Konzern entscheidet nächste Woche

Lichtblick fürs Stahlwerk

Wenn alles nach Plan läuft für das Bremer Stahlwerk, dann wird bald der Hochofen 3 wieder den Betrieb aufnehmen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende spricht von einem „super Signal“ an die Belegschaft.
03.09.2020, 18:55
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Lichtblick fürs Stahlwerk
Von Lisa Boekhoff
Lichtblick fürs Stahlwerk

Abkühlung für heißen Stahl im Warmwalzwerk: Für den Standort von Arcelor-Mittal in Bremen könnte es bald wieder mehr Arbeit geben.

Christina Kuhaupt

Im Stahlwerk von Arcelor-Mittal Bremen ist seit März nur ein Hochofen in Betrieb. Nun gibt es jedoch gute Nachrichten: Der Konzern hat die Hütte gebeten, auch den Hochofen 3 fürs Hochfahren vorzubereiten. Ob er dann tatsächlich wieder läuft? Das entscheidet der Konzern in der kommenden Woche.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Hering ist noch vorsichtig, dass alles wie erhofft kommt. Wegen Corona gebe es viel Unsicherheit in der Branche. Dennoch: „Wir rechnen schon mit einer positiven Entscheidung.“ Das Hochfahren des Hochofens sei ein deutliches Indiz dafür, dass sich die Auftragslage entspannt habe – und ein „super Signal“ an die Beschäftigten.

Wenn der Hochofen wieder laufe, bringe das einen Teil der Kollegen raus aus der Kurzarbeit. Weil es in anderen Bereichen weiter weniger Nachfrage gibt, erreicht das Stahlwerk aber nicht das Niveau besserer Tage. „Das bedeutet keine Vollauslastung“, sagt Hering.

Arcelor-Mittal Bremen plant bisher, bis Ende des Jahres in Kurzarbeit zu sein. Im April, Mai und Juni gingen hier die Aufträge je nach Anlage um 35 bis knapp 40 Prozent zurück. Der Gesamtbetriebsratschef weist trotz der guten Nachricht auf deren Fragilität hin: Es sei nicht klar, wie stabil der Aufschwung in Zeiten der Pandemie sei.

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