Corona-Pandemie

Kritik an Verteilung von Testzentren in der Stadt

In sozial benachteiligten Stadtteilen mit hohen Infektionsraten gebe es zu wenige Stationen für Corona-Tests, kritisiert Helmut Zachau vom Gesundheitstreffpunkt West. Die Behörde kündigt neue Stationen an.
10.05.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Kritik an Verteilung von Testzentren in der Stadt
Von Sabine Doll
Kritik an Verteilung von Testzentren in der Stadt

In sozial benachteiligten Stadtteilen sollen mehr Anlaufstellen für kostenlose Corona-Tests angeboten werden, fordert Helmut Zachau vom Gesundheitstreffpunkt West in Gröpelingen.

Sebastian Gollnow/dpa

Helmut Zachau vom Gesundheitstreffpunkt West in Gröpelingen fordert mehr dauerhafte kostenlose Testmöglichkeiten in Stadtteilen, wo die Infektionsrate deutlicher höher ist. "Wenn man sich die Verteilung im Stadtgebiet ansieht, gibt es gerade dort weiße Flecken. Dazu gehören sozial benachteiligte Stadtteile wie Gröpelingen", sagt er. Benötigt würden wohnortnahe Anlaufstellen. Zachau betont: „Es ist nicht selbstverständlich, dass sich die Menschen in Bus oder Bahn setzen und quer durch die Stadt fahren, um sich testen zu lassen. Impfen und Testen gehören als Corona-Strategie zusammen.“ Damit diese Strategie aufgehe, müsse die Schwelle so niedrig wie möglich sein, Akteure vor Ort müssten eingebunden werden.

Die Behörde sehe die Notwendigkeit, sagt der Sprecher des Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann. Teilweise handele es sich um private Unternehmen, die in Absprache mit der Behörde Teststationen betrieben, dazu kämen Hilfsorganisationen. „Wir sind im Gespräch wegen weiterer Testzentren, unter anderem in Gröpelingen, Burglesum und Blumenthal.“ Die Gesundheitsbehörde hat auf ihrer Internetseite eine Liste von Teststationen veröffentlicht: gesundheit.bremen.de.

Lesen Sie auch

Mehr Unterstützung für sozial benachteiligte Stadtteile sowie mehr Konsequenz bei Unternehmen, im öffentlichen Personennahverkehr und das Aufrechterhalten der Impfzentren vor allem auch im Hinblick auf die Impfung von Kindern und Jugendlichen fordern die Linken. Der Landesvorstand hat am Sonntag ein Positionspapier dazu vorgelegt. „Benachteiligte Stadtteile mit hoher Inzidenz sollen beim Impfen vorgezogen werden. Dort müssen zudem auch außerhalb der gegebenenfalls beengten Wohnverhältnisse Quarantäneplätze geschaffen und bei Bedarf angeboten werden“, fordert Landessprecherin Cornelia Barth. Unternehmen sollten wirksam zu Tests und Homeoffice verpflichtet und der ÖPNV zu den Stoßzeiten weiter verstärkt werden.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+