Bremer Seemannsmission Seemannsmission ist zufrieden

Vor einem Jahr ist die Bremer Seemannsmission umgezogen. Mit dem neuen Standort ist sie zufrieden - aber etwas anderes macht ihr Sorgen.
05.12.2019, 19:10
Lesedauer: 1 Min
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Seemannsmission ist zufrieden
Von Peter Hanuschke

Seit einem Jahr ist die Bremer Seemannsmission am neuen Standort auf dem ehemaligen „Use Akschen“-Gelände, im „Lichthaus“ in Gröpelingen, tätig. Der Umzug aus dem Stephaniviertel habe sich bewährt, sagt der Vorstand. „Viele Seeleute kennen die Adresse und einige erreichen den Seemannsklub sogar zu Fuß aus den nahe gelegenen Häfen.“ Trotzdem sei der Vorstand beunruhigt. Denn offenbar habe eine missverständliche Meldung über einen Wechsel nach Hamburg zu Irritationen geführt – besonders bei den vielen Förderern, auf deren Spenden der Verein angewiesen sei. „Dabei wechselt nur die Geschäftsstelle der Deutschen Seemannsmission, die Dachorganisation, nach Hamburg, was auf die Leistungen der Bremer Seemannsmission und der vielen anderen Stationen in Deutschland sowie die Stationen im Ausland keinerlei Einfluss hat“, stellt der Vorstand in diesem Zusammenhang klar.

Das eigentliche Seemannsheim mit Übernachtungsmöglichkeit gibt es seit 2018 nicht mehr. Die Auslastung war wegen der Veränderungen in der Seeschifffahrt zu gering und führte zu Verlusten, die der gemeinnützige Verein Bremer Seemannsmission nicht weiter abdecken konnte und wollte.

Vom neuen Standort im Lichthaus ist die Seemannsmission weiterhin für die Seeleute da, die in den Häfen in Bremen zu Gast sind. „Wir können uns sogar noch viel stärker auf die Bedürfnisse der Seeleute konzentrieren, seit wir nicht mehr die Aufgaben als Hotelbetrieb wahrzunehmen haben“, sagt Seemannsdiakon Magnus Deppe, Leiter der Seemannsmission.

Ganz besonders hoch im Kurs seien die Kontakte in die Heimat. „Dafür stehen im Seemannsklub ein paar Laptops zur Verfügung, mit denen schon mancher Seemann seinen Familiennachwuchs zum ersten Mal via Skype sehen konnte“, sagt Deppe. Er und seine Mannschaft freuen sich auch, dass sie dank zahlreicher Spenden in der Lage sind, Zeitungen in russischer, polnischer oder englischer Sprache anzubieten.

Zahlreiche Spender machen es Jahr für Jahr auch immer wieder möglich, dass in der Vorweihnachtszeit kleine Weihnachtstüten an die Seeleute verschenkt werden können, bestückt mit einer wärmenden Mütze und weihnachtlicher Schokolade. Etwa 800 Tüten, so rechnet Diakon Deppe, werden gepackt und zu den Schiffen gebracht.

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