Klimawandel

Projekt „Klimazone Findorff“ geht weiter

Die Förderfrist läuft aus, aber ein paar Engagierte stehen bereits in den Startlöchern um das Projekt „Klimazone Findorff“ weiter zu tragen.
05.12.2019, 14:38
Lesedauer: 2 Min
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Von Anke Velten
Projekt „Klimazone Findorff“ geht weiter

An der Münchener Straße gibt es das Klimacafé Klimazone.

Roland Scheitz

Die Förderfrist läuft Ende des Jahres aus – doch mit dem Projekt „Klimazone Findorff" soll es weitergehen. Vor wenigen Tagen wurde ein gemeinnütziger Verein gegründet, der das Engagement für Umwelt- und Klimaschutz im Stadtteil nachhaltig weiterverfolgen will. Gründungsmitglieder sind zehn Gleichgesinnte um Klimazone-Projektleiter Jürgen Schnier. Ziel des Vereins „Klimazone Bremen-Findorff e.V.“ ist es, sich weiterhin für Klimaschutz, Klimaanpassung und Klimagerechtigkeit einzusetzen, erklärt Schnier. Das Klimacafé im Erdgeschoss des Gewoba-Hauses an der Münchener Straße 146 soll weiterhin der nachbarschaftliche Treffpunkt für die Aktivitäten und Veranstaltungen bleiben.

Die „Klimazone Findorff“ nahm Anfang 2018 ihre Arbeit auf als eine von bundesweit rund einhundert Maßnahmen im Rahmen der nationalen Initiative „Kurze Wege für den Klimaschutz“, die für die Dauer von zwei Jahren vom Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz gefördert wurden. Seither standen mehr als zweihundert Veranstaltungen auf dem Findorffer Programm, die sich mit verschiedenen Facetten von Klimaschutz im Alltag beschäftigen: Darunter Informationsveranstaltungen, Diskussionsabende, Kurse und Workshops zu den Themen Bauen und Wohnen, Verkehr und Mobilität, Konsum und Ernährung sowie Quartiergestaltung und Stadtökologie. „Es geht uns darum, ganz zwanglos und unverkrampft die vielen kleinen Aspekte im Alltag zu zeigen, in denen besserer Klimaschutz ganz einfach umgesetzt werden kann“, erklärte Initiator Jürgen Schnier. Von Anfang an wurde dabei die Kooperation mit Institutionen im Stadtteil gesucht. Mit der Martin-Luther-Gemeinde organisierte die Klimazone eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Wohnen im Alter“, mit der Sportgemeinschaft Findorff ein Gewinnspiel, das die die Vereinsmitglieder dazu motivieren sollte, mit dem Rad zu fahren. Gemeinsam mit dem Großmarkt und den Findorffer Marktbeschickern wurde ein Lastenrad-Lieferservice ins Leben gerufen, der immer sonnabends kostenlos die Einkäufe der Marktkunden transportiert. Gemeinsam mit der Initiative „Leben in Findorff“ wurde in diesem Sommer ein Wettbewerb um den schönsten Findorffer Vorgarten durchgeführt. Fachreferenten aus Politik, Wirtschaft und Forschung waren zu Gast, um aus ihren Tätigkeitsfeldern zu berichten. Das Projekt Klimazone hätte auch irgendwo anders in Bremen an den Start gehen können. Doch Findorff bot sich als besonders umweltbewusstes Quartier geradezu dafür an, hatte Schnier zum Projektstart erklärt: „Hier wohnen besonders viele Menschen, die dafür zugänglich sind.“

Bevor die „Klimazone“ Mitte Dezember in die Winterpause geht, stehen noch diverse feste Termine im Veranstaltungskalender. An den Freitagen 6. und 13. Dezember ist der Bremer Physiker Uli Wischnath zu Gast, um über sein App-Programm „Klimaschutz for all“ zu informieren. Am Mittwoch, 11. Dezember, klappern ab 12.45 Uhr die Kochtöpfe in der Klimacafé-Küche: Johanne Thurn lädt dazu ein, gemeinsam kreativ vegetarisch zu kochen und zu essen. Informationen: Direkt im Klimacafé, Münchener Straße 146, Öffnungszeiten mittwochs bis freitags 15 bis 18 Uhr, oder im Internet unter www.klimazone-findorff.de.

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