Aus einer Schaustellerfamilie

„Freimarkt ist für mich unsere Familie“

Marita Rudolf-Pascher stammt aus einer Schaustellerfamilie und erzählt, was der Freimarkt für sie bedeutet.
01.11.2018, 20:24
Lesedauer: 1 Min
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„Freimarkt ist für mich unsere Familie“
Von Justus Randt
„Freimarkt ist für mich unsere Familie“

Marita Rudolf-Pascher

PRIVAT

Was ist Ihre erste Erinnerung an den Freimarkt?

Marita Rudolf-Pascher: Meine ersten Erinnerungen sind unsere Eltern, die mit ihrem Süßwarengeschäft am Bayernzelt standen. Ich wohne in Eisenach, dieses Jahr schaffe ich es erst am letzten Wochenende zu kommen.

Mit welchem Karussell fahren Sie auf jedem Freimarkt?

Mein Karussell war das Teufelsrad, das wir als Kinder ständig besuchten, sowie das Kasperletheater.

Welches Lied/welche Musik/welches Geräusch/welchen Geruch verbinden Sie mit dem Freimarkt?

Die Orgelmusik vom Kinderkarussell und die leckeren Gerüche von gebrannten Mandeln und Bratwürsten.

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Was ist Ihre Lieblingssünde auf dem Freimarkt?

Meine Lieblingssünde? Ganz klar: Schmalzkuchen.

Was darf für Sie nie auf dem Freimarkt fehlen?

Nie fehlen dürfen das Riesenrad und die alten Fahrgeschäfte.

Was muss ein Freimarkt-Neuling unbedingt machen?

Jeder Neuling sollte Backfisch essen, sooo lecker – und natürlich Pferdewürstchen.

Was würden Sie nie auf dem Freimarkt machen?

Ich würde nie mit dem letzten Bus fahren.

Warum wird es den Freimarkt auch noch in 100 Jahren geben?

Ischa Freimaak hat eine lange Tradition, ohne wäre gar nicht möglich.

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Beschreiben Sie Ihr typisches Freimarkt-Gefühl.

Das sind meine Erinnerungen an unser Leben zwischen tollen Gerüchen, netten Menschen, Leckereien. Und natürlich das Bayernzelt mit der typischen Musik dazu. Freimarkt war der krönende Abschluss des Jahres für meine Eltern und in den letzten mehr als 20 Jahren meiner Mama Amanda Pascher aus Emtinghausen. Mit Herzblut und Freude hat sie das Geschäft überwiegend alleine weitergeführt, nach dem Tod unseres Vaters 1977 und meines Bruders in den 90er-Jahren. Die ganze Familie unterstützte unsere Mutti oft auf den Märkten und den Festen in Bremen. Im Januar ist sie mit 95 Jahren gestorben.

Freimarkt ist für mich…

... unsere Familie, die Jahrzehnte mit „Alles Süße für Alt und Jung“ auf dem großen Freimarkt am Bayernzelt und später am Roland stand. Dort stehen Muttis Nachfolger auch heute noch mit dem Stand.

Die Fragen stellte Justus Randt.

Info

Zur Person

Marita Rudolf-Pascher

stammt aus einer Schaustellerfamilie. „Ich bin sozusagen auf der Reise geboren und groß geworden“, sagt die 53-Jährige, „als Kind war ich immer dabei.“

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