Mobile Sporthalle

Hiobsbotschaft für den Schulsport im Bremer Westen

Ohne eine mobile Turnhalle als Übergangslösung drohten nach den Sommerferien Stundenausfälle, warnten im November mehrere Schulleiter. Nun zeichnet sich ab, dass die Halle wohl erst zum Schuljahr 2020/21 kommt.
16.02.2019, 15:04
Lesedauer: 3 Min
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Hiobsbotschaft für den Schulsport im Bremer Westen
Von Anne Gerling
Hiobsbotschaft für den Schulsport im Bremer Westen

Die Turnhalle auf dem Gelände der Schule im Park war vor zwei Jahren durch ein Feuer komplett zerstört worden.

Christina Kuhaupt

Schlechte Nachrichten für den Schulsport – und wohl auch für den Vereinssport – im Bremer Westen: Die von der Oberschule im Park dringend benötigte mobile Turnhalle wird erst zum Schuljahr 2020/21 in Gröpelingen aufgebaut werden können, wie kürzlich Udo Stoessel, Leiter der Liegenschaftsabteilung im Bildungsressort, in einer gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse Bildung und Bau des Gröpelinger Beirats mitgeteilt hat.

Demnach hat das Bildungsressort inzwischen eine Marktanalyse für eine Zwei-Feld-Halle in Auftrag gegeben. Geprüft werden soll dabei Stoessel zufolge unter anderem, welcher Hersteller in Frage kommt und ob es für die auf fünf Jahre angesetzte Nutzungsdauer günstiger wäre, die Halle anzumieten oder zu kaufen.

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Für Anfang März erwartet Stoessel das Ergebnis dieser Analyse; außerdem muss eine Baugrund-Untersuchung auf den Weg gebracht, das Vorhaben mit der Stadtplanung abgestimmt und die Frage nach Pkw-Stellplätzen beantwortet werden. Auch für den planerischen Vorlauf und den Bauantrag gilt es laut Jürgen Schimanski von Immobilien Bremen (IB) ausreichend Zeit einzuplanen. Wenn alles gut laufe, so Stoessel, könne das Vorhaben zum Sommer 2020 umgesetzt werden.

Ankündigung sorgte für lange Gesichter

Diese Ankündigung sorgte nun bei den Gröpelinger Ortspolitikern für lange Gesichter. Denn, so Bildungsausschusssprecher Martin Reinekehr (SPD): „Wir wollten die Halle zum nächsten Schuljahr haben. Was machen wir bis dahin?“ Schließlich ist der Druck im gesamten Gebiet so groß, dass sich bereits im November 13 Schulleiter aus Walle, Gröpelingen und Grambke sowie der Elternverbund Eltern-Bremen-West zusammengetan und mit einem Brandbrief an Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) gewandt haben.

Darin forderten sie eindringlich den Bau der mobilen Sporthalle zum kommenden Schuljahr. Ab diesem Sommer bräuchten die Gröpelinger Grund- und Oberschulen dringend eine verlässliche Übergangslösung, hatten sie in ihrem offenen Brief betont und angekündigt, dass es ohne eine Übergangshalle im Stadtteil zu starken Einschränkungen und definitiv auch zu einem Stundenausfall im Schulsport kommen werde.

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Denn im Bremer Westen spitzt sich die Lage zu, seit vor etwas mehr als zwei Jahren die Sporthalle der Oberschule im Park durch ein Feuer komplett zerstört worden war. Der Neubau ist zwar beschlossen, allerdings zog sich die Suche nach einem geeigneten Standort extrem in die Länge. Mittlerweile haben sich alle Beteiligten auf ein Waldgrundstück beim Oslebshauser Park geeinigt und die Vorbereitungen laufen. Allerdings ist zu befürchten, dass noch einige Zeit ins Land gehen wird, bis dort tatsächlich gebaut wird.

Maßnahmen müssen miteinander in Einklang gebracht werden

Insgesamt gilt es verschiedene Maßnahmen zu koordinieren, die alle miteinander in Einklang zu bringen sind – und zwar möglichst ohne allzu große Einschränkungen. Denn auch die Grundschule an der Oslebshauser Heerstraße und die Oberschule Ohlenhof bekommen jeweils neue Turnhallen; an der Grundschule am Halmerweg und an der Neuen Oberschule Gröpelingen (NOG) steht außerdem die Sanierung der Sporthallen an.

Wie bei der Fachausschusssitzung bekannt wurde, befindet sich die Halle der Grundschule an der Oslebshauser Heerstraße mittlerweile offenbar in einem sehr schlechten Zustand. Zuhörer berichteten von Wasser, das dort aus den Lampen laufe. Auch laufe in den Duschen das Wasser nur noch sehr langsam ab.

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Die Nutzer der maroden Hallen in Gröpelingen, auch das wurde deutlich, tun sich dabei mit Mitteilungen zu Mängeln und Reparaturbedarf mittlerweile sehr schwer. Schließlich könnte dies jederzeit dazu führen, dass die jeweilige Halle daraufhin geschlossen wird und der Stadtteil somit eine dringend benötigte Sportstätte verliert.

Den Bau einer mobilen Halle hatte schon vor Längerem der Sportverein Grambke-Oslebshausen (SVGO) ins Spiel gebracht. Als Standort für diese mobile Halle hatte der SVGO eine Fläche auf seinem Vereinsgelände an der Sperberstraße in Oslebshausen angeboten.

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