Findorff Neuer Jugendbeirat wird gewählt

Bremen. Am kommenden Montag werden die Mitglieder des ersten Findorffer Jugendbeirats gewählt. 18 Kandidaten zwischen zwölf und 18 Jahren stehen zur Wahl. Zwölf werden die Interessen der Jugendlichen vertreten.
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Von Anke Velten

Am kommenden Montag, 9 Uhr, können die ersten Wahlzettel abgegeben werden. Am Freitag, kurz nach 18 Uhr, sollen dann die Mitglieder des ersten Findorffer Jugendbeirats feststehen. 18 Kandidatinnen und Kandidaten im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren stehen zur Wahl. Zwölf werden in den kommenden beiden Jahren die Interessen der Jugendlichen vertreten.

Nach den Herbstferien sollten alle Findorffer Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 21 Jahren Post aus dem Ortsamt erhalten haben. Der Inhalt: Eine Benachrichtigung für die Wahlen zum ersten Findorffer Jugendbeirat, die in wenigen Tagen beginnen werden. Und noch interessanter: Die Liste der jungen Kandidatinnen und Kandidaten, die die Interessen der Jugendlichen in den kommenden beiden Jahren vertreten möchten. Zwölf Findorffer und sechs Findorfferinnen stellen sich im Wahlflyer mit Porträtfoto, Namen und Geburtsdatum vor. Der Älteste hat im September sein 18. Lebensjahr vollendet, der jüngste Kandidat feiert an diesem Wochenende seinen zwölften Geburtstag: Da sollte doch für jede Zielgruppe der passende Vertreter und die passende Vertreterin zu finden sein.

Stadtteil hatte wenig zu bieten

„Die Jugend findet im Findorffer Straßenbild nicht statt“: Das hatte Inge Kilian, beim Amt für Soziale Dienste zuständig für die Findorffer Jugendlichen, noch vor knapp zwei Jahren diagnostizieren müssen. Zu wenige Angebote für Heranwachsende, kaum akzeptable Möglichkeiten, sich zu treffen und die Freizeit miteinander zu verbringen: Der Stadtteil hatte offensichtlich wenig für seinen Nachwuchs zu bieten. Regelmäßige Fachtage, zu denen die Amtsvertreterin mit Wohlwollen der Oberschulleitung die Schülerinnen und Schüler im Jugendzentrum zusammentrommelte, brachten erste Klarheit darüber, was sich die Zielgruppe selbst für ihren Stadtteil wünschte. Ideen wurden gesammelt, viele Projekte diskutiert und diverse bereits umgesetzt. Anfang dieses Jahres kristallisierte sich dann heraus, dass die Jugendlichen ein eigenes regelmäßiges Forum für ihre stadtteilpolitische Arbeit für sinnvoll hielten. Mit Unterstützung von Ortsamt und Beirat, Jugendzentrum, Senatskanzlei, Oberschule Findorff, Martin-Luther-Gemeinde, Lidice-Haus und dem Amt für Soziale Dienste wurden die Formalitäten für die Beiratswahl geregelt.

Die Namen der Kandidatinnen und Kandidaten lauten in alphabetischer Reihenfolge: Zehra-Melissa Aggün, Marie-Lynn Dohrandt, Nicolas Eschenbruch, Jannik Frank, Maike Frese, Erik Haase, Luca Heinken, Levin Hornke, Jan Huntemann, Tino Kruppa, Jan Leisse, Tristan-Konstantin Müller, Justin Pfaff, Cheyenne Schwenke, Emily Tursunovic, Burak Üsenmez, Niclas Vondracek und Désirée Wilms. „Weil mich Politik interessiert“, „weil ich die Gemeinschaft im Stadtteil stärken möchte“, „weil ich mich für Findorff engagieren möchte“, „weil ich ändern möchte, was geändert werden sollte“ und „weil ich mithelfen möchte, diesen Stadtteil für die Jugend zu verbessern“: Das sind einige der „Wahlslogans“, mit denen sich die 18 Kandidatinnen und Kandidaten bei ihren Wählerinnen und Wählern vorstellen. Chancen, konkrete Wünsche zu erfüllen, bringt der Jugendbeirat auf jeden Fall mit sich: Der Findorffer Beirat wird dafür eine Summe aus seinen Globalmitteln abgeben.

Insgesamt 1720 Jugendliche mit Wohnsitz in Findorff haben nun die Wahl und können beweisen, dass sie auch in Punkto Wahlbeteiligung den Erwachsenen in nichts nachstehen. Gelegenheiten dazu gibt es genug: Maximal zwölf Stimmen pro Wahlzettel können an den Vormittagen des 4. und 5. November, 9 bis 13 Uhr, in der Oberschule Findorff, am Mittwoch, 6. November, 16 bis 19 Uhr, im Jugendkeller der Martin-Luther-Gemeinde oder schließlich am Donnerstag und Freitag, 7. und 8. November, 14 bis 18 Uhr, im Jugendzentrum Findorff abgegeben werden. Am Freitag, 8. November, 18 Uhr, ist die Wahl offiziell beendet, die Stimmen werden vom Wahlausschuss ausgezählt und die frisch gewählten Beiratsmitglieder werden bekannt gegeben. Anschließend darf die Findorffer Jugend sich und den ersten Jugendbeirat in der Findorffer Geschichte bei einer großen Wahlparty im Jugendzentrum feiern.

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