wölbt. Weshalb das Thema die Beteiligten schon länger und immer wieder beschäftigt hat? Ganz einfach: „Wenn drei, vier Züge kurz nacheinander ankommen, wurde die Stelle zum Engpass“, sagt Rudolf Robrahn.

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Marita Wessel-Niepel glaubt, die eigentliche Ursache eingekreist zu haben: „Der Bremer trifft sich nun mal am Nordausgang, um dann gemeinsam auf den Freimarkt zu gehen.“ Auch die Freimarktbesucher, die mit besagten Zügen anreisen, scheinen diesen auch ohne Ortskenntnisse nicht zu verfehlenden Treffpunkt zu bevorzugen. Bis sich gefunden hat, wer sich sucht, hat der private Sicherheitsdienst sie alle zusammen im Blick und arbeitet auf sein Ziel zu, die Wege möglichst freizuhalten.

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