Verkehrsinsel geplant

Sicherer über die Fürther Straße

Die Fürther Straße könnte eine mittige Querungshilfe für Fußgänger bekommen, und es könnte sogar ganz schnell gehen.
21.09.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Anke Velten

Die Fürther Straße könnte eine mittige Querungshilfe für Fußgänger bekommen, und es könnte sogar ganz schnell gehen: Das war die Neuigkeit, die auch den Findorffer Bauausschuss bei seiner öffentlichen Sitzung am vergangenen Dienstag positiv überraschte. Das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) hat sich die Straße bereits angesehen und einen geeigneten Standort gefunden. Sollte die Umsetzung noch in diesem Jahr erfolgen, so bekämen die Findorffer den Umbau sogar geschenkt.

Die 650 Meter lange Fürther Straße ist eine der Hauptverkehrsstraßen in Findorff, und wird nicht nur von Personenkraftwagen, sondern auch von mehreren Buslinien und Lastkraftverkehr stark befahren – und zwar sehr oft deutlich schneller als mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit, wie eine Anwohnerin dem Ausschuss berichtete. Sie sprach von zunehmender „extremer Raserei“. Sichere Übergänge in Form von Ampelanlagen gibt es bislang nur in weitem Abstand an den beiden Kreuzungen Hemmstraße/Utbremer Ring. Der dringende Bedarf für eine zusätzliche sichere Querungsmöglichkeit war der Behörde erstmals bereits vor zwei Jahren seitens einer Bürgerin zugetragen worden, berichtete ASV-Planer Alen Dukez: Die Findorfferin hatte mit Sorge beobachtet, dass viele Kinder und Jugendliche auf ihrem Schulweg die Abkürzung über die Straße nehmen. Für einen Zebrastreifen oder eine Lichtsignalanlage seien laut Dukez die Voraussetzungen nicht gegeben. Die Behörde hatte daraufhin mehrere geeignete Standorte für den Bau einer sogenannten Querungshilfe geprüft. Darunter ist eine Verkehrsinsel zu verstehen, wie sie der Beirat aus Mitteln des Stadtteilbudgets vor einiger Zeit vor der Plantage errichten ließ – Kostenpunkt: fast 40 000 Euro. Als bevorzugter Standort für die Verkehrsinsel wurde dabei der Bereich vor der Tölzer Straße ermittelt. Dort stünden einem Bau weder Leitungen im Weg, noch müssten Grünflächen versiegelt werden, so Dukez.

Noch besser: Für 2020 hat das Amt noch Restmittel im Budget. „Wenn wir das in diesem Jahr noch hinkriegen, zahlen wir das komplett“, sagte der ASV-Vertreter – gab aber zu bedenken, dass der Zeitplan „sportlich“ sei – Planung und Ausschreibung benötigen ihre Zeit. Vom Fachausschuss gab es ohne Verzögerung grünes Licht für Projekt und Standort.

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