Ganztagsschulen Nach Phase 0 gibt es nun schon erste Architektenentwürfe

Anfang Februar hat sich die Grundschule an der Admiralstraße auf den Weg vom offenen zum gebundenen Ganztag gemacht. Dort sind insbesondere raffinierte Ideen zum Thema Platzmangel gefragt.
21.04.2018, 17:47
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Nach Phase 0 gibt es nun schon erste Architektenentwürfe
Von Anne Gerling

Lange haben Kinder, Eltern und Kollegium darauf gewartet, nun war es endlich soweit: Mit einem Workshop ist Anfang Februar an der Grundschule an der Admiralstraße die „Phase 0“ eingeläutet worden: Die Einrichtung hat sich somit auf den Weg vom offenen zum gebundenen Ganztag gemacht. Der Begriff bezieht sich auf die verschiedenen Schritte, in denen Architekten Projekte planen: Mit „Phase 1“ starten die Planungsgespräche über Grundlegendes zum jeweiligen Bauprojekt. Dann folgen verschiedene Schritte von der Entwurfsplanung über die Umsetzung bis hin zur Inbetriebnahme und Objektbetreuung in „Phase 9“.

Diesem Planungsprozess wird jeweils die sogenannte Phase 0 als eine Art Vor-Phase vorangestellt. Dafür kommen alle am Bauvorhaben Beteiligten wie zum Beispiel Nutzer, Vertreter der Bildungsbehörde und Planer an einem Tisch zusammen – Eine gute Möglichkeit, um Anforderungen, Wünsche und Ziele zusammenzutragen und diese in Ruhe mit städtebaulichen, organisatorischen oder finanziellen Rahmenbedingungen abzugleichen.

Beim Workshop kamen zentrale Fragen auf den Tisch. Welche Räumlichkeiten sind da und was wird gebraucht? Wie sind die Abläufe und welche Bewegungsmöglichkeiten gibt es? „Die zentrale Frage dabei war: Wie kann ich das mit den vorhandenen Räumen entwickeln?“ schilderte Schulleiterin Jantje Mehlhop kürzlich im Bildungsausschuss des Findorffer Beirats.

Ein zentraler Punkt sei dabei die Mensa, unterstrich die Schulleiterin: „Sie ist nach wie vor zu klein, obwohl sie noch relativ neu ist.“ Auch fehlten an der Schule Personalräume, Teamräume und Differenzierungsräume. „Das ist eine ganz große Herausforderung, weil unser Schulgebäude sich nicht x-beliebig vergrößern lässt“, so Mehlhop.

Was die Herausforderung umso größer macht: Den Schulhof will Mehlhop definitiv nicht weiter verkleinern. Als Option bliebe deshalb eine Aufstockung der vorhandenen Gebäude oder aber die Versetzung der Turnhalle in den Grashof hinein. Denn, so Mehlhop: „Diese Fläche kann bei Feuchtigkeit leider nicht so intensiv genutzt werden.“

Mittlerweile gibt es sogar schon erste Entwürfe eines Architekturbüros, so Mehlhop: „Wir hoffen, dass wir diese Entwürfe bei der nächsten Bildungsausschuss zeigen können.“

Beim Workshop mit dabei war auch die Findorffer Beiratssprecherin Gönül Bredehorst (SPD), der das Format außerordentlich gut gefallen hat. „Ich fand es toll, aus unterschiedlichen Perspektiven zu gucken. Was dabei zusammengetragen wurde, entspricht genau dem, was wir uns unter einem modernen gebundenen Ganztag vorstellen.“ Wenn man dabei Schule als Lebensraum begreifen wolle, dann sei ein existenzieller Bestandteil des Ganzen eine Bewegungshalle, die sich eventuell auch dem Stadtteil öffnen könnte, unterstrich Bredehorst weiter.

„Bewegung ist das A und O bei einem gelingenden Ganztag: Das wurde beim Workshop festgestellt“, bestätigt Jantje Mehlhop, die sich die Umgestaltung der Turnhalle in einen multifunktionalen Raum wünschen würde.

Verschiedene Szenarien werden bis zu den Sommerferien weiter diskutiert. Fest steht: Vorerst bleibt die Schule dreizügig. Vor dem Hintergrund der jetzigen Räumlichkeiten hätte sich Mehlhop aber auch eine Zweizügigkeit gut vorstellen können.

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