Neuer Spielplatz für Gröpelingen

Geräte sollen Ende Januar stehen

Klettern, hüpfen, schaukeln: Das können kleine Kinder im kommenden Jahr auf dem neuen Spielplatz zwischen Grüner Dockstraße und Martha-Heuer-Straße. Der Entwurf für das L-förmige Areal wurde nun vorgestellt.
06.07.2020, 06:13
Lesedauer: 2 Min
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Geräte sollen Ende Januar stehen
Von Anne Gerling
Geräte sollen Ende Januar stehen

Vorbild Adelenstraße: So bunt soll auch der neue Spielplatz werden.

Roland Scheitz

Gröpelingen bekommt an der Grünen Dockstraße einen neuen L-förmigen Spielplatz: 176 000 Euro stehen dafür zur Verfügung, von denen 100 000 Euro über das Integrierte Entwicklungskonzept Gröpelingen kommen. Weitere 28 000 Euro hat die Interhomes AG beigesteuert, die an der nahe gelegenen Martha-Heuer-Straße Reihenhäuser gebaut hat. Den Restbetrag konnte Stephanie Jaeger vom Fachdienst Spielraumförderung im Amt für Soziale Dienste über verschiedene Sponsoren akquirieren.

Am Mittwoch, 1. Juli, war Jaeger im Sozialausschuss des Gröpelinger Beirats zu Besuch. Grundlage für den Gestaltungsentwurf, den Kathleen Daniel vom Umweltbetrieb Bremen dabei den Ortspolitikern vorstellte, sind Anregungen und Wünsche, die zwölf Mädchen und Jungen aus der Kita Pastorenweg voriges Jahr im Rahmen einer Zukunftswerkstatt zusammengetragen hatten.

Schön bunt – so wie der gerade frisch sanierte Spielplatz an der Adelenstraße – soll der 434 Quadratmeter große neue Platz demnach werden und Möglichkeiten zum Klettern, Hüpfen, Rutschen und Schaukeln und zum Spielen in und mit der Natur bieten. Neben einem zentralen Spielgerät, einer Vogelnestschaukel, Hüpf-Palisaden, Geheim-Telefonen, einer großen Kreide-Tafel und einer 70 Quadratmeter großen Rasenfläche zum Toben und Picknicken soll es nach Möglichkeit auch einen Wasserspielbereich mit Pumpe geben. Jaeger zufolge wird dafür nun das Grundwasser untersucht: „Wir hoffen, dass ein Wasserspielbereich möglich ist, weil das Spielen mit Wasser zu den grundlegendsten Natur-Erfahrungen gehört. Das Ergebnis steht noch aus – wir hoffen.“

Auf dem Spielplatz soll ein Baum wachsen, an dem die Kinder den Wechsel der Jahreszeiten mitverfolgen können. Für Erwachsene werden in zwei Bereichen Bänke und Tische aufgestellt, von wo aus sie das Treiben auf dem Spielplatz überblicken können.

Ein Großteil der Mittel fließt in die Sanierung der Fläche, denn der Boden ist Kathleen Daniel zufolge belastet: „Wir müssen mindestens 30 Zentimeter entsorgen.“ Ein Teil der Fläche müsse außerdem noch vom Kampfmittelräumdienst sondiert werden.

Die Arbeiten auf dem Platz sollen nach den Sommerferien ausgeschrieben werden, der Baubeginn ist für November geplant und Ende Januar sollen die Spielgeräte stehen. Um Unterhalt und Pflege des Platzes wird sich dann die Jus Jugendhilfe und Soziale Arbeit gGmbH, besser bekannt als Bremer Maulwürfe, kümmern.

Dazu wird Jaeger zufolge gerade rechtlich geprüft, inwieweit der Reinigungsturnus – derzeit gilt: einmal pro Woche – erhöht werden kann. Anders als öffentliche Grünanlagen werden Spielplätze nämlich bislang nicht bedarfsorientiert gesäubert. Unter anderem hinterlässt aber die örtliche Drogenszene in der Dockstraße und auf Spielplätzen regelmäßig Unrat. „Auch Spielplätze sollten bedarfsgerecht gereinigt werden, denn wir investieren viel in sie“, sagt deshalb Jaeger, die in der Angelegenheit auch mit Jens Körber in Kontakt ist, der das Projekt „Sichere und Saubere Stadt“ im Innenressort koordiniert.

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