Neue Schulleiterin im Bremer Westen

Eine Schule für alle lag ihr schon immer am Herzen

Zum Sommer hat Martina Semmler die Leitung der Neuen Oberschule Bremen-Gröpelingen (NOG) von Vorgängerin Sabine Jacobsen übernommen. Sie kennt die Einrichtung bereits aus ihrer Zeit als Schulaufsichtsbeamtin.
18.08.2019, 12:29
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Eine Schule für alle lag ihr schon immer am Herzen
Von Anne Gerling
Eine Schule für alle lag ihr schon immer am Herzen

Martina Semmler leitet seit Kurzem die Neue Oberschule Gröpelingen. Zuvor hatte sie seit 2016 in der Bildungsbehörde gearbeitet und die Aufsicht über Schulen im Bremer Westen geführt.

Scheitz

Planen, bauen, gestalten: „Sowas macht mir Spaß“, sagt Martina Semmler. Und tatsächlich vermittelt die 52-jährige Oberneulanderin, die zum Sommer die Leitung der 2009 gestarteten Neuen Oberschule Gröpelingen (NOG) übernommen hat, auf eine angenehm unaufgeregte Weise vor allem diesen Eindruck: Ärmel hochkrempeln und machen.

Geboren wurde Semmler 1967 in Marsberg im Sauerland, wie sie erzählt: „Das liegt zwischen Paderborn und Kassel.“ Als Mittzwanzigerin, nach der Ausbildung zur technischen Zeichnerin und Hauswirtschafterin und dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, hatte sie zunächst begonnen, in Maastricht Kunst zu studieren. „Ich habe mich dann aber schnell anders entschieden und bin in Richtung Lehramt gegangen. Mir gefällt es, Kindern Wissen näher zu bringen und ihnen zu vermitteln, was Kunst und Geschichte bedeuten. Ich war immer Gesamtschullehrerin und habe das stark vertreten: Eine Schule für alle und dass man versucht, dabei allen gerecht zu werden."

Das Referendariat führte Martina Semmler von Dortmund nach Hamburg, von wo aus sie nach 19 Jahren der Liebe wegen 2016 nach Bremen kam. Hier hatte sie beruflich als die in der Bildungsbehörde für alle Oberschulen und Schulzentren im Bremer Westen verantwortliche Schulaufsichtsbeamtin unter anderem regelmäßig mit der NOG zu tun.

Was sie dort sah, gefiel ihr so gut, dass sie sich auf den mit dem Weggang von Sabine Jacobsen frei werdenden Leitungsposten bewarb. Damit nimmt Semmler gewissermaßen an einem anderen Ort einen vertrauten Faden wieder auf. Denn: „Ich hatte das Glück, dass ich in Hamburg als Leitung eine Schule gründen durfte. Davor war ich dort sechs Jahre lang didaktische Leiterin der Irena-Sendler-Schule, einer Stadtteilschule mit 1300 Schülern.“

Leitung und Organisation sind ihr also ebenso geläufig wie das Unterrichten, das nun wieder zu ihren festen Aufgaben zählt. Unter anderem übernimmt sie den Kunstunterricht im gesamten zehnten Jahrgang. „Da braucht es eine klare Struktur und ich möchte den Schülern zeigen, dass man auch für so ein Fach etwas leisten muss, zum Beispiel durch Referate“, sagt die Pädagogin, die unter anderem eine Zusatzqualifikation im Bereich Medien hat: „Ich bin auch Entdeckerin und Forscherin und gucke immer, was es noch für Möglichkeiten gibt und womit ich Schüler begeistern kann.“

So habe sie sich in Hamburg mit ihren Schülern durch die ganze Welt gekocht, schwärmt sie: „Die Gerichte habe ich dabei immer mit einem theoretischen Hintergrund zum jeweiligen Land verbunden. Und das Abschluss-Buffet war dann komplett indisch.“ Vergleichbares sei auch an der NOG denkbar – nach einer Sanierung der stark in die Jahre gekommenen schuleigenen Lehrküche.

Vorrangig gehe es jetzt aber erst einmal um eine gründliche Bestandsaufnahme, sagt Martina Semmler: „Ich muss ja auch viel lernen und aufnehmen, wie die Schüler und Kollegen sind. Es gibt schon Gruppen, die zu bestimmten Themen arbeiten, und ich möchte die Kollegen erst einmal in dem stärken, was sie jetzt tun. Und wenn wir dann wieder Ressourcen haben, gucken wir, was man dann macht.“

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