Klärschlammverbrennungsanlage Klärschlammanlage ist genehmigt

Die Kenow GmbH & Co KG darf eine Klärschlammverbrennungsanlage am Industriehafen bauen und betreiben: Ihr Antrag ist genehmigt worden. Die Bürgerinitiative Oslebshausen und umzu kündigt Widerspruch an.
29.10.2020, 05:00
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Klärschlammanlage ist genehmigt
Von Anne Gerling

Industriehäfen. Seit Dienstag, 27. Oktober, ist es amtlich: Bremens Gewerbeaufsicht hat die von der Kenow GmbH & Co KG („Klärschlammentsorgung in Nordwestdeutschland“) geplante Klärschlammverbrennungsanlage auf dem SWB-Gelände am Industriehafen genehmigt.

„Der Bundesgesetzgeber fordert von uns zukünftig eine thermische Verwertung des Klärschlamms. Wir freuen uns, dass wir jetzt die Genehmigung für den Bau und Betrieb einer Klärschlammverbrennungsanlage erhalten haben und damit den vom Bundesgesetzgeber geforderten umwelt- und klimafreundlichen Entsorgungsweg rechtzeitig umsetzen können“, sagt dazu Kenow-Sprecher Oliver Ladeur. Ziel bei der Auswahl der Anlagentechnik sei der Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen: „Das ist uns mit der Genehmigung bestätigt worden. Die geplante Monoverwertungsanlage läuft energieautark, nahezu klimaneutral und wird an das Fernwärmenetz angeschlossen.“

Gegen den 71-seitigen Genehmigungsbescheid, der nach Anmeldung unter Telefon 3 61 - 7 00 12 bis einschließlich 11. November im Gewerbeaufsichtsamt, Parkstraße 58/60, eingesehen werden kann und unter https://www.uvp-verbund.de/portal/ (Suchwort: Kenow) zu finden ist, kann innerhalb von vier Wochen Widerspruch eingelegt werden.

Von diesem Recht wird die Bürgerinitiative (BI) „Oslebshausen und umzu“ ihrem Sprecher Dieter Winge zufolge voraussichtlich Gebrauch machen, die außerdem erwägt, den von der Kenow für Januar geplanten Baubeginn gerichtlich stoppen zu lassen. „Wie bereits auf dem Erörterungstermin deutlich wurde, gibt es einige konkrete Widersprüche und Anhaltspunkte für eine Klage“, so Winge. Die BI werde unter anderem auf dem Wochenmarkt das Gespräch mit Anwohnern und Betrieben suchen und hoffe auf Solidarität: „Da die Klage sehr viel Geld kosten wird, sind wir auf Spenden angewiesen.“

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