Tennisabteilung der Sportgemeinschaft

Vorteil: Findorff

Die neue Flutlichtanlage der Sportgemeinschaft verlängert die Trainingszeiten und die Freiluftsaison der Tennisabteilung. Offiziell eingeweiht werden konnte sie wegen der Coronakrise jedoch nicht.
15.10.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Anke Velten

Regensburger Straße. Von einem lang gehegten Wunsch musste sich die Sportgemeinschaft Findorff kürzlich verabschieden: Die vereinseigene Projektgruppe hat, wie berichtet, von den Planungen für eine eigene neue Sporthalle auf der Findorffer Bezirkssportanlage Abstand genommen. Einen Grund zum Feiern hätte es dennoch gegeben – wären nicht das regnerische Wetter und der Infektionsschutz dazwischengekommen. Die Tennisabteilung hatte ursprünglich vor, am vergangenen Freitag ihre neue Flutlichtanlage an der Freisinger Straße feierlich einzuweihen. Die guten Nachrichten: Die Lichtanlage funktioniert hervorragend. Mit der erhellenden Investition verlängert sich der Trainingstag bis 22 Uhr, und die Außen-Saison kann vom frühen Frühjahr bis in den November ausgedehnt werden. Sobald es die Umstände erlauben, soll die Feier nachgeholt werden. Denn die Findorffer Vereinsspieler möchten sich unbedingt bei vielen Unterstützern bedanken.

Es sind all jene Vereinsmitglieder, privaten Sponsoren, Firmen, Institutionen und Stiftungen, die mit ihren Spenden dazu beigetragen haben, dass sich die Tennisabteilung die Anlage leisten konnte. Insgesamt 18 000 Euro musste der Verein zusammenbekommen, die übrige Hälfte steuerte die Stadt Bremen aus ihrem Sportmittel-Topf bei, erklärt Carsten Cramm, Leiter der Tennisabteilung. Der Bedarf für die Beleuchtung hatte einen an sich sehr erfreulichen Grund, so Cramm: Der weiße Sport hat in den vergangenen Jahren einen sprunghaften Zuspruch verbucht. Während sich 2013 noch 120 Vereinsspielerinnen und -spieler die vier Findorffer Plätze teilten, ist deren Zahl auf aktuell 210 gestiegen. Ein wichtiger Wachstumsfaktor sei dabei der Nachwuchsbereich mit mittlerweile 80 Jugendlichen, so Cramm. Ab dem Spätsommer – so ist es jedes Jahr - wurde der Trainingstag durch die einsetzende Dunkelheit immer kürzer. Doch gleichzeitig konzentrierte sich der Betrieb auf den Tennisplätzen zunehmend auf den späten Nachmittag, weil auch die Schülerinnen und Schüler im Ganztag selten früher mit dem Training beginnen konnten. Insgesamt zwei Jahre hatte es gedauert von den ersten konkreten Planungen bis zur Installation, berichtet der Abteilungsleiter. Vereinsintern seien verschiedene Optionen diskutiert worden, darunter auch der Bau eines fünften Tennisplatzes oder die Anschaffung einer „Traglufthalle“ – einer Art aufblasbarem Riesenzelt als saisonale Überdachung. Doch schließlich überzeugten Vorbilder aus anderen Vereinen von Flutlichtanlagen als nachhaltigste und unkomplizierteste Lösung, sagt der Tennisspieler.

Im Anschluss diskutierte die Planungsgruppe mit dem Vereinsvorstand, dem Sportamt und Anbietern über technische Details wie die Lichtwerte, die Art der Beleuchtung und die Zahl und Höhe der Masten, die gebraucht würden, um zwei Plätze zu beleuchten. Mitbedacht hatten die Projektplaner dabei die Nachbarschaft der Anwohner und der Bahnstrecke, die von der Anlage keineswegs geblendet werden sollten. Dies werde durch die gerichteten LED-Strahler verhindert, sagt Cramm. Parallel startete die Tennisabteilung eine Spendenkampagne. Die „Corona-Krise“ verzögerte die Installation um Monate: Der erste Auftrag aus dem Januar dieses Jahres musste storniert werden, weil der Anbieter Lieferschwierigkeiten anmeldete, so Cramm. Im Sommer war mir der Lichttechnik-Spezialfirma Bellut aus Neu-Wulmsdorf ein Fachunternehmen gefunden, das die Anlage innerhalb von zwei Augustwochen installierte.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+