Verkehrskonzept für Findorff

Freipark-Planung ignoriert Verkehr

Der Freimarkt 2020 wird ein „Freipark“, doch über ein Verkehrskonzept werde in den bisherigen Planungen kein Wörtchen verloren monieren die Findorffer. Sie befürchten mehr Autos als in den Vorjahren.
21.09.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Anke Velten

Der Freimarkt 2020 wird ein Freipark: Darauf haben sich Senat und Schausteller vor einigen Tagen geeinigt. In den vier Wochen zwischen dem 2. Oktober und dem 1. November soll auf der Bürgerweide ein temporärer Freizeitpark unter „Coronabedingungen“ aufgebaut werden: Mit einem Abstands- und Hygienekonzept, das unter anderem vorsieht, dass sich nicht mehr als 6000 Menschen gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten. Der Findorffer Fachausschuss für Bau, Klima, Umwelt und Verkehr will die Stadt nun an das Verkehrskonzept erinnern.

Denn darüber werde in den bisherigen Planungen „kein Wörtchen“ verloren, wunderte sich der Findorffer Verkehrssachbearbeiter David Natolino. Dabei bedeute die Beschränkung der Besucherzahlen nicht, dass von einer Entspannung der Verkehrslage rund um die Bürgerweide auszugehen sei, lautet die Einschätzung im Ausschuss: Im Gegenteil – die Findorffer befürchten, dass mehr Besucher denn je mit dem Auto kommen werden, weil sie die öffentlichen Verkehrsmittel meiden.

Nach Informationen des Ortsamts West seien ähnliche Regelungen wie im Vorjahr geplant. Das Schutzkonzept beinhaltete unter anderem die Umkehrung von Einbahnstraßenregelungen und den Einsatz des roten „Anlieger frei“-Verkehrsschildes. Vor allem Letzteres habe Autofahrer nur dort von der Zufahrt abgehalten, wo es gleichzeitig personelle Kontrollen gegeben habe, berichtete Natolino. Anderswo habe sich das Schild oft als wirkungslos erwiesen.

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