Korbball-Frauen der SG Findorff feiern den 13. Titelgewinn / A-Jugend gelingt DM-Hattrick Rekordmeister - Böttcher zieht den Hut

Findorff. Die Eltern waren gut vorbereitet. Als die A-Jugend-Korbballerinnen der SG Findorff zur Siegerehrung schritten, brandete auf der Tribüne der Sporthalle Süd in Porta Westfalica-Hausberge nicht nur großer Jubel auf. Es wurden vom mitgereisten Anhang auch Schilder mit den Namen der einzelnen Spielerinnen in die Höhe gereckt. Und auf einem großen Transparent war zu lesen: Deutscher Korbballmeister 2010 A-Jugend SG Findorff-Bremen.
13.05.2010, 16:30
Lesedauer: 3 Min
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Rekordmeister - Böttcher zieht den Hut
Von Frank Büter

Findorff. Die Eltern waren gut vorbereitet. Als die A-Jugend-Korbballerinnen der SG Findorff zur Siegerehrung schritten, brandete auf der Tribüne der Sporthalle Süd in Porta Westfalica-Hausberge nicht nur großer Jubel auf. Es wurden vom mitgereisten Anhang auch Schilder mit den Namen der einzelnen Spielerinnen in die Höhe gereckt. Und auf einem großen Transparent war zu lesen: Deutscher Korbballmeister 2010 A-Jugend SG Findorff-Bremen.

'Ich weiß gar nicht, wo die das hergezaubert haben', staunte Anke Kamp, die selbst mit der Findorffer Damenmannschaft wenig später ebenfalls die Goldmedaille in Empfang nahm. Für die Findorffer Frauen war es der 13. Triumph im Hallenkorbball, das Team von Trainer Dieter Böttcher ist damit alleiniger Rekord-Titelträger vor der TG 48 Schweinfurt (12). Die Jugend wiederum schaffte den Meisterschaftshattrick und gewann zum dritten Mal in Folge. Abgerundet wurde die tolle Findorffer Bilanz bei der DM 2010 durch einen guten vierten Platz der Schülermannschaft.

Eine ganz spezielle Belohnung

Der erneute Titelgewinn der Jugend hätte dabei kaum souveräner ausfallen können. Das Team um Korbfrau Franziska Habel, die im Sommer in den Damenbereich aufrückt, dominierte sämtliche Partien und ließ nur im zweiten Vorrundenspiel gegen den TuS Helpup beim 7:2 zwei gegnerische Körbe zu. Im Halbfinale gab?s einen 6:0-Erfolg gegen den TuS Langenholzhausen, noch deutlicher verlief dann die Neuauflage des Vorjahresfinals gegen Helpup, das man mit 8:0 für sich entschied.

'Die Mädchen wurden nicht wirklich gefordert, haben sich aber am zweiten Tag sogar noch mal gesteigert und tolle Spielzüge gezeigt', schwärmte Anke Kamp. Neben vielen Glückwünschen und der begehrten Medaille gab?s für die von Kirstin Grote trainierten Jugendlichen noch eine spezielle Belohnung: Auf Wunsch der Mädchen kehrte der SG-Tross am Abend im Schnellrestaurant mit dem großen M ein, ehe sich die Findorffer in ihren vier Sprinter-Bussen im Konvoi auf die Heimreise begaben.

Zum Zungenschnalzen war derweil auch der finale Auftritt der SG-Frauen, die unmittelbar nach der A-Jugend das Endspiel bestritten. Da man zuvor den eigenen Nachwuchs unterstützt und das Aufwärmen etwas vernachlässigt hatte, tat man sich gegen den ausrichtenden TuS Eisbergen bis zur Pause (3:3) zwar noch etwas schwer. In den zweiten 20 Minuten ging dann aber die Post ab. Findorff präsentierte sich konditionell in hervorragender Verfassung, machte viel Tempo und schloss zudem sicher ab. Beim Abpfiff stand es 9:4 für die Bremerinnen, die Feier konnte beginnen...

'Hut ab', lobte Trainer Dieter Böttcher, 'die Mannschaft ist sehr geschlossen aufgetreten und war auf den Punkt top-fit.' Der Coach vermied es dabei, eine Spielerin besonders hervorzuheben. Ein Extra-Lob musste er dann aber doch verteilen: Anke Kamp, die sich den kleinen Finger der rechten Hand ausgerenkt und - wie erst eine genaue Untersuchung am Montag ergab - sogar gebrochen hatte, spielte trotz dieses Handicaps über die komplette Dauer durch und war vor allem in der Deckung ein Garant des Erfolges. 'Respekt', sagte Böttcher, der sich aber insgesamt von der Leistung seines Teams beeindruckt zeigte. 'Ich bin sehr zufrieden, zumal ich in diesem Jahr nicht unbedingt mit dem Titel gerechnet hatte. Aber es hat sich gezeigt, dass wir altersmäßig über eine gesunde Mischung verfügen und der Zusammenhalt echt gut ist.' Böttcher, der seit 1970 bei der SG Findorff (ehemals TvdB) als Korbballtrainer tätig ist, sieht die SG auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt: 'Das wird nicht der

letzte Titelgewinn gewesen sein.'

Auf einen erneuten Triumph der Findorffer Schülerinnen - der letzte gelang im Jahr 2005 - hoffte man indes nach gutem Auftakt am Ende vergeblich. Das Team des Trainerduos Franziska Habel und Laura Nolte gewann zunächst beide Gruppenspiele glatt, musste sich dann aber im Halbfinale dem späteren Vizemeister Langenholzhausen knapp mit 7:8 geschlagen geben. Und auch den Trostpreis in Form der Bronzemedaille gab?s nicht: Die SG um Korbjägerin Nicola Schmedes, die allein 15mal traf, verlor das kleine Finale gegen den TSV Kirchheide mit 7:10.

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