Gesundheitsversorgung

Alles unter einem Dach im „Liga“

Seit August wird in Gröpelingen im Auftrag der Gesundheitssenatorin der Aufbau eines integrierten Gesundheitszentrums vorbereitet. Näheres dazu war nun im Sozialausschuss des Gröpelinger Beirats zu hören.
26.04.2021, 05:00
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Alles unter einem Dach im „Liga“
Von Anne Gerling
Alles unter einem Dach im „Liga“

Wilma Warbel (l.) und Christina Kisner haben die Liga-Koordination im Stadtteil übernommen.

Roland Scheitz

Gröpelingen. Gröpelingen bekommt ein eigenes Gesundheitszentrum, das neben allgemeiner medizinischer Versorgung auch Präventionsmaßnahmen, Gesundheitsförderung und Sozialberatung anbietet und Modell für andere Stadtteile sein könnte: Am 26. August hat Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) in der Jugendkirche das offizielle Startsignal für das Projekt namens Lokales Integriertes Gesundheitszentrum für Alle (Liga) gegeben und bei der Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) ist die Einrichtung als Schlüsselprojekt benannt worden.

Als Treffpunkt zu allen Gesundheitsfragen sollen mit dem Liga in Gröpelingen mehr gesundheitliche Chancengleichheit hergestellt, die hausärztliche Versorgung stabilisiert, die Zusammenarbeit verschiedener Einrichtungen verbessert und neue Versorgungsformen etabliert werden.

Wesentliche Ideengeber waren dabei Wilma Warbel und Helmut Zachau vom Gesundheitstreffpunkt West (GTP). Die beiden hatten im Zuge der dritten Bremer Armutskonferenz im Februar 2018 angeregt, der zunehmenden ungleichen medizinischen Versorgung in den einzelnen Quartieren mit dem Aufbau eines Zentrums für eine integrierte medizinische Versorgung – also ein miteinander verzahntes Angebot im gegenseitigen Wirkungszusammenhang – etwas entgegenzusetzen. Im Sozialausschuss des Gröpelinger Beirats war nun zu hören, in welchem Planungsstadium sich das Vorhaben aktuell befindet.

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So war zu erfahren, dass es nun drei verantwortliche Ansprechpartnerinnen gibt: Warbel, die das Liga-Konzept mitentwickelt hat und bislang im GTP vor allem als Projektmanagerin gewirkt und den „Präventionsrat Bremen West" koordiniert hat, ist während der Aufbauphase gemeinsam mit ihrer GTP-Kollegin Christina Kisner offiziell für die Liga-Koordination im Stadtteil verantwortlich. Und: Mit der examinierten Krankenschwester und Diplom-Ökonomin Sonja Wagener gibt es seit November im Gesundheitsressort eine Projektverantwortliche.

Bisher noch kein Standort für Liga

Mittlerweile seien eine Kern-Arbeitsgruppe eingerichtet und der Austausch mit anderen Gesundheitszentren etwa in Hamburg oder Berlin gesucht worden, so Wagener, der zufolge nun verschiedene Fragen zu möglichen Liga-Rechtsformen geklärt werden. Außerdem sei eine Webseite in Vorbereitung, über die sich demnächst alle über das Liga informieren können. Zum Standort der Einrichtung gibt es allerdings noch nichts Konkretes zu berichten; ein passender Ort im Stadtteil wird noch gesucht.

„Wir prüfen, was rechtlich und finanziell geht. Es wird was kommen, aber wir brauchen noch etwas Geduld“, so Warbel. Aktuell gebe es für das Projekt ein Liga-Quartiersbüro im Stiftungsdorf Gröpelingen – wegen Corona habe man auf eine offizielle Eröffnungsfeier aber leider verzichten müssen, so Warbel weiter.

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