Torfkanal

Sicherer Halt für die Böschung

Bald werden wieder Kanus, Paddelboote und Torfkähne auf dem Torfkanal hin- und herfahren. Rechtzeitig zum Beginn der Wassersportsaison ist in dem Gewässer ein Teil der Uferbefestigung erneuert worden.
01.04.2020, 17:44
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Sicherer Halt für die Böschung
Von Anne Gerling

Weidedamm. Gute 15 Jahre haben sie gehalten – dann aber waren die dünnen Bretter am Ufer des Torfkanals im Bereich um die Fußgängerbrücke in Höhe Utbremer Ring und das ehemalige Bootshaus Bolte so verrottet, dass sie kürzlich gegen neue ausgetauscht worden sind. Dabei wurde auch der an einigen Stellen weggesackte Boden wieder neu mit Mutterboden aufgefüllt und das Ufer anschließend glatt gezogen.

„Der Torfkanal hat ein relativ steiles Ufer und wird mit Booten befahren. Da würde das Ufer ansonsten durch Wellenschlag erodieren“, erklärt Rolf Dülge, technischer Leiter beim Bremischen Deichverband am rechten Weserufer, den Hintergrund der Maßnahme. Wo es mehr Platz gebe, werde nach Möglichkeit versucht, naturnahe flache Ufer anzulegen, in denen sich Röhrichte ansiedeln und Wellen auslaufen könnten, so Dülge: „Dafür ist der Torfkanal aber zu schmal.“

Finanziert wird die Erneuerung der Uferbefestigung aus den Deichbeiträgen; der Deichverband ist neben dem Unterhalt und Betrieb der Anlagen zum Schutz Bremens vor Hochwasser und Sturmfluten auch für die Be- und Entwässerung der binnendeichs liegenden Flächen und damit für den Unterhalt sogenannter Hauptgewässer verantwortlich, zu denen unter anderem der Torfkanal und auch der Hemmstraßengraben gehören. Der 3,2 Kilometer lange und zwischen 80 und 100 Zentimeter tiefe Torfkanal mündet am Ende des Stadtwaldes in die Kleine Wümme. Er leitet Niederschlagswasser und Grundwasser aus Findorff und dem Bürgerpark in den Fluss.

Während von Dezember bis Ende Februar rechtzeitig vor dem Beginn der Brut- und Setzzeit Deiche und Gräben frei geschnitten würden, ist Dülge zufolge für Arbeiten an der Uferbefestigung jeweils der März besonders gut geeignet: „Weil wir da noch etwas niedrigere Wasserstände haben. Da kann man so etwas gut machen, bevor es mit der Deichmahd losgeht.“ Ab dem Spätsommer wiederum würden Gräben und Gewässer entkrautet, damit etwa bei Starkregen das Wasser gut abfließen kann.

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