Martin-Luther-Gemeinde Wochenendseminar in Findorff

Im Wochenend-Workshop von Coach Christian Gutsche vom 9. bis 11. Oktober in der Martin-Luther-Gemeinde in Bremen-Findorff geht es um Klimakommunikation.
05.10.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Marion Schwake

Weidedamm. Kennen Sie das? „Ich glaube nicht an den Klimawandel.“ Oder „Klima ist schon irgendwie wichtig, aber ...“ Im Wochenendworkshop vom 9. bis 11. Oktober geht es in der Martin-Luther-Gemeinde in Bremen-Findorff um Klimakommunikation.

„Wie kann ich klima-affine Menschen zu mehr Taten inspirieren oder Widerständen und Unwahrheiten bezüglich des Klimaschutzes begegnen?“ Das sind Fragen, die im Workshop praxisnah bearbeitet werden.

Spätestens seit dem vergangenen Jahr ist das Klima-Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Der Hitzesommer und die Aktivitäten von Fridays for Future zeigen Wirkung. Mittlerweile hat jeder eine Meinung dazu, nur gehen die Meinungen zuweilen weit auseinander.

Während Aktivisten unter Berufung auf Erkenntnisse aus der Wissenschaft zu entschlossenem Handeln aufrufen, bezichtigen andere diese der Panikmache und Heuchelei. Dazwischen befinden sich Menschen, die Klimaschutz schon irgendwie wichtig finden, vielleicht weniger fliegen oder Fleisch essen, aber auch nicht so richtig wissen, was zu tun ist, um so schnell das Klima zu retten, wie es die jungen Klima-Aktivisten fordern.

„Mittlerweile ist die Kommunikation über Klimaschutz der entscheidende Faktor, nicht die Ökonomie oder die Technik“, meint der Veranstalter des Workshops, Klima-Coach Christian Gutsche. Zentral sei die Frage „Wie kann man klimafreundliche Projekte und die Kommunikation darüber so gestalten, dass die Wichtigkeit und die Vorteile für die Beteiligten spürbar werden und Menschen auch Lust machen, zu handeln?“ Im Rahmen des Workshops gibt es eine Einführung in Klimakommunikation und Raum, um das auf die eigene Praxis anzuwenden.

Der interaktive Workshop teilt sich in vier thematische Blöcke mit Input und Übungen auf. Erstens: Ziele und Zielgruppe der eigenen Klimakommunikation, zweitens: Die Rolle von Emotionen und was uns hilft, ins Handeln zu kommen, drittens: Fakten: Welche sind wichtig und wie kann ich die gut vermitteln? Viertens: Widerstände gegen Klimaschutz: Hintergründe, Strategien und Umgang damit.

„Der Klimawandel ist eine unbequeme Wahrheit und auf globaler Ebene so abstrakt. Beides lädt dazu ein, die Mahner aus der Wissenschaft und Zivilgesellschaft anzuzweifeln. Kein Wunder, es stehen immense Veränderungen an, die viele Menschen verunsichern“, sagt Gutsche. „Gegenüber klima-skeptischen Menschen braucht es respektvolle Aufklärung und Zuhören, um auch mit berechtigten Widerständen umzugehen. Bei klima-affinen Menschen geht es darum, Handlungsoptionen aufzuzeigen und sie ein Stück weit zu Klima-Botschaftern zu machen. Denn die meiste Kommunikation findet nicht in Vorträgen statt, sondern bei informellen Begegnungen im Freundes-, Familien- oder auch Bekanntenkreis.“

Und neben den Fakten spielen positive Emotionen eine wichtige Rolle. „Erfolgreiche Kommunikation braucht, dass ich mich in meine Zielgruppe hinein versetze. Welche Werte sind ihr wichtig, welche Argumente, welches Auftreten? Zum Beispiel gibt es mittlerweile einen Greta-Schlagersong,“ so Gutsche, „der sicher gut geeignet ist, um bestimmten Zielgruppen das Klima-Thema schmackhaft zu machen. Wenn es um Verkehrswende geht, sollten wir Bilder davon beschreiben, wie angenehm das Leben in autoarmen Innenstädten sein kann – kostenloser ÖPNV, weniger Lärm, Gestank und Unfälle, mehr Grün, mehr Platz für alle wären Stichworte.“

Die Teilnahme von maximal 20 Personen erfolgt auf Spendenbasis. Die Anmeldung geht an bildungswerk@kirche-bremen.de. Die Zeiten sind: Freitag, 9. Oktober, von 16 bis 19 Uhr, Sonnabend, 10. Oktober, von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr und Sonntag, 11. Oktober, von 11 bis 14 Uhr in der Martin-Luther-Gemeinde Findorff, Neukirchstraße 86. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

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