Finden, was gesucht wird Neuer Branchenführer für Findorff

"Es gibt Branchenführer rauf und runter, aber eben keinen lokalen Branchenführer“, sagt Mathias Rätsch. Für seinen Stadtteil hat er das jetzt mit dem Portal Findorff Finder geändert.
07.01.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gerald Weßel

Wer kennt den heimischen Stadtteil wie seine Westentasche? Sicher tendieren – auch zurecht – viele Findorffer dazu, bei dieser Frage den Finger zu heben. Und doch: Immer wieder bricht zum Beispiel auf der Suche nach dem nächsten Schlüsseldienst Ratlosigkeit aus oder es kann nur noch Google helfen.

„Es gibt Branchenführer rauf und runter, aber eben keinen lokalen Branchenführer“, sagt Mathias Rätsch. Er ist als örtlicher Mediengestalter und als Herausgeber des Findorff-Magazins seit vielen Jahren geschäftlich und privat dem Stadtteil verbunden. „Findorff ist ein bunter Stadtteil, der soviel bietet“, schwärmt er. Deshalb entwickelte er zusammen mit dem Einzelhändler und Fairtraider Georg Gersberg ein neues kostenloses Onlineportal: Findorff Finder. Hier kann der geneigte Erkunder des Bremer Westens weit über 300 örtliche Adressen von Unternehmen aus Einzelhandel, Dienstleistung, Gastronomie und vielen weiteren Branchen finden.

Mathias Rätsch ist von den Qualitäten seiner Heimat in Bremen überzeugt: „Wir haben auf 4,28 Quadratkilometern Fläche allein drei indische Restaurants, unzählige Vereine, das Kulturzentrum Schlachthof und die Messehallen sowie obendrein zwei Technikmuseen.“ Und kaum einer kenne wohl all diese Örtlichkeiten. „Und hier ließe sich ja noch viel mehr aufzählen“, bremst er sich selbst. Jeder soll schnell finden können, was er sucht. Deshalb stellte er die Idee gemeinsam mit Georg Gersberg im Fachausschuss Wirtschaft im Findorff Beirat vor. Die Idee gefiel, fand Unterstützung und wurde Schritt für Schritt umgesetzt. In wenigen Wochen entstand der lokale Branchenführer für den Stadtteil westlich des Bürgerparks.

Doch eigentlich war Handfestes geplant – wortwörtlich. Denn das Duo beantragte beim Beirat Mittel in Höhe von 4000 Euro, um eine gedruckte Variante umzusetzen. 2000 Euro wurden bewilligt und „auch deshalb bleibt es erstmal bei dem rein digitalen Branchenführer“, stellt Rätsch klar. Doch das habe auch etwas Gutes. Denn derzeit – obschon umfangreich – ist die Sammlung im Findorff Finder sicher nicht vollständig. „Alle Adressen, die ich hatte, sind auf der Website abzulesen“, erklärt er. „Auch wir kennen nicht alles, obschon wir uns Mühe gegeben haben, möglichst viel zu erfassen“, so Rätsch. „Ich wünsche mir, dass es weiter wächst.“

Denn die Website sei eben auch gar nicht als statische Bestandsaufnahme gedacht, sondern eher als sich wandelnde Datenbank, die das Geschäfts- und Kulturleben im Stadtteil möglichst aktuell abbildet. Sobald von einer weitestgehend als vollständig anzunehmenden Datenlage auszugehen ist, sei der Druck des Finders weiter geplant und dann auch sinnvoller als derzeit, ist er überzeugt. „Wenn das Onlineangebot positiv ankommt, wird ein neuer Antrag gestellt werden, um die gedruckte Variante umzusetzen“, kündigt der Mediengestalter für vielleicht noch dieses Jahr an.

Wer bisher mit seinem Geschäft oder Ähnlichem nicht vertreten und im Postleitzahlengebiet von Findorff unternehmerisch verortet ist, kann Adresse und Kontaktdaten kostenlos eintragen lassen. Hierfür muss nur Mathias Rätsch kontaktiert werden. „Unterstützung von den Nutzern und Nutzerinnen ist ausdrücklich erwünscht, wenn es darum geht, Änderungen oder neue Einträge mitzuteilen“, wünscht sich der Portalentwickler, der auch über Findorff hinaus denkt: „Das ist ein Pilotprojekt und sei auch anderenorts anwendbar.“ So könnten Grundidee und die Struktur problemlos auf andere Stadtteile übertragen werden.

Das neue Onlineportal für Findorff ist unter www.findorff-finder.de beheimatet und kostenlos nutzbar. Kontakt zu Mathias Rätsch ist auf www.raetsch.de oder per E-Mail an info@raetsch.de möglich.

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