Integriertes Entwicklungskonzept Gröpelinger

Hood-Anlage ist schon jetzt der reinste Besucher-Magnet

Sie soll eine Einladung zu körperlicher Betätigung sein und Lust auf Sport machen: Beim Freizi Gröpelingen gibt es eine neue Hood-Trainingsanlage, an der sich ab sofort alle Interessierten versuchen können.
27.07.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Hood-Anlage ist schon jetzt der reinste Besucher-Magnet
Von Anne Gerling
Hood-Anlage ist schon jetzt der reinste Besucher-Magnet

An den Geräten und Stangen auf dem Freizi-Gelände an der Marienwerderstraße können Anfänger und Fortgeschrittene trainieren.

Roland Scheitz

Mädchen, Jungen, Erwachsene, Mütter, Neugierige und natürlich „richtige“ Sportler: Die neue Hood-Trainingsanlage beim Freizi Gröpelingen an der Marienwerder Straße zieht ganz unterschiedliche Arten von Menschen an, wie sich gleich bei der offiziellen Eröffnung am Mittwoch gezeigt hat.

Schon während die Anlage in den vergangenen Monaten aufgebaut worden ist, hatte sie sich zu einem geradezu magnetischen Anziehungspunkt für etliche ungeduldige Street-Work-out-Fans entwickelt. „Wir mussten ganz streng sein und haben niemanden drauf gelassen“, erzählt Manja Rau vom Freizi Gröpelingen. Nachdem jetzt aber der TÜV da war, der Spezialboden ausgehärtet und der Bauzaun weg ist, dürfen die Geräte endlich gestürmt werden.

„Das Ziel war eine frei zugängliche einladende Anlage, die Lust auf Sport macht – und das funktioniert auch“, freut sich Manja Rau über das große Interesse an der neuen Fitness-Anlage: „Es kommen auch Leute, die wir hier vorher nicht gesehen haben.“

Die Anlage ist ein Teilprojekt von „Gröpelingen bewegt“, was wiederum Teil des Integrierten Entwicklungskonzepts Gröpelingen (IEK) ist: Für den Aufbau von Barren, Reck und Klettergeräten sind Städtebaufördermittel in Höhe von 115 000 Euro geflossen. Damit auch in der dunklen Jahreszeit bis in die Nachmittags- und Abendstunden hinein trainiert werden kann, soll im Herbst noch eine Flutlichtanlage installiert werden.

Bis zur Realisierung des Projekts war es ein langer Weg: Der Wunsch nach einer Hood-Anlage geht auf das „Campus Parlament“ zurück, zu dem sich Kinder und Jugendliche der Grundschule am Halmerweg, der Oberschule Ohlenhof, aus dem „Wilden Westen“ und dem Freizi Gröpelingen ab Anfang 2014 im Freizi trafen, um ihre Ideen und Wünsche in die Planungen für den Schul-Campus Ohlenhof einzubringen.

Das Campus Parlament trifft sich momentan vorerst nicht mehr, so Manja Rau: „Die Jugendlichen haben aber seitdem immer wieder nachgefragt.“ Als Rau vor zwei Jahren ihren neuen Job im Freizi Gröpelingen antrat, gab es bereits eine Planung für die Hood-Anlage, das Geld stand bereit und es hatte auch schon eine Gruppe an einer provisorischen Indoor-Anlage mit dem Training begonnen.

„Es gab aber zwei Probleme“, so Rau. Einerseits die Frage nach der Bedarfsträgerschaft – also danach, welche Stelle oder Einrichtung sich zukünftig um Pflege und Unterhalt kümmern würde. Andererseits ist es eine Bedingung für die Städtebauförderung, dass die geförderte Anlage anschließend auch mindestens drei Jahre lang genutzt wird – dies konnte das Freizi, das jeweils nur für ein Jahr Zuwendungen aus Mitteln der offenen Jugendarbeit erhält, naturgemäß nicht.

Zum Glück gab es Partner, die der Einrichtung zur Seite standen. „Diana Zimmermann und Uwe Rogoll aus dem Bauressort haben uns ganz toll unterstützt und begleitet“, so Rau, „zum Beispiel bei den Fragen, die zu Versicherungen, Umbaugenehmigungen oder Betriebsgarantien zu klären waren.“ Dank der gemeinnützigen Gesellschaft Hood Training ist außerdem garantiert, dass in den kommenden drei Jahren Trainer auf der Anlage sind. Momentan bieten sie ein Ferienprogramm an, ein Plan für die Zeit ab August wird noch erstellt.

Was die Bedarfsträgerschaft angeht, so stehen nun Stadtteilbeirat, Sozialzentrumsleiter Erwin Böhm und der Controllingausschuss, der alljährlich über die Vergabe der städtischen Fördermittel für die offene Kinder- und Jugendarbeit entscheidet, hinter dem Projekt. „Dass wir die Anlage hinbekommen haben, liegt daran, dass wir ganz viel Rückhalt aus dem Stadtteil und aus den Gremien haben“, sagt Manja Rau. „Aber die Verantwortung liegt nicht beim Sozialressort, wo sie eigentlich liegen sollte.“

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