Die Initiative "Leben in Findorff" fordert weitere Flächenentsiegelungen

Maßnahmen gegen überflutete Keller

Findorff. Je mehr Vorgärten gepflastert und Höfe betoniert werden, desto weniger Möglichkeiten hat das Regenwasser, im Boden zu versickern. Das haben diverse Stadtteile in diesem Sommer zu spüren bekommen: Das Kanalsystem der Stadt war durch Starkregen überlastet, überflutete Keller und große Sachschäden waren die Folge der extremen Niederschlagsmengen. Die Initiative "Leben in Findorff" fordert umfassendere Maßnahmen zur Flächenentsiegelung und Dachbegrünung und weist darauf hin, dass die Stadt solche Maßnahmen mit Fördermitteln unterstützt.
12.12.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Anke Velten

Findorff. Je mehr Vorgärten gepflastert und Höfe betoniert werden, desto weniger Möglichkeiten hat das Regenwasser, im Boden zu versickern. Das haben diverse Stadtteile in diesem Sommer zu spüren bekommen: Das Kanalsystem der Stadt war durch Starkregen überlastet, überflutete Keller und große Sachschäden waren die Folge der extremen Niederschlagsmengen. Die Initiative "Leben in Findorff" fordert umfassendere Maßnahmen zur Flächenentsiegelung und Dachbegrünung und weist darauf hin, dass die Stadt solche Maßnahmen mit Fördermitteln unterstützt.

Bei dem Unwetter am 4. August dieses Jahren fiel innerhalb von 90 Minuten in Findorff rund 40 Millimeter Regen - das ist rund die Hälfte der durchschnittlichen monatlichen Regenmenge. Als Folge des Klimawandels werde nach allen Prognosen die Häufigkeit solcher Starkregenfälle steigen, heißt es in einer Mitteilung der Initiative.

Um die Kanäle zu entlasten, müsste daher das Regenwasser wieder verstärkt dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden. Zu diesem Ergebnis sei auch das Umweltressort bei seiner Auswertung der Regenereignisse des Sommers gekommen, heißt es weiter.

Die Initiative "Leben in Findorff" will nun den Bausenator auffordern, "alle bauordnungsrechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Versiegelung von Grundstücken zu verhindern, beziehungsweise nicht genehmigte Versiegelungsmaßnahmen zurück zu bauen". Gerade in den besonders gefährdeten, tief und grundwassernah liegenden Stadtteilen wie Findorff sei dies eine Möglichkeit, die Folgen starker Regenereignisse abzuschwächen.

Weitere Informationen zum Thema und zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten finden sich auf den Internet-Seiten der Iinitiative unter www.lebeninfindorff.de.

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