Volksfest darf stattfinden

Fragen und Antworten rund um den Freimarkt

Der 985. Freimarkt darf stattfinden, das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Rummel auf der Bürgerweide gehen aus einer Vorlage für den Senat hervor.
08.09.2020, 14:30
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Fragen und Antworten rund um den Freimarkt
Von Maren Beneke
Fragen und Antworten rund um den Freimarkt

Der Freimarkt soll auch in diesem Jahr stattfinden – wenn auch in abgespeckter Form.

Michael Matthey

Wie viele Besucher können sich zur gleichen Zeit auf dem Freimarktgelände aufhalten?

Die Tischvorlage für die Senatssitzung sieht vor, dass bis zu 6000 Menschen gleichzeitig vor Ort sein können. Das Wirtschaftsressort hatte sich zunächst für bis zu 10.000 Besucher ausgesprochen, die Gesundheitssenatorin hält einen Freimarkt dagegen nur für vertretbar, wenn sich maximal 6000 Besucher auf dem Gelände befinden.

Wie soll der Freimarkt konkret aussehen?

Grundsätzlich soll es in diesem Jahr laut Papier nur 150 Fahrgeschäfte geben, also gut die Hälfte der Anzahl eines normalen Jahres. Außerdem soll auf die Großzelte verzichtet werden. Damit würde der Freimarkt seinen Volksfest-Charakter ein Stück weit verlieren und sich stattdessen als „temporärer Vergnügungspark“ vor allem an Familien richten. Der Ausschank von Alkohol soll verboten sein.

Welche Voraussetzungen gelten, um den Freimarkt besuchen zu können?

Zunächst einmal muss das Gelände eingezäunt werden. Die Ein- und Ausgänge sollen so gestaltet werden, dass Menschenansammlungen gar nicht erst entstehen können. Aufs Gelände darf dann auch nur, wer sich vorab registriert hat. Entsprechende Check-In- und Check-Out-Vorrichtungen sollen vor Ort dafür sorgen, dass vermerkt wird, wer das Gelände betritt oder verlässt. Und Besucher, die ihre Daten nicht preisgeben wollen, dürfen den Freimarkt laut Vorlage nicht besuchen.

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Wie läuft es mit dem Abstand?

Fahrgäste dürfen sich beim Ein- und Aussteigen in und aus den Karussells nicht begegnen. So steht es in der Tischvorlage. Die Veranstalter haben demnach innerhalb und außerhalb der Fahrgeschäfte dafür zu sorgen, dass die Abstandsregeln eingehalten werden.

Müssen die Besucher Alltagsmasken tragen?

In Teilen müssen sie das. In den Fahrgeschäften, im Wartebereich vor den Fahrgeschäften, in den Sanitäranlagen sowie in den Wartezonen im Eingangsbereich vor dem Veranstaltungsgelände ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, heißt es in der Vorlage. Als Mund-Nasen-Bedeckung gelten neben Masken auch Schals, Tücher, Buffs aus Baumwolle oder anderem geeigneten Material, selbst hergestellte Masken oder Ähnliches. Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die von der Pflicht befreit sind, müssen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Maskenpflicht gilt im Übrigen für alle Menschen, die sich auf dem Gelände aufhalten – also auch Fahrgeschäftebetreiber, Dienstleister oder Lieferanten.

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Wie wird auf dem Gelände für die entsprechende Hygiene gesorgt?

In dem Papier heißt es weiter, dass die Veranstalter ausreichend Desinfektionsspender aufstellen müssen. Außerdem sollen sogenannte Kontaktflächen regelmäßig und die Toiletten mit einer noch höheren Taktung gereinigt werden. Außerdem werden Seife und Einmalhandtücher zur Verfügung gestellt.

Was ist mit den anderen Veranstaltungen rund um den Freimarkt?

Eine große Eröffnungsfeier und andere Veranstaltungen, die mit größeren Menschenansammlungen verbunden sind, so steht es in der Vorlage, fallen in diesem Jahr aus. Damit wird auch der Freimarktsumzug durch die Stadt nicht stattfinden und das Eröffnungsfeuerwerk fällt aus. Den Kleinen Freimarkt auf dem Marktplatz, die Buden vor dem Hauptbahnhof sowie den Historischen Markt rund um den Unser-Lieben-Frauen-Kirchhof soll es aber geben – wenn auch in entzerrter Form.

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